119.000 Euro Fördermittel: Ein Auto, das sich selbst regelt

31.05.2013
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Ein Auto, das wichtige Einstellungen an seinen Regelungsfunktionen selbst vornehmen kann: daran forschen derzeit das Labor Regelungstechnik und das Labor Robotik der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Regensburg (HS.R). Das Forschungsprojekt der Hochschule Regensburg bekommt 119.000 Euro Förderung.

Für ihr Projekt ACES (Integrated Adaption of Linear Controllers for Embedded Systems) hat das Team um Prof. Dr.-Ing. Ralph Schneider und Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlegl, beide von der Fakultät Maschinenbau, für einen Zeitraum von zwei Jahren Fördermittel des Förderprogramms Informations- und Kommunikationstechnik vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie in Höhe von 119.000 Euro bewilligt bekommen.

Projektträger ist die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, München. Mit im Boot ist die Regensburger Firma AVL Software and Functions GmbH, die breite Erfahrung in der Steuerung und Regelung automotiver Antriebe in das Projekt einbringt und die Ergebnisse des Projekts in ihre Produkte integrieren will.

Nach jetzigem Stand der Technik werden Regler im Auto, wie beispielsweise die Regler der Kraftstoffventile, manuell eingestellt. Dabei wird stets eine gewisse Reserve vorgehalten, die es ermöglicht, dass die Regler auch bei veränderter Umgebung oder mit gealterten Komponenten noch funktionieren.

"Diese vorgehaltene Reserve kann jedoch zu höheren Emissionen führen", sagt Dr. Christian Roduner von der Firma AVL. Ein entsprechendes Verfahren zur selbstständigen Einstellung von Reglern würde es ermöglichen, Auswirkungen wie die Alterung oder herstellungsbedingte Unterschiede zwischen Komponenten zu kompensieren. Letztlich wäre dadurch ein geringerer Kraftstoffverbrauch zu erzielen.

"Das Projekt ACES zeigt, wie sich ein erfolgreicher Technologietransfer zwischen der Hochschule Regensburg und innovativen Unternehmen der Region gestalten kann", so Prof. Dr.-Ing. Ralph Schneider. "Dabei werden komplexe wissenschaftliche Methoden angepasst und in die technische Praxis transferiert, um deutliche Verbesserungen der Qualität von automotiven Steuerungs- und Regelungsfunktionen zu erzielen", sagt Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlegl.

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