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Pflege-Roboter im Test: TePUS-Projekt der OTH Regensburg sucht Freiwillige

10.06.2021
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Können technische Assistenzsysteme Schlaganfallpatient*innen helfen? Das untersuchen Prof. Dr. Karsten Weber und sein Team. Gesucht werden neben Freiwilligen für die Erprobung eines Roboters auch Studienteilnehmer*innen für eine Online-Umfrage.

Im TePUS-Projekt werden auch mobile Roboter eingesetzt, die in der Lage sind, eine Person in der Wohnung zu begleiten.

Im TePUS-Projekt werden auch mobile Roboter eingesetzt, die in der Lage sind, eine Person in der Wohnung zu begleiten. Foto: Manntau/Marco Linke

Ein Schlaganfall kann jeden treffen – in Bayern sind es alljährlich etwa 50.000 Menschen, die dieses Schicksal erleiden. Patient*innen, die aus der Klinik in ihr häusliches Umfeld zurückkehren, brauchen häufig noch Pflege- und Therapiemaßnahmen. Das Projekt "DeinHaus 4.0 TePUS: Telepräsenzroboter für die Pflege und Unterstützung von Schlaganfallpatient*innen" der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) untersucht, ob ihnen dabei technische Assistenzsysteme helfen können. Leiter des Projekts ist Prof. Dr. Karsten Weber, Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung an der OTH Regensburg. Er und sein interdisziplinäres Forschungsteam suchen ab sofort Testpersonen: Zum einen Schlaganfallpatient*innen, die einen Roboter zuhause für einen Zeitraum von etwa sechs Monaten ausprobieren wollen, zum anderen Studienteilnehmer*innen für eine Online-Umfrage. Der Fragebogen richtet sich sowohl an Schlaganfall-Betroffene, als auch an deren Angehörige sowie an das Pflege- und Therapiepersonal.

Wissenschaftliche Begleitung und praktische Unterstützung

„In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir, welche Erfahrungen Menschen nach einem Schlaganfall mit einem Telepräsenzroboter zuhause machen“, sagt Prof. Dr. Weber. Er betont, dass den Testpersonen jederzeit wissenschaftliche Begleitung und praktische Unterstützung zur Seite stehe. „Abhängig vom jeweiligen Versorgungsbedarf haben die Schlaganfallpatient*innen über die Roboter die Möglichkeit, unterschiedliche Anwendungen aus den Bereichen Pflege, Physiotherapie und Logopädie über Video wahrzunehmen. Auch eine Videosprechstunde mit Therapeut*innen ist beispielsweise möglich“, erklärt Prof. Dr. Weber. Außerdem stehen verschiedene Apps zum Eigentraining bereit. Die Proband*innen bekommen die Roboter nachhause geliefert und werden dort in die Technik eingewiesen. Um die sensiblen Gesundheitsdaten der Schlaganfallpatient*innen zu schützen, haben Mitarbeiter*innen des Labors eHealth unter der Leitung von Prof. Dr. Georgios Raptis ein umfassendes Datenschutzkonzept für das Projekt entwickelt und mit dem Datenschutzbeauftragten der OTH Regensburg abgestimmt.

Interessierte Personen haben die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme per E-Mail an befragung(at)deinhaus40.de oder telefonisch unter (0941) 943 5250 (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr). Weitere Informationen gibt es online. In der dortigen Mediathek erscheinen in loser Folge Podcast-Episoden zu verschiedenen Themen des Projekts.

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