Erfolgreiche Forschungsarbeit im Bereich Chemie

22.08.2016
Von: Christine Wirth

Dr. rer. nat. Bastiaan van der Weerd legt eine Forschungsarbeit für ein technisch optimiertes Lungenunterstützungsverfahren vor.

v.l.n.r. Prof. Dr. Oliver Tepner, Prof. Dr. Frank-Michael Matysik, Promovend Bastiaan van der Weerd, Prof. Dr. Ekkehard Haen, Prof. Dr. Rudolf Bierl. Foto: privat

v.l.n.r. Prof. Dr. Oliver Tepner (Prüfungsvorsitzender Universität Regenburg), Prof. Dr. Frank-Michael Matysik (1. Gutachter, Universität Regenburg), Promovend Bastiaan van der Weerd, Prof. Dr. Ekkehard Haen (3. Prüfer, Universität Regenburg), Prof. Dr. Rudolf Bierl (2. Gutachter, OTH Regensburg) Foto: privat

Die Doktorarbeit „Entwicklung und Charakterisierung von CO2-Sensoren für die Bestimmung der CO2-Eliminierung während extrakorporaler Membranoxygenierung“ ist in Zusammenarbeit der OTH Regensburg und der Universität Regensburg entstanden.


Betreut wurde die kooperative Promotion von Prof. Dr.Rudolf Bierl, Leiter des Sensorik-ApplikationsZentrums (SappZ) an der OTH Regensburg, und Prof. Dr. Frank-Michael Matysik, Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik der Universität Regensburg. Bastiaan van der Weerd sieht in dieser Form der Promotion mehrere Vorteile: “Ich hatte das Glück, zwischen zwei verschiedenen Hochschulwelten - der Universität und der OTH Regensburg - tingeln zu dürfen. Durch die Mischung aus Grundlagenforschung auf der einen Seite und den angewandten Wissenschaften auf der anderen, habe ich insgesamt enorm profitiert.“


In seiner Doktorarbeit beschäftigte sich der 29-Jährige mit der Entwicklung medizinischer Sensoren. Mit Hilfe dieser Sensoren soll bei Patienten mit einem schwerwiegenden akuten Lungenversagen die CO2-Eliminierung während extrakorporaler Lungenunterstützung (ECMO) bestimmt werden. Durch das Online-Messverfahren könnten zeitintensive sowie manuelle Blutgasanalysen ersetzt werden. Im Rahmen seiner Promotion entwickelte van der Weerd sowohl ein chemisches als auch ein physikalisches Sensorkonzept, die unabhängig voneinander CO2-Messungen am Membranoxygenator vornehmen können. Bei beiden Sensorentwicklungen handelt es sich um reine Prototypen für den Einsatz im Labor. „Der jeweilige Einsatz auf einer Intensivstation ist noch einige Entwicklungsjahre entfernt“, so van der Weerd, der seine weitere berufliche Laufbahn klar im Bereich der Sensorentwicklung sieht.

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