Durchstarten mit dem eigenen Unternehmen

29.10.2015
Von: Brigitte Kauer

Doppelbelastung "Studium" und "Gründung"? Sebastian Mannes stellt die Realisierung seiner Geschäftsidee im Rahmen der Vortragsreihe des start-up centers der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) vor.

Sebastian Mannes, Studierender der Betriebswirtschaftslehre, referiert über die Gründung seines Unternehmens neben dem Studium. Foto: start-up Center

Sebastian Mannes, Studierender der Betriebswirtschaftslehre, referiert über die Gründung seines Unternehmens neben dem Studium. Foto: start-up Center

Vor rund 90 interessierten Zuhörern referierte Sebastian Mannes im Rahmen der Vortragsreihe des start-up centers über die Umsetzung seiner Geschäftsidee „Black Burrito“. „Etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, das hat mich gereizt“, erklärte der Studierende seine Motivation, sich der Doppelbelastung „Studium“ und „Gründung“ zu stellen.

Der erste Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe des start-up centers im Wintersemester 2015/2016 stieß auf große Resonanz. „Durchstarten mit dem eigenen Unternehmen“ ist das Motto von Sebastian Mannes, der mit der Gründung von Black Burritos seiner Leidenschaft des Kochens Rechnung trägt. Durch seine Auslandsstudienaufenthalte ist er auf die Idee gekommen, kulinarische Köstlichkeiten nach Deutschland zu bringen – in diesem Falle die amerikanisch-mexikanischen Burritos.

Sebastian Mannes gab den Gründungsinteressierten den Rat, klein anzufangen. Er konnte zum Beispiel seine ersten Erfahrungen als Unternehmer durch Auftritte beim diesjährigen Campusfest und beim Streetfood Festival Regensburg sammeln. Ermutigt durch die große Nachfrage bei den Veranstaltungen hat er sich nun entschieden, mittelfristig ein Ladenlokal anzumieten. Eine solide Planung - beispielsweise untermauert durch einen Businessplan – erachtete der Gründer für sehr wichtig.

Sebastian Mannes berichtete aber auch offen über die Herausforderungen, die mit einer Gründung einhergehen. Gerade der Zeitbedarf, der neben dem Studium zu bewältigen ist, sei nicht zu unterschätzen. Aber auch durch Rückschläge dürfe man sich nicht entmutigen lassen.

Bei ihm habe sich zum Beispiel die Lieferantensuche als nicht einfach erwiesen. Neben der Freude, eine eigene Idee umzusetzen ist für Sebastian Mannes die Chance zum persönlichen Wachstum ein Vorteil der Gründung. „Man lernt, mit der eigenen Unsicherheit umzugehen“.

Er gab den Gründungsinteressierten, die gerne selbständig tätig sein würden, aber keine rechte Idee haben, den Tipp, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Man könne auch sein Hobby als Gründungsidee nutzen. „Chancen zur Gründung gibt es viele“ sagte Mannes.

Gerade die Studienzeit biete gute Gelegenheiten für die ersten, vielleicht noch zaghaften Schritte ins Unternehmertum – man könne die Angebote der OTH Regensburg, wie beispielsweise die GROW-FerienAkademie, nutzen, um sich theoretisches Gründerwissen anzueignen, sich vom start-up center coachen lassen oder auch am 5-Euro-Business-Wettbewerb teilnehmen und so die ersten Versuche in Richtung Umsetzung machen. Unter Umständen könne man auch eine Abschlussarbeit über seine eigene Gründung schreiben und auf diese Weise Synergieeffekte nutzen.

„Die Umsetzung einer eigenen Idee macht viel Spaß“, resümierte Sebastian Mannes die zurückliegenden Monate. Die interessierten Zuhörer hatten zahlreiche Fragen an den Gründer. Sie wollten zum Beispiel wissen, wie man eine solide Finanzierung für eine Gründungsidee auf die Beine stellt, es wurde aber auch die Frage nach den Kalorien eines Burritos gestellt.

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