Coaching für den korrekt formulierten englischen Abstract

05.04.2019
Von: Tanja Rexhepaj

Für Prof. Dr. Katherine Gürtler, Professorin für Interkulturelle Kommunikation und Englisch, ist die Lehre die wichtigste Mission an der Hochschule. – Die „Serie: Lehre“ stellt ausgewählte Beispiele aus den acht Fakultäten der OTH Regensburg vor, die einen Einblick in die Vielfalt der Lehre geben.

Prof. Dr. Katherine Gürtler, Professorin für Interkulturelle Kommunikation und Englisch an der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik, trifft sich mit jedem Kursteilnehmenden einzeln, um Feedback zu geben.

Prof. Dr. Katherine Gürtler, Professorin für Interkulturelle Kommunikation und Englisch an der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik, trifft sich mit jedem Kursteilnehmenden einzeln, um Feedback zu geben. Foto: Florian Hammerich, OTH Regensburg

„Die Lehre ist für mich die wichtigste Mission unserer Hochschule.“ Dr. Katherine Gürtler ist Professorin für Interkulturelle Kommunikation und Englisch an der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik. Das dort angesiedelte AW-Sprachenprogramm verantwortet sie als Direktorin. Für die gebürtige US-Amerikanerin ist die Lehre zudem Gegenstand ihrer Forschung: Seit 2016 arbeitet sie mit einem Kollegen der Technischen Hochschule Nürnberg an einem Projekt zur angewandten Kompetenzentwicklung und sprachlichen Berufsbefähigung in Kursen für „Technical English“. 

„OTH Regensburg aktuell“ hat sie in ihrem Blockkurs „Academic Writing“ besucht, der für Studierende des Bachelorstudiengangs International Relations und Management (IRM) verpflichtend ist. Die Teilnehmenden haben unterschiedliche Kompetenzniveaus im Englischen, weshalb Prof. Dr. Gürtler den jeweiligen Kenntnisstand und die individuellen Bedürfnisse besonders berücksichtigt. „Jede/r soll auch ohne perfekte Englischkompetenz sein eigenes kommunikatives Ziel erreichen können.“

Von der Organisation bis zu Feinschliff und Schlusskorrektur

Beim dritten von insgesamt vier Ganztagstreffen im Semester geht es um das korrekte Formulieren eines etwa 200 Wörter umfassenden Abstracts. Prof. Dr. Gürtler geht mithilfe einer Powerpoint-Präsentation strukturiert die einzelnen Arbeitsschritte durch; von der Organisation bis hin zum Feinschliff beziehungsweise zur Schlusskorrektur des Textes. Nicht nur Theorie wird geboten, sondern auch konkrete Anweisungen und Tipps zum Vorgehen.

Die Studierenden stellen ihre Fragen zwischendurch, individuelle Schwierigkeiten werden besprochen. Dazwischen gibt es Hinweise auf entsprechende Übungen, die auf der GRIPS-Plattform bereitgestellt sind. Nicht nur der Unterrichtsgegenstand ist die englische Sprache, auch die komplette Kommunikation läuft auf Englisch; sogar in den Pausen zwischen den 1,5-Stunden-Blöcken unterhalten sich die Studierenden mit ihrer Dozentin auf Englisch.

Individuelles Feedback für alle Studierenden

Prof. Dr. Gürtler ist der persönliche Bezug zu ihren Studierenden sehr wichtig. Mit jedem Kursteilnehmenden trifft sie sich zu einem Gespräch, um individuelles Feedback zu einem bereits verfassten Term Paper zu geben. „In diesen Gesprächen lernen nicht nur die Studierenden, sondern auch ich als Lehrende nehme unheimlich viel mit, insbesondere in Sachen Kompetenzentwicklung.“
Obwohl Prof. Dr. Gürtler gerne auf die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Lehre zurückgreift, betont sie: „Insbesondere die Fremdsprache bleibt eine zwischenmenschliche, kommunikative Kompetenz, die nicht ausschließlich rezeptiv online erlernt werden kann.“ 

Im anstehenden Sommersemester 2019 unterrichtet Prof. Dr. Gürtler zwei ihrer Lieblingskurse: „Im Studiengang IRM halte ich den Kurs ‚Negotiation‘ ab und dazu gebe ich ‚Technical English‘. Schon mit der Anmeldung zu diesem Wahlmodul beweisen die Studierenden ihre Überzeugung, dass sichere Englischkenntnisse für ihre Zukunft wichtig sind.“ 

Dieser Beitrag erschien auf Seite 2 der Ausgabe 01/2019 von „OTH Regensburg aktuell“.

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