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Wie macht man die Stromnetze fit für die Energiewende?

12.04.2018
Von: Ulrike Mayer, M.Sc.

Die Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) forschte zu diesem Thema für die Deutsche Energie-Agentur und brachte dazu zwei Studien heraus.

Mit zwei Studien, die sich mit der Frage befassen, wie sich die Stromnetze fit für die Energiewende machen lassen, unterstützte FENES die Deutsche Energie-Agentur.

Mit zwei Studien, die sich mit der Frage befassen, wie sich die Stromnetze fit für die Energiewende nutzen lassen, unterstützte FENES die Deutsche Energie-Agentur. Foto: Prof. Dr. Oliver Brückl

Um die Stromnetze fit für die Energiewende zu machen, unterstützten Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl und sein Team der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) im vergangenen Jahr 2017 die Deutsche Energie-Agentur (dena) bei der Forschung an zwei zukunftsweisenden Themen. Zusammen mit der von der dena initiierten Plattform Systemdienstleistungen, der Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Netzbetreiber und aus den Bereichen Vermarktung, Betrieb und Projektierung von Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) angehören, wurden Untersuchungen auf den Themengebieten Blindleistung und Regelleistung angefertigt.

Bereitstellung von Blindleistung

Mit dem Fortschreiten der Energiewende gewinnen dezentrale Erzeugungsanlagen zunehmend an Bedeutung für die Stabilität des Netzes und müssen immer mehr Aufgaben der konventionellen Erzeugungsanlagen übernehmen. Dies betrifft auch die Bereitstellung von Blindleistung.

Die Studie „Entwicklung einer Verfahrensweise zur quantitativen Bewertung verschiedener Blindleistungsbereitstellungsoptionen“ befasst sich mit der Fragestellung, welche Kosten bei der Erzeugung von Blindleistung durch die Nutzung verschiedenster Technologien zukünftig allgemein entstehen können. Mittels der Nachbildung und Simulation eines realen Mittelspannungsnetzes konnten außerdem beispielhaft die volkswirtschaftlichen Kosten der verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt werden. 

Bereitstellung von Regelleistung

Um auf konventionelle Erzeugungsanlagen zukünftig vollständig verzichten zu können, müssen die EE-Anlagen außerdem auch Regelleistung bereitstellen können. Gleichzeitig werden EE-Anlagen im Rahmen der Einspeisespitzenkappung immer häufiger abgeregelt, da durch den verzögerten Netzausbau die produzierte Energie nicht vollständig übertragen werden kann. Mögliche Konflikte sowie erste Lösungsmöglichkeiten des Zusammenspiels von Regelleistungsbereitstellung und der Spitzenkappung von dezentralen Erzeugungsanlagen wurden in der Studie „Wechselwirkungen zwischen Regelleistungserbringung und Netzengpässen im Verteilnetz“ untersucht.

Unterstützt wurde die FENES bei der Anfertigung der Studien vom Regensburg Center of Energy and Resources (RCER) und dem Institut für Netz- und Anwendungstechnik GmbH (INA).

Die vollständigen Studien sind unter den folgenden Links abrufbar: 

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