Engagement für Menschen mit Behinderung

27.01.2017
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

ERASMUS-Studentin Blerina Lila aus Prishtina setzt sich für Menschen mit Behinderung in ihrer Heimat ein. Mit einem Postkartenverkauf an der OTH Regensburg brachte sie 525 Euro ein.

Menschen mit Down-Syndrom in Prishtina gestalten Postkarten

Menschen mit Down-Syndrom in Prishtina gestalten Postkarten.

ERASMUS-Studentin Blerina Lila verkauft handgemachte Postkarten an der OTH Regensburg. Fotos: Blerina Lila

ERASMUS-Studentin Blerina Lila verkauft handgemachte Postkarten an der OTH Regensburg. Fotos: Blerina Lila

Aus Verkäufen von handgemachten Postkarten, die sie im Dezember vor der Mensa, auf einer Party des Forum Sozialwissenschaften (FoSo) und einer Feier im Studierendenhaus veranstaltete, hat Blerina Lila 525 Euro eingenommen. Der Erlös der Aktionen kommt nun direkt den Produzenten der farbenfrohen Blumen-Karten zugute: Menschen mit Down-Syndrom im Kosovo, die Blerina Lila als Pädagogin ehrenamtlich betreut.

Die 27-Jährige ist derzeit gemeinsam mit drei weiteren Kommilitonen von der Universität Prishtina an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften zu Gast. Im Rahmen eines neuen ERASMUS-plus-Programms zwischen der OTH Regensburg und der Universität Prishtina absolvieren sie hier ein Auslandssemester im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit.

210 Postkarten zu je 2,50 Euro konnte Blerina Lila verkaufen: Möglich gemacht hatten das die beiden Professorinnen Dr. Ruth Seifert und Dr. Irmgard Schroll-Decker, bei denen die Studentin aus dem Kosovo stets ein offenes Ohr für ihre Anliegen fand. Für Blerina Lila ist es der erste Aufenthalt in Deutschland – und auch die einzige Möglichkeit im Rahmen ihres Studiums ins Ausland zu gehen. Mit ihrem Studienabschluss erhofft sich Blerina Lila nun eine Stelle in einer internationalen Organisation in ihrer Heimat; Beworben hat sie sich bereits beim SOS-Kinderdorf in Prishtina. Den Bedarf an gut ausgebildeten Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen im Kosovo sieht sie genauso wie Prof. Dr. Ruth Seifert.

Auf jeden Fall möchte Blerina Lilia mit ihren erworbenen Kenntnissen dazu beitragen, dass das Kosovo eine Zukunft hat. Denn auch das hat sie in Regensburg gelernt: Was Ausstattung und allgemeine Studienbedingungen betrifft, ist Kosovo längst nicht auf einem vergleichbaren Standard. Und: Als Sozialarbeiterin wird sie sich mit einem Gehalt von monatlich zwischen 400 und 600 Euro zufrieden geben müssen – nichts im Vergleich zu hiesigen Löhnen, für Kosovo allerdings ein sehr guter Verdienst.

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