12. Mobilitätsworkshop stößt auf großes Interesse

30.10.2018
Von: Prof. Andreas Appelt

Kommunaler Straßenbau und nachhaltiges Bauen – das waren die Schwerpunkte beim „12. Regensburger Mobilitätsworkshop“, den die Fakultät Bauingenieurwesen mit der Autobahndirektion Südbayern und dem Informationszentrum Beton organisierte.

Ein kleines Dankeschön für die Referentin und die Referenten. Von links: Prof. Andreas Appelt, Rüdiger Schemm, Dr.–Ing. Robert Bachmann, Dipl.-Ing. Michael Kispert, Dipl.–Ing. Tanja Tschernack, Dipl.–Ing. Christian Unzner.

Ein kleines Dankeschön für die Referentin und die Referenten. Von links: Prof. Andreas Appelt, Rüdiger Schemm, Dr.–Ing. Robert Bachmann, Dipl.-Ing. Michael Kispert, Dipl.–Ing. Tanja Tschernack, Dipl.–Ing. Christian Unzner.

Prof. Andreas Appelt und der Leitende Baudirektor Christian Unzner begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „12. Mobilitätsworkshops“ an der OTH Regensburg.

Prof. Andreas Appelt und der Leitende Baudirektor Christian Unzner begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „12. Mobilitätsworkshops“ an der OTH Regensburg. Fotos: Michael Giebisch

Am 16. Oktober 2018 fand der „12. Regensburger Mobilitätsworkshop“ an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) zu aktuellen Themen im Bereich Betonstraßenbau statt. Schwerpunkt der Veranstaltung, die gemeinsam von der OTH Regensburg, Fakultät Bauingenieurwesen, der Autobahndirektion Südbayern und dem Informationszentrum Beton organisiert wurde, waren in diesem Jahr Themen aus dem Bereich des kommunalen Straßenbaus sowie des nachhaltigen Bauens. 

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse. Und so konnten im „Haus der Technik“ insgesamt 53 Fachteilnehmerinnen und -teilnehmer aus dem Bereich Straßenbau, und zwar von Landkreisen, Kommunen, staatlichen Bauämtern und dem Hochschulbereich, begrüßt werden.

Dipl.–Ing. Wolfgang Schwenk, Bauberater bei der Schwenk Zement KG, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zum Thema „Recyclingbeton – Ökobeton oder Unsinn?“. Hierbei erläuterte er anschaulich, dass nachhaltiges Handeln im Baubereich dann an Grenzen stößt, wenn am Markt natürliche Rohstoffe günstiger verfügbar sind als Recyclingmaterial. Gleichzeitig wurden Anregungen gegeben, wie eine verstärkte Wiederverwendung von Baustoffen umgesetzt werden kann.

„White Topping“: spannend für kommunale Projekte

Anschließend berichtete Dr.–Ing. Robert Bachmann, Projektmanager Infrastruktur bei der Heidelberger Cement AG, über erste Erfahrungen mit „White Topping“ bei Kreisverkehren. „White Topping“, eine Bauweise, bei der bestehende Fahrbahnbefestigungen mit ausreichender Restnutzungsdauer mit dünnen Betonschichten überbaut werden, ist insbesondere im kommunalen Bereich interessant. Die besondere Eignung von Beton als Fahrbahnbefestigung bei Kreisverkehren wurde anschaulich dargestellt. Ergänzt wurde der Vortrag durch aktuell in Regensburg ausgeführte „White Topping“-Projekte im Bereich von Bushaltestellen.

Mit einem gemeinsamen Vortrag von Dipl.–Ing. Tanja Tschernack von der Villaret Ingenieurgesellschaft und Dipl.-Ing Michael Kispert von der Stelcon GmbH wurde die Veranstaltung nach einer Pause fortgesetzt. Dabei ging es insbesondere um die Fertigteilbauweise für Instandsetzungen und Erneuerung kommunaler Verkehrsflächen. Berichtet wurde über Ergebnisse aus aktuellen Forschungsvorhaben im Bereich der Fertigteilbauweise. Zielsetzung ist hierbei, die bestehenden Zeitnachteile der Betonbauweise im Bereich der Bestandserhaltung durch den Einsatz von Fahrbahnfertigteilen zu minimieren. Der aktuelle Stand der technologischen Entwicklung wurde anschaulich dargestellt und es konnten interessante Einsatzbereiche dieser Bauweise aufgezeigt werden.

Zum Abschluss stand ein Vortrag von Dipl.-Ing. (FH) Markus Danzer von der Autobahndirektion Südbayern, Dienststelle Regensburg, auf dem Programm, der über einen im Jahr 2017 ausgeführten Kreisverkehr in Betonbauweise mit Glasfaserbewehrung berichtete.

Eine Plattform für fachlichen Austausch schaffen

Das Ziel des Workshops, mit Themen rund um den Betonstraßenbau Baufachleute aus Ämtern, Behörden und in diesem Jahr insbesondere aus dem kommunalen Bereich über aktuelle und innovative Entwicklungen zu informieren, ging auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten angeregt über die einzelnen Fachthemen. Eine Fortführung der Veranstaltung im Jahr 2019 wurde bereits vereinbart.

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