Auf Augenhöhe beim Mentoring-Programm

31.10.2018
Von: Anna-Maria Kokolo

Zum Wintersemester 2018/2019 startet das Mentoring-Programm von CampusAsyl, an dem rund 30 Studierende der OTH Regensburg beteiligt sind, bereits in die siebte Runde. Neben aller praktischen Hilfe geht es besonders um eine Begegnung auf Augenhöhe.

Im Rahmen des Mentoring-Programms von CampusAsyl in Regensburg finden regelmäßige Treffen und Unternehmungen statt.

Im Rahmen des Mentoring-Programms von CampusAsyl in Regensburg finden regelmäßige Treffen und Unternehmungen statt.

Neben der fachlichen, sprachlichen und bürokratischen Unterstützung geht es bei diesem Programm vor allem darum, Barrieren abzubauen und Freundschaften entstehen zu lassen - etwa beim gemeinsamen Kegeln.

Neben der fachlichen, sprachlichen und bürokratischen Unterstützung geht es bei diesem Programm vor allem darum, Barrieren abzubauen und Freundschaften entstehen zu lassen - etwa beim gemeinsamen Kegeln. Fotos: Theresa Märkl

Seit dem Wintersemester 2015/2016 bringt das Mentoring-Programm von CampusAsyl geflüchtete Studienanfängerinnen und -anfänger sowie studienerfahrene Mentorinnen und Mentoren von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und der Universität Regensburg zusammen. Es geht nicht nur um eine Unterstützung der Geflüchteten; es geht um Begegnung auf Augenhöhe.

Nachdem im Sommersemester 2018 zirka 75 Personen, davon rund 30 Studierende der OTH Regensburg, am Programm teilgenommen hatten, startet das Mentoring-Programm zum Wintersemester 2018/2019 bereits in die siebte Runde. Wie jedes Semester lernen sich Mentorinnen, Mentoren und Mentees bei einer großen Auftaktveranstaltung im Studierendenhaus der OTH Regensburg kennen und bilden Tandems aus je einem Mentee und ein oder zwei Mentorinnen beziehungsweise Mentoren. 

Regelmäßige Treffen und Unternehmungen

Diese Tandems treffen sich regelmäßig. Zudem finden im Lauf des Semesters auch Veranstaltungen für alle statt, die von den Teilnehmenden selbst geplant werden. Im letzten Jahr wurden Bouldern und Schlittschuhlaufen organisiert, aber auch Ausflüge mit dem Schiff zur Walhalla oder nach München ins Deutsche Museum, eine Wanderung rund um Tegernheim, gemeinsames Grillen und viele spannende Veranstaltungen mehr standen auf dem Programm. 

Ziel des Projekts ist es, Studierenden mit und ohne Fluchthintergrund eine Begegnung auf Augenhöhe zu ermöglichen. Es geht also neben der fachlichen, sprachlichen und bürokratischen Unterstützung, die die Mentorinnen und Mentoren ihren Mentees geben, vor allem darum, Barrieren und Vorurteile abzubauen und Freundschaften entstehen zu lassen. 

Anbindung an die Hochschule ist Teil des Projekts

Auch die Anbindung an die OTH Regensburg ist ein fester Bestandteil des Projekts. Durch eine studentische Hilfskraft, die über das Akademische Auslandsamt aus Geldern des DAAD-Projekts „WELCOME – Studierende engagieren sich für Flüchtlinge“ finanziert wird, ist die Durchführung an der OTH Regensburg erst möglich. Auch wissenschaftlich ist das Projekt angebunden. Im letzten Sommersemester evaluierten Studierende des Masterstudiengangs Human Resource Management im Rahmen eines Seminars das Programm und eine Studentin der Vergleichenden Kulturwissenschaft schrieb ihre Bachelor-Arbeit darüber. 

Außerdem besuchte Sabine Pusch, die im Rahmen des „Campus Magazins“ von ARD alpha zwei Projekte von CampusAsyl begleitete, das Projekt im Sommersemester 2018. Sie traf sich mit Mentorin Nathalie und Mentee Karim, die bereits das zweite Semester an diesem Projekt mitmachen. „Wir sind eigentlich nicht so wie ein Mentor und Mentee, sondern einfach wie Freunde“, sagt Karim. „Ich find’s super, dass ich einen neuen Freund kennengelernt habe“, pflichtet Nathalie ihm bei, „und es ist einfach schön, mal andere Perspektiven zu hören.“ – Der Beitrag von Sabine Pusch, gesendet am 3. Mai 2018, ist auf den Seiten des Bayerischen Rundfunks zu finden.

Ausblick

Das Mentoring-Programm von CampusAsyl wird es auch im kommenden Sommersemester 2019 erneut geben. Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind auf den Seiten von CampusAsyl nachzulesen.

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