BOS-Schüler krempeln mit Mathematik Busverbindungen um

21.11.2012
Von: Sabrina Hildebrand

Das Kooperationsprojekt zwischen der Fakultät Informatik und Mathematik der Hochschule Regensburg (HS.R) und den beruflichen Oberschulen (BOS) aus Regensburg und der Region ist ein voller Erfolg.

Seminarprojekt der Hochschule Regensburg mit BOS-Schülern

Seminarprojekt der Fakultät Informatik und Mathematik mit BOS-Schülern.

Dass man mit Hilfe mathematischer Berechnungen den Busfahrplan einer gesamten Stadt optimieren kann, bewiesen Karl-Benedikt Edenhofer und Maximilian Säurig, Schüler der 13. Klasse der BOS Straubing. Sie präsentierten am 18. Oktober 2012 an der Hochschule Regensburg die Ergebnisse ihrer Seminararbeit, die im Rahmen einer Kooperation zwischen der Fakultät Informatik und Mathematik und ihrer Schule entstanden ist.

Nach vielen Stunden Feldforschung mit akribischen Messungen und Berechnungen kommen die Schüler in ihrer Arbeit zu dem Ergebnis, dass sich die Busanbindungen in ihrer Heimatstadt an Samstagen wesentlich effizienter und ressourcensparender gestalten ließen, als es momentan der Fall ist. Zu dem entwickelten sie eine völlig neue Nachtbuslinie, von der Jugendliche und Verkehrsbetriebe gleichermaßen profitieren könnten, so die Schüler.

Mathematikprofessor Dr. Roland Hornung unterstütze "als Pate" die Schüler bei ihrem Seminarprojekt. In Sitzungen an der Hochschule beriet er die Seminaristen und gab Tipps zur Ausarbeitung. Eine Tutorin leistete bei Berechnungen im Mathelabor Hilfestellung. Besonderen Dank sprachen die Schüler ebenfalls ihrem Seminarlehrer, Siegfried Gebendorfer, aus, von dem sie sich im Arbeitsprozess stets beraten und unterstützt fühlten.

Neben Schülern und Schülerinnen und Lehrkräften der beruflichen Oberschulen aus Kelheim, Schwandorf und Regensburg saßen die Vertreter der Fakultät im Auditorium. Die Seminararbeiten mit Abgabetermin im Januar 2013 werden in Kooperation mit der Fakultät entstehen. Beide Seiten nutzten die Gelegenheit Fragen an die Referenten und die Professorenschaft zu stellen und sich untereinander auszutauschen.

Die Lehrkräfte der Berufsoberschulen stellten dem laufenden Kooperationsprojekt ein positives Zeugnis aus. Die Zusammenarbeit mit der Fakultät Informatik und Mathematik sei sehr gut. Man fühle sich stets von der beteiligten Professorenschaft und den Tutoren unterstützt und die Schüler kämen gut mit den Arbeiten voran, so die einhellige Meinung. Für Februar wurde ein weiteres Treffen an der HS.R. vereinbart. Dann sollen die übrigen Schüler die Gelegenheit bekommen, ihre bis dahin fertigen Arbeiten zu präsentieren.

Einziger Wehmutstropfen an der aktuellen Arbeit von Maximilian Säurig und Karl-Benedikt Edenhofer war die Reaktion der Straubinger Stadtwerke. "Es ist leider nicht klar, ob die Straubinger Stadtwerke den Entwurf der Schüler je in Erwägung ziehen werden", so Lehrer Siegfried Gebendorfer.

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