Erfolgreiche Forschungsarbeit im Bereich Digitalisierung

28.07.2016
Von: Prof. Dr. Thomas Euringer

Dr. Mathias Obergrießer erhält „summa cum laude“ für seine Doktorarbeit zum Thema Digitalisierung von Planungsprozessen im Infrastrukturbau.

v.l.n.r.: Dritter Prüfer Prof. Dr. Uwe Rüppel, TU Darmstadt, Erstprüfer Prof. Dr. André Borrmann, TU München, Promovend Mathias Obergrießer, Zweitprüfer Prof. Dr. Thomas Euringer, OTH Regensburg, Vorsitzender Prof. Dr. Ernst Rank, TU München

v.l.n.r.: Dritter Prüfer Prof. Dr. Uwe Rüppel, TU Darmstadt, Erstprüfer Prof. Dr. André Borrmann, TU München, Promovend Mathias Obergrießer, Zweitprüfer Prof. Dr. Thomas Euringer, OTH Regensburg, Vorsitzender Prof. Dr. Ernst Rank, TU München. Foto: Obergrießer

Die Doktorarbeit "Entwicklung von digitalen Werkzeugen und Methoden zur integrierten Planung von Infrastrukturprojekten am Beispiel des Schienen- und Straßenbaus" ist in Zusammenarbeit der OTH Regensburg und der Technischen Universität München entstanden.

Betreut wurde die kooperative Promotion von Prof. Dr.-Ing. Thomas Euringer an der OTH Regensburg vom Fachbereich Bauinformatik / CAD und Prof. Dr.-Ing. André Borrmann vom Lehrstuhl für Computergestützte Modellierung und Simulation der TU München.

Ziel der Forschungsarbeit ist es, für den Bereich Infrastrukturbau Projekte vor allem in der Planungsphase effizienter voranzubringen, um die Qualität zu verbessern und die Produktivität zu erhöhen. Dies wird beispielhaft für den Straßen- und Schienenbau aufgezeigt.

In der Dissertation werden Konzepte, softwaregestützte Methoden und Werkzeuge ausgearbeitet, die auf einem Infrastrukturinformationsmodell basieren. Das System erlaubt es, ein Gesamtmodell in verschiedenen Teilmodellen getrennt zu entwickeln. Aus den Gelände-, Trassen-, Baugrund- und Bauwerksmodellen wird dann ein 3D-Infrastrukturmodell rekombiniert. Damit können zum einen Informationen für die jeweiligen Bauprojektbeteiligten in geeigneter Weise bereitgestellt werden und zum anderen können Änderungen in wesentlichen Punkten automatisch nachgeführt werden.

Ein weiterer Bestandteil der Arbeit ist das neu entwickelte Brückenmodellierungskonzept. Es ermöglicht die Koppelung eines 3D-Brückenmodells an die Raumkurven einer Trasse, so dass sich Änderungen in der Trassenführung und -planung im 3D-Brückenmodell berücksichtigen lassen. Die von Herrn Obergrießer neu entwickelte Methode der direkten Freiheitsgradanalyse erlaubt ein strukturiertes Abarbeiten des komplexen Parametrisierungsprozesses.

„Die praxistaugliche Umsetzung der Konzepte lassen eine erhebliche Steigerung der Effizienz und der Qualität innerhalb des Planungsprozederes erwarten“, so Prof. Dr. Euringer, OTH Regensburg. „Die vorliegenden Ergebnisse der Promotionsarbeit zeigen, dass wir bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem richtigen Weg sind und zukunftsträchtige Themen wie Digitalisierung aktiv auch in Kooperationen mitgestalten. Ich möchte mich an dieser Stelle auch für die gute Unterstützung von Prof. Dr. Borrmann bedanken.“

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