OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de Aktuelles von der OTH Regensburg en-gb Thu, 21 Jan 2021 11:40:11 +0100 Thu, 21 Jan 2021 11:40:11 +0100 TYPO3 EXT:news news-14854 Tue, 19 Jan 2021 08:36:00 +0100 Studierende der Fakultät Maschinenbau verleihen "Preis für gute Lehre" https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/studierende-der-fakultaet-maschinenbau-verleihen-preis-fuer-gute-lehre.html Die Studierenden der Fakultät Maschinenbau haben entschieden: Für ihr Modul "Präsentation und Moderation" erhielt Dr. Karin Herzog den "Preis für gute Lehre". Damit geht der Preis erstmals an eine Lehrkraft für besondere Aufgaben. Dr. Karin Herzog von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) erhält für das Wintersemester 2020/2021 den "Preis für gute Lehre" der Fakultät Maschinenbau für ihre besonders gute Lehre im Modul "Präsentation und Moderation". Die Auszeichnung wird jährlich von den Studierenden vergeben.

Preis geht erstmals an Lehrkraft für besondere Aufgaben

Ausgezeichnet wird Dr. Herzog für ihre bereits seit Jahren besonders gut bewertete Lehre im Modul "Präsentation und Moderation", ein Modul, das sie studiengangübergreifend an der Fakultät Maschinenbau lehrt. Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Briem, überreichte ihr zusammen mit dem Studiendekan der Fakultät, Prof. Dr. Andreas Wagner, und dem Studierendenvertreter Johannes Wagner am 12. Januar 2021 die Urkunde. Dieser Preis ist mit einer Summe von 500 Euro dotiert. Das Besondere an der diesjährigen Verleihung war, dass mit Dr. Herzog zum ersten Mal eine Lehrkraft für besondere Aufgaben ausgezeichnet wurde.

Die Studierenden bewerten jede Lehrveranstaltung der Fakultät im Abstand von zwei Jahren. Dafür erhalten sie gegen Semesterende einen Evaluationsbogen, in dem sie ihre Dozent*innen bewerten können. Studiendekan Prof. Dr. Wagner wertet die Ergebnisse aus und schlägt der Studierendenvertretung der Fakultät einige Professor*innen vor, die besonders gute Ergebnisse erzielt haben. Die Studierendenvertretung entscheidet dann, wer den "Preis für gute Lehre" der Fakultät Maschinenbau erhalten soll.

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Nachrichten (Studierendenvertretung) Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-14834 Thu, 14 Jan 2021 07:51:00 +0100 Podiumsdiskussion der Regensburg School of Digital Sciences zu Big Data https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/podiumsdiskussion-der-regensburg-school-of-digital-sciences-zu-big-data.html Kann man je zu viele Daten erheben? Und wie sie gewinnbringend einsetzen? Bei einer Podiumsdiskussion der RSDS konnten die Hochschulangehörigen der OTH Regensburg drei Expert*innen zu Big Data befragen. Am 21. Dezember 2020 lud die Regensburg School of Digital Sciences (RSDS) die Hochschulangehörigen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) zu einer virtuellen Podiumsdiskussion zum Thema Big Data ein. Rund 140 Studierende, Mitarbeiter*innen und Professor*innen folgten der Einladung. Auf dem Podium nahmen Prof. Dr. Ulrike Plach, Professorin für Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation, Prof. Dr. Markus Goldhacker, Professor für Data Science in der Automatisierungstechnik und Predictive Maintenance, und Prof. Dr. Thomas Kriza, Professor für Digitalisierung, Technologiefolgen und angewandte Ethik – ebenfalls von der OTH Regensburg –, Platz.
 
Big Data unter ethischen Aspekten

Der Begrüßung von Prof. Dr. Markus Heckner, dem Beauftragten der Hochschulleitung für die Regensburg School of Digital Sciences, folgte ein kurzer Einblick in die Aufgaben und das Angebot der RSDS. Hieran schloss sich ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Thomas Kriza über die ethischen Gesichtspunkte von Big Data an. Prof. Dr. Kriza ging dabei auf die statistische Mustererkennung bei scheinbar banalen digitalen Daten wie Facebook-Likes und Porträtfotos ein und stellte unter anderem das Ergebnis einer Studie vor, nach der ein Facebook-Like bei Curly Fries ein Indikator für hohe Intelligenz sei. Mit seinem Vortrag zeigte er auf, in welches Spannungsverhältnis die technischen Möglichkeiten und die ethischen Grundsätze schnell geraten können.

Dieses Thema beschäftigte auch das Publikum in der anschließenden Fragerunde besonders. Über das Internet und Open-Source-Projekte kann man heutzutage recht einfach und legal auf eine Vielzahl an Daten zugreifen. „Eigentlich eine tolle Sache“, findet Prof. Dr. Goldhacker. So könne beispielsweise die Forschung im Gesundheitswesen von Big Data profitieren. „Als sehr plakatives Beispiel wäre zum Beispiel das Human Connectome Project zu nennen, das Terrabytes an Gehirnscans zur freien Verfügung stellt“, so Prof. Dr. Goldhacker weiter. Während aus technischer Sicht eigentlich nie zu viele Daten vorliegen können, weil das Ziel der Datenanalyse zu Beginn einer Untersuchung offen sei, stehe aus ethischer Perspektive viel mehr die Frage im Mittelpunkt, woher die Daten kommen und wie sie verwendet werden. 

Hindernis technischer Innovationen oder Schutz der Privatsphäre?

Prof. Dr. Kriza stellte in seinem Vortrag die Frage: „Wie bewahren wir den Kern unserer fundamentalen ethischen Prinzipien im Zeitalter der Digitalisierung?“ Dass sich auch das Publikum über einen zu laschen Umgang mit Daten Gedanken macht, zeigten verschiedene Fragen - so etwa danach, wie man diejenigen Mitglieder unserer Gesellschaft aufklären könne, die noch nicht wissen, welchen Einfluss die Verarbeitung von Big Data auf ihre individuellen Daten hat.

Hier verwies Prof. Dr. Kriza auch auf die DSGVO. Die Datenschutz-Grundverordnung (kurz: DSGVO) der Europäischen Union trat 2018 zum Schutz vor der unrechtmäßigen Verarbeitung personenbezogener Daten in Kraft. Worin einige eine Hemmschwelle für technische Innovationen sehen, sehen andere den Schutz unserer Privatsphäre.
 
Chancen und Risiken von Big Data

Sicherlich bringt die Verarbeitung von Big Data einige Risiken mit sich, vor allem dann, wenn unrechtmäßig erworbene personenbezogene Daten monetarisiert werden. In diesem Zusammenhang soll noch einmal auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit individuellen Daten hingewiesen werden.

Aber Big Data birgt auch Chancen, die es richtig zu nutzen gilt. Das Fazit von Prof. Dr. Plach lautet deshalb: „Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist vor allem eine gute Aufbereitung der vorhandenen Datenmengen zielführend, dann sind diese ein wahrer Schatz für Unternehmen und helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.“ Die neuen Technologien und Themenbereiche – zu denen auch Big Data gehört – eröffnen uns spannende Felder, in denen es sich ethisch reflektiert, aber kreativ auszuleben gilt.

Mit den Kursen der RSDS kann man tiefer in das Thema Digitalisierung eintauchen: Dazu bietet die School im Sommersemester 2021 zum Beispiel Lehrveranstaltungen rund um Data Science oder zu ethischen Fragen in einer technischen Welt an. Das Kursangebot wird zeitnah auf der Website der RSDS veröffentlicht.

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Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau Nachrichten-Fakultät-Betriebswirtschaft Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Natur-und-Kulturwissenschaften
news-14766 Mon, 11 Jan 2021 08:25:00 +0100 Forschungsprojekt befasst sich praxisnah mit Additive Manufacturing https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/forschungsprojekt-befasst-sich-praxisnah-mit-additive-manufacturing.html Wie kann man die mechanischen Eigenschaften von additiv gefertigten Metallstrukturen vorhersagen und so deren Design optimieren? Damit befasst sich ein laborübergreifendes Projekt an der Fakultät Maschinenbau. Additive Manufacturing (AM), oft auch als 3D-Druck bezeichnet, ist eine schnell expandierende Technologie mit großem Potenzial für die Herstellung komplexer, kosteneffizienter Produkte mit verbesserten Designmöglichkeiten. Derzeit hat sich die AM jedoch noch nicht als praktische und robuste Alternative für die konventionelle Herstellung von tragenden und sicherheitsrelevanten Strukturen etabliert. Einer der Gründe dafür ist das Fehlen von Methoden zur Vorhersage des Strukturverhaltens, die für die Konstruktion von AM-Metallkomponenten unerlässlich ist. Dies stellt ein großes Hindernis für viele Industriezweige dar, die AM zur Herstellung von tragenden Metallkomponenten einsetzen wollen. 

Eine der Herausforderungen liegt vor allem im fehlenden Verständnis und der Verknüpfung von Mikrostruktur- und Materialeigenschaften der AM-Bauteile. Die bestehenden Designrichtlinien für die konventionell hergestellten Strukturen sind deshalb ohne Berücksichtigung detaillierter Kenntnisse über das Eigenschaftsprofil nicht direkt auf AM-Strukturen übertragbar. 

Entwicklung einer zuverlässigen Vorhersage des mechanischen Verhaltens von AM-Strukturen

Genau hier setzt das Forschungsprojekt PreStige der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) unter der Leitung von Prof. Dr. Aida Nonn (Computational Mechanics and Materials Lab, Fakultät Maschinenbau) an. Am Technologie-Campus Neustadt an der Donau arbeitet ihre Forschungsgruppe an der Entwicklung einer neuartigen Methodik zur zuverlässigen, robusten und effizienten Vorhersage des mechanischen Verhaltens von AM-Strukturen und legt somit einen grundlegenden Baustein zur Ausweitung des Einsatzes von AM auf sicherheitsrelevante Anwendungen.

Unter Anwendung fortgeschrittener experimenteller Methoden und mikromechanischer Modellierungsansätze werden dabei quantitative Zusammenhänge zwischen der Mikrostruktur und den mechanischen Eigenschaften des AM-Werkstoffs abgeleitet. Mittels numerischer Modelle können so verschiedene „Was wäre wenn?“-Szenarien in Abhängigkeit von unterschiedlichen Werkstoffen, Geometrien und Belastungsbedingungen leicht bewertet und virtuell getestet werden, bevor die AM-Produkte tatsächlich hergestellt werden. 

Neben physikalisch-basierter Modellierung werden zudem fortschrittliche, datenbasierte Modellierungsansätze der künstlichen Intelligenz (u. a. Deep Learning) angewandt, die dank der umfassenden Analyse experimenteller und numerischer Daten neue Erkenntnisse über die Mikrostruktur-Eigenschaft-Beziehungen ermöglichen. Die entwickelte Methodik aus PreStige könnte unter anderem Zertifizierungs- und Qualifizierungsverfahren von AM-Produkten erleichtern sowie Kosten und Dauer zur Optimierung sicherheitsrelevanter AM-Strukturen reduzieren.

Das Kooperationsprojekt wird zum einen durch den Praxispartner FIT AG, einen führenden Spezialisten im Bereich der additiven Fertigung, und seitens der klinischen Expertise vom Universitätsklinikum Regensburg unterstützt.

Förderung und Durchführung des Forschungsprojekts PreStige

Das Forschungsvorhaben wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit einem Fördervolumen von 243.345 Euro für die Projektdauer von 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 gefördert.

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Nachrichten-Forschung Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-14795 Tue, 15 Dec 2020 08:13:00 +0100 Vizepräsidentenposten der OTH Regensburg neu besetzt https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/vizepraesidentenposten-der-oth-regensburg-neu-besetzt.html Die Vizepräsident*innen der OTH Regensburg für die nächsten drei Jahre stehen fest: Prof. Dr. Ralph Schneider und Prof. Dr. Klaudia Winkler wurden in ihren Ämtern bestätigt; neu gewählt ist Prof. Dr. Oliver Steffens. Die Vizepräsident*innen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) für die nächsten drei Jahre stehen seit der Auszählung durch den Wahlleiter, Kanzler Peter Endres, am 14. Dezember 2020 fest: Per Briefwahl hat der Hochschulrat Prof. Dr. Klaudia Winkler und Prof. Dr. Ralph Schneider in ihren Ämtern bestätigt. Neu gewählt wurde Prof. Dr. Oliver Steffens. Der bisherige Vizepräsident für Internationales, Prof. Dr. Thomas Fuhrmann, stellte sich nicht mehr zur Verfügung, da er sich anderen Aufgaben widmen möchte.

Die Aufgaben teilen sich die gewählten Vizepräsident*innen in der neuen Amtsperiode, die am 15. März 2021 beginnt und am 14. März 2024 endet, folgendermaßen auf:

  • Prof. Dr. Klaudia Winkler (Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften) ist zuständig für die Bereiche Berufungen, Weiterbildung und Gesundheit.
  • Prof. Dr. Ralph Schneider (Fakultät Maschinenbau) verantwortet die Bereiche Studium und Lehre, Qualitätsmanagement und Organisation sowie Digitalisierung in der Lehre.
  • Prof. Dr. Oliver Steffens (Fakultät Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften) übernimmt künftig die Bereiche Internationalisierung in Lehre und Forschung sowie Angewandte Forschung und Entwicklung. Er lehrt seit März 2010 an der OTH Regensburg Halbleiterphysik und Bauphysik und ist seit 2016 Dekan der Fakultät Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften. In seiner Vorstellung vor dem Hochschulrat bewarb er sich als „Brückenbauer, Botschafter und Navigator für Forschung und Internationalisierung an der OTH Regensburg“.

Im Namen des Hochschulrats dankte dessen Vorsitzender Dr. Georg Haber dem scheidenden Vizepräsidenten Prof. Dr. Thomas Fuhrmann für seine Verdienste. Er habe in den vergangenen beiden Amtsperioden in seinem Geschäftsbereich „sehr viele neue Impulse“ setzen können. Insbesondere den Ausbau der Hochschulpartnerschaften vor allem im asiatischen Raum habe er maßgeblich vorangetrieben sowie das Gastdozentenprogramm weiterentwickelt. Der Dank des Vorsitzenden galt auch Prof. Dr. Klaudia Winkler und Prof. Dr. Ralph Schneider für deren Engagement und Bereitschaft, eine weitere Amtsperiode an der Entwicklung der OTH Regensburg mitzuwirken.

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Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Sozial-und-Gesundheitswissenschaften Nachrichten-Fakultät-Angewandte-Natur-und-Kulturwissenschaften
news-14758 Mon, 14 Dec 2020 08:00:00 +0100 Neuartige Herstellung industriell eingesetzter Leichtbaustrukturen https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/neuartige-herstellung-industriell-eingesetzter-leichtbaustrukturen.html Für einen neuartigen Herstellungsprozess von industriell eingesetzten Leichtbaustrukturen wurde im September 2020 das Projekt "AdWinT" gestartet. An der Forschung maßgeblich beteiligt ist das Labor Faserverbundtechnik der OTH Regensburg. Leichtbaustrukturen aus faserverstärkten Kunststoffen spielen in der Industrie eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, bewegte Massen bei gleichzeitiger Erreichung der mechanischen Anforderungen zu reduzieren. Die vergleichsweise hohen Kosten in der Fertigung vermeiden aber oftmals einen Einsatz von Faserverbunden in Industrieanwendungen. Das Forschungsprojekt "AdWinT – Advanced Winding of Thermoplastic Composites" des Bereichs Leichtbau des Technologie-Campus Neustadt an der Donau hat sich zum Ziel gesetzt, einen neuartigen Fertigungsprozess im industriellen Maßstab zu entwickeln, der einerseits die Materialkosten senkt und dazu noch recyclebare Bauteile erzeugt.

Seit September 2020 forschen das Labor Faserverbundtechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) unter Leitung von Prof. Dr. Ingo Ehrlich und der Kooperationspartner HÄHL GmbH im Projekt "AdWinT – Advanced Winding of Thermoplastic Composites" an einem industrienahen Filament-Winding-Verfahren zur Fertigung faserverstärkter Kunststoffrohre für den Einsatz als Walzen in der Kunststofffolien-, Papier- und Druckindustrie oder als Antriebswellen bei Windenergieanlagen beziehungsweise maritimen Anwendungen.

Nachteile im Sinne der Nachhaltigkeit

Derzeit werden, meist aufgrund der einfachen Verarbeitbarkeit, duroplastische Kunststoffe als Grundmaterial zur Erzeugung von Leichtbaustrukturen im Filament-Winding-Verfahren verwendet. Im Sinne der Nachhaltigkeit zeigen diese Nachteile, und zwar vor allem mit Blick auf die fehlende Recyclingfähigkeit und die langen Aushärte- und damit Prozesszeiten. 

Zur Behebung dieser Schwächen macht sich in den letzten Jahren ein wachsender Trend in der Forschung und Entwicklung von Fertigungsprozessen mit thermoplastischer Kunststoffmatrix und Endlosfaserhalbzeugen bemerkbar. In Industrieanwendungen wird bereits auf voll imprägnierte sowie fertig konsolidierte Faser-Thermoplast-Halbzeuge (sog. Tapes oder Organobleche) zur Weiterverarbeitung im Wickelverfahren zurückgegriffen. Die über einen gesonderten Pressprozess hergestellten Halbzeuge sind vom Rohrhersteller zu beziehen und werden meist mit sogenannten Tape-Lege-Maschinen verarbeitet. 

Direkte Verarbeitung im Wickelprozess wäre wirtschaftlicher

Bei einer Verwendung von Organoblechen im Wickelverfahren liegen die Kosten jedoch bei vergleichbaren Bauteileigenschaften um den Faktor drei bis vier höher als bei duroplastischen Werkstoffen. Da die Grundmaterialien des thermoplastischen Kunststoffgranulats und der Verstärkungsfaser im Vergleich zu den zugekauften faserverstärkten Halbzeugen mit Thermoplastmatrix wesentlich günstiger sind, ist es neben den technologischen Faktoren auch auf wirtschaftlicher Seite erstrebenswert, eine direkte Verarbeitung im Wickelprozess zu realisieren.

Der Neuheitsgrad bei der Prozess- und Anlagenentwicklung im Projekt "AdWinT" liegt in der Verwendung der beiden Ausgangsmaterialien in der ersten Erzeugnisstufe zur Herstellung von Organotapes und der stoffschlüssigen Verbindung im Filament-Winding-Prozess in einer Anlage unter industrienahen Prozessgeschwindigkeiten und -bedingungen. Darüber hinaus soll zum Nachweis der Prozessfunktionalität ein Demonstratorbauteil, zum Beispiel eine Walze, gefertigt und in der direkten Anwendung getestet werden.

Herausforderungen und Technologietransfer

Der Einsatz von thermoplastischem Kunststoff bietet den Vorteil der Warmumform-, Recyclebar- und Schweißbarkeit sowie erhöhter Schlagzähigkeit und Dämpfungseigenschaften im Vergleich zum heute überwiegend im Wickelverfahren eingesetzten duroplastischen Kunststoff. Gründe für den nicht vorhandenen Einsatz einer direkten Verarbeitung der Rohmaterialien zur Herstellung von faserverstärkten Thermoplastrohren sind die aufwändige Imprägnierung von Fasermaterialien mit thermoplastischen Kunststoffen aufgrund ihrer hohen Schmelzviskosität und der damit verbundenen komplexen Prozess- und Temperaturführung mit notwendiger vorhergehender Parameteridentifizierung.

Im Grundlagenforschungsbereich konnte im Labor Faserverbundtechnik im Rahmen des von der Europäischen Union mit Mitteln aus den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) geförderten internationalen Projekts "TheCoS – Thermoplastic Composite Structures" zwischen 2016 und 2019 eine Imprägnierstrecke mittels Schmelzbadimprägnierung und feststehenden Bolzen entwickelt werden, die im Labormaßstab eine Herstellung von Organotapes aus den Ausgangsmaterialien im Filament-Winding-Prozess realisiert. Zudem sind im Wickelverfahren aus den einzelnen Tapes Faserverbundrohre entstanden, die mittels Infrarot-Technologie stoffschlüssig miteinander verbunden werden können. Basierend auf diesem generierten Wissen gilt es in "AdWinT“, die grundlegenden analytischen Ansätze und der daraus entwickelten und erprobten Technologie in Bezug auf die Industrieanforderungen zu transferieren.

„Eine Hochskalierung der bestehenden Technologie auf höhere, industrierelevante Geschwindigkeiten ist aufgrund der komplexen Wechselwirkung verschiedener Prozessgrößen nicht ohne wissenschaftliche Untersuchungen umzusetzen und bedingt weitere Anpassungen zur Erreichung einer akzeptablen Materialqualität und Prozesssicherheit“, lautet die Begründung von Projektmanager Marco Siegl bezüglich der Relevanz einer Kooperation auf Basis der angewandten Wissenschaften zwischen der OTH Regensburg und der HÄHL GmbH. Weiterhin sind grundlegende Berechnungsmethoden zur Auslegung einer Imprägnierstrecke und Konsolidierungssysteme weiterzuentwickeln und auf den industrienahen Einsatz anzupassen und zu validieren.

 

Technologie-Campus Neustadt an der Donau

Die Tradierung von generiertem Wissen in Wirtschaft und Forschung, um Neuentwicklungen anzustoßen und den Stand der Technik in den spezifischen Forschungsfeldern Leichtbau und Werkstoffsimulation auf ein neues Niveau zu heben, ist eine der Grundaufgaben des Technologie-Campus Neustadt an der Donau. Das zweijährige Projekt "AdWinT" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) an der OTH Regensburg mit einer Summe von zirka 185.000 Euro gefördert.

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Nachrichten-Forschung Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-14757 Wed, 09 Dec 2020 08:26:00 +0100 Medizinische Informatik "made in Regensburg" https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/medizinische-informatik-made-in-regensburg.html Die BioPark Regensburg GmbH und die Patentanwaltskanzlei Dehmel & Bettenhausen haben den Innovationspreis 2020 vergeben. Die prämierte Arbeit entstand im Zuge der Kooperation von Uniklinik Regensburg und Regensburg Center of Biomedical Engineering der OTH Regensburg. Die BioPark Regensburg GmbH ist ein Unternehmen der Stadt Regensburg. Zusammen mit der im BioPark ansässigen Patentanwaltskanzlei Dehmel & Bettenhausen hat der BioPark den Innovationspreis 2020 für eine herausragende Arbeit vergeben, die im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Universitätsklinikum Regensburg und dem Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) entstand.

Die Jury mit dem Geschäftsführer des BioParks Dr. Thomas Diefenthal, Patentanwalt Dr. Berthold Bettenhausen, Prof. Dr. Bernhard Weber von der Universität Regensburg und der Vizepräsidentin der OTH Regensburg Prof. Dr. Klaudia Winkler hatte es nicht leicht, aus den Bewerbungen mit hoher Qualität die diesjährige Preisträgerin oder den Preisträger zu bestimmen. Ausschlaggebend waren die Kriterien Innovationskraft und Anwendungspotenzial der Arbeiten.

Schnellere Risikoabschätzung durch bildgebendes Verfahren 

Den Preis erhielt Dr. Daniel Deuter von der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie (Direktor: Prof. Dr. Nils Ole Schmidt) des Universitätsklinikums Regensburg (UKR). In seiner Dissertation am ehemaligen Lehrstuhl von Prof. Dr. Alexander Brawanski hatte er in der Arbeitsgruppe Flussdynamik (Leitung: Dr. Christian Doenitz) eine Software für ein bildgebendes Verfahren entwickelt, das zur schnellen Risikoabschätzung von Aneurysmen, arteriellen Aussackungen der Hirngefäße, dient. Die Brisanz dieser degenerativen Gefäßwanderkrankungen liegt in ihrer potenziell tödlichen Rupturgefahr (also Rissbildung) mit nachfolgender Hirnblutung. Leider existieren zum heutigen Zeitpunkt keine endgültig belastbaren Modelle zur Einschätzung des Rupturrisikos.

Computational Fluid Dynamics (CFD), ursprünglich aus den Ingenieurwissenschaften stammend, stellt eine etablierte Methode zur Abschätzung hämodynamischer Bedingungen in Gefäßsystemen dar. Im Forschungsprojekt VisKo von Prof. Dr. Lars Krenkel werden am Regensburg Center of Biomedical Engineering numerische Berechnungsmodelle für kombinierte Strömungs- und Gerinnungseigenschaften des Blutes entwickelt. 

Forschung an der Schwelle zwischen Medizintechnik und Klinik

In Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des UKR, die auf eine große Expertise in der Behandlung von Patient*innen mit neurovaskulären Erkrankungen zurückgreifen kann und jährlich eine Vielzahl von Patient*innen mit diesen Erkrankungen behandelt, bestanden so optimale Bedingungen für die Durchführung des Forschungsprojekts an der Schwelle zwischen Medizintechnik und Klinik. Auf dieser Basis konnte Dr. Deuter einen CFD-Workflow entwickeln, der erstmals die Hämodynamik von Aneurysmen innerhalb von 30 Minuten berechnen kann und damit den behandelnden Kliniker*innen zeitnah Informationen zur ersten Risikoabschätzung zum Wohle der Patient*innen ermöglicht.

 

Das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) 

Das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) ist eine fakultäts- und hochschulübergreifende Forschungseinrichtung zur Koordination und Förderung der interdisziplinären Forschung im Bereich Healthcare Technology, insbesondere auf den Gebieten Medizinische Informatik und Medizintechnik. Seit seiner Gründung 2012 bündelt es die biomedizinische Kompetenz der Universität Regensburg sowie die ingenieurwissenschaftliche und medizininformatische Kompetenz der OTH Regensburg. Dabei steht die gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie die Weiterbildung im Fokus. 

Das RCBE wird von einem wissenschaftlichen Direktorium geleitet, unterstützt von der Geschäftsstelle des RCBE.

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Nachrichten-Forschung Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-14735 Wed, 02 Dec 2020 12:21:00 +0100 Erfolgreiche Promotion mit neuartigen Menschmodellen https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/erfolgreiche-promotion-mit-neuartigen-menschmodellen.html Die von Prof. Dr. Sebastian Dendorfer am Labor für Biomechanik der Fakultät Maschinenbau betreute Promotion von Maximilian Aurbach wurde von der Universität Regensburg vergeben und konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der erfolgreichen Verteidigung seiner Doktorarbeit am 12. November 2020 hat Dr. Maximilian Aurbach seine Promotion im Bereich Biomechanik abgeschlossen. Die Promotion in den Humanwissenschaften (Dr. sc. hum.) wurde von der Universität Regensburg vergeben und von Prof. Dr. Sebastian Dendorfer (Labor für Biomechanik) an der Fakultät Maschinenbau der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) betreut. Als externe Gutachter konnten für die Arbeit Prof. Dr. Tobias Renkawitz von der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Heidelberg sowie Prof. Dr. John Rasmussen der Universität Aalborg in Dänemark gewonnen werden. 

Detaillierte Bestimmung von Belastungen

In seiner Arbeit hat Dr. Aurbach virtuelle Menschmodelle entwickelt und validiert, die in den Bereichen Orthopädie und Ergonomie eingesetzt werden. Mithilfe der entstandenen Modelle können die Belastungen in der Schulter detailliert bestimmt werden. Dadurch ist die Entwicklung von neuartigen Präventions-, Diagnose- und Rehabilitationsmethoden möglich. Beispielsweise berechnete Dr. Aurbach, wie operative Eingriffe bei Verletzungen der Muskulatur in der Schulter die Belastungen verändern. Somit konnten für die Patient*innen vorteilhafte Behandlungsmethoden definiert werden. 

Um die für die Entwicklung der Simulationen nötigen Daten zu generieren, wurden auch zahlreiche Experimente mit gesunden Proband*innen und Patient*innen durchgeführt. Dadurch konnte die Validität der Simulationen nachgewiesen werden. 

Entwicklung und Anwendung weiterer Modelle

Die Studie war größtenteils in das von der Europäischen Union geförderte Projekt "Virtuelle Menschmodelle für die Prävention, Therapie und Rehabilitation von Schulterverletzungen" (EFRE, Ziel ETZ, CZ-BY) eingebunden. Die Hauptergebnisse der Promotion wurden zudem bereits in hochkarätigen Journals publiziert und auf mehreren internationalen Kongressen vorgestellt. Aufbauend auf die erfolgreiche Arbeit von Dr. Aurbach werden derzeit weitere Modelle des menschlichen Körpers entwickelt und zusammen mit Mediziner*innen für die Anwendung bei klinisch relevanten Fragestellungen eingesetzt.

Das Labor für Biomechanik ist Mitglied im Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE), welches die Promotion mit unterstützte.

 

Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE)

Das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) ist eine fakultäts- und hochschulübergreifende Forschungseinrichtung zur Koordination und Förderung der interdisziplinären Forschung im Bereich Healthcare Technology, insbesondere auf den Gebieten Medizinische Informatik und Medizintechnik. Seit seiner Gründung 2012 bündelt es die biomedizinische Kompetenz der Universität Regensburg und die ingenieurwissenschaftliche sowie die medizininformatische Kompetenz der OTH Regensburg. Dabei steht die gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie die Weiterbildung im Fokus.

Das RCBE wird von einem wissenschaftlichen Direktorium geleitet, unterstützt von der RCBE Geschäftsstelle. Für Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an das RCBE.

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Nachrichten-Forschung-Promotion Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-14615 Thu, 22 Oct 2020 08:56:00 +0200 Kooperative Promotion im Bereich Leichtbau erfolgreich abgeschlossen https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/kooperative-promotion-im-bereich-leichtbau-erfolgreich-abgeschlossen.html Mit dem Abschluss seiner mündlichen Prüfung konnte Dr. Andreas Kastenmeier aus dem Labor Faserverbundtechnik der Fakultät Maschinenbau seine kooperative Promotion im Oktober 2020 erfolgreich abschließen. Dr. Andreas Kastenmeier aus dem Labor Faserverbundtechnik hat am 6. Oktober 2020 seine mündliche Promotionsprüfung erfolgreich gemeistert und seine Dissertation zum Thema "Biegeverhalten faserverstärkter Kunststoffrohre unter Berücksichtigung einer mehrreihigen Bolzenverbindung" abgeschlossen.

Seit 2013 ist Andreas Kastenmeier als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor Faserverbundtechnik an der Fakultät Maschinenbau der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Ehrlich tätig. Zuletzt beschäftigte er sich ausgiebig mit der Thematik der mechanischen Koppelung faserverstärkter Kunststoffrohre und metallischer Partner mittels Bolzenverbindungen.

Kooperative Promotion mit der Universität der Bundeswehr München 

Die Universität der Bundeswehr München (UniBw) unterstützte dabei diese kooperative Promotion. Seitens der UniBw vervollständigten Prof. Dr. Norbert Gebbeken sowie Prof. Dr. Michael Brünig vom Institut für Mechanik und Statik die Prüfungskommission um Prof. Dr. Ingo Ehrlich von der OTH Regensburg, der als Betreuer der Arbeit fungierte. Prof. Dr. Josef Kiendl vom Münchner Institut für Mechanik und Statik übernahm den Vorsitz der mündlichen Prüfung.

Arbeit schließt Lücke im Stand von Wissenschaft und Technik

Die umfangreiche Arbeit von Dr. Kastenmeier liefert einen wichtigen Beitrag zum grundlegenden Verständnis und zur richtigen Bauteilauslegung bei der Kombination anisotroper, faserverstärkter Bauteile mit konventionellen isotropen Fügepartnern. Dr. Kastenmeier konnte in den Jahren seiner Themenbearbeitung Lücken im Stand der Wissenschaft und Technik ausmachen und diese durch gezielte Untersuchungen im Rahmen seiner Arbeit füllen.

Bereits seit März 2020 hat Dr. Kastenmeier das Amt des Geschäftsführers des im Aufbau befindlichen Technologie-Campus Neustadt an der Donau inne, dessen thematische Fokussierung auf den werkstoffübergreifenden Leichtbau sowie auf Werkstoff- und Bauteilsimulation liegt. 

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Nachrichten-Forschung Nachrichten-Forschung-Promotion Nachrichten-Fakultät-Maschinenbau
news-14498 Fri, 02 Oct 2020 10:00:00 +0200 Programmstart der Regensburg School of Digital Sciences https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/programmstart-der-regensburg-school-of-digital-sciences.html Die Regensburg School of Digital Sciences, kurz RSDS, stellt die Weichen für den Programmstart im Wintersemester 2020/2021. Vorbereitend fand dazu ein Workshop für alle Beteiligten seitens der OTH Regensburg statt. Die neu berufenen Professor*innen der Regensburg School of Digital Sciences (RSDS), Prof. Dr. Markus Goldhacker von der Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Thomas Kriza von der Fakultät Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften sowie Prof. Dr. Ulrike Plach von der Fakultät Betriebswirtschaft beginnen im Wintersemester 2020/2021 erstmalig mit ihrem Lehrangebot. 

Um bestmöglich auf diese Premiere vorbereitet zu sein, traf sich das Team im September 2020 zu einem Workshop. Zusätzlich nahmen daran auch der Beauftragte der Hochschulleitung für die RSDS, Prof. Dr. Markus Heckner (Fakultät für Informatik und Mathematik), und die Koordinatorin Silke Laubscher teil. Gemeinsam erarbeiteten sie in dem moderierten Seminar wichtige Grundlagen für die Teamarbeit und Ziele für den Erfolg der School.

Lernen von Good-Practice-Beispielen

Zwei Gastvorträge ergänzten den teaminternen Austausch: Die Vortragenden zeigten dabei mit ihren Beiträgen Möglichkeiten und Perspektiven des interdisziplinären Lehrens und Lernens auf.

Zunächst berichtete Prof. Dr. Katherine Gürtler (Fakultät für Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften) von ihren Erfahrungen mit dem AW-Programm der OTH Regensburg. Auch die RSDS bietet künftig ein fakultätsübergreifendes Lehr- und Studienangebot an der Hochschule an. Die Impulse von Prof. Dr. Gürtler haben bereits aufgekommene Fragen beantwortet und neue Ideen geweckt.

Der zweite Gastvortrag gab dem Team einen Einblick in den „Coburger Weg“: Thomas Kriza, der vor seiner Berufung nach Regensburg an der Hochschule Coburg unterrichtet hat, stellte seinen neuen Kolleg*innen vor, was er während der Mitarbeit an diesem besonderen Projekt gelernt hatte. Auch er konnte mit seinem Beitrag wichtige Impulse zur Interdisziplinarität geben.

Visionen, Ziele und das aktuelle Kursangebot

Zum Abschluss des Workshops entwickelte das Team eine Vision für die Regensburg School of Digital Sciences. Abgeleitet aus diesem Fernziel wurden Zwischenziele formuliert und Meilensteine für diesen Weg festgelegt.

Das Team freut sich auf deren Umsetzung, vor allem aber auf die ersten Studierenden, die ihre Digitalkompetenz mit dem Kursangebot der School ausbauen wollen. Über die RSDS werden ab dem Wintersemester 2020/2021 unter anderem folgende Lehrveranstaltungen angeboten:

  • „Digitalisierung und Ethik“
  • „Der Mensch in einer technischen Welt: Innovation, ethische Verantwortung, Nachhaltigkeit“ 
  • „Data Science mit Python“
  • „Innovationsmanagement in der Logistik“
  • „Lifecycle Management – Digitale Prozessmodellierung“

Das Kursprogramm für das Wintersemester 2020/2021 wird schnellstmöglich veröffentlicht. Zudem soll das Angebot stetig erweitert werden. So sind für das Sommersemester 2021 bereits Module zu „Data Science Preliminaries: Methods & Computation“ und „Digitale Transformation anhand ausgewählter Branchen“ in Planung.

Wer mehr über die Regensburg School of Digital Sciences erfahren möchte, findet auf der Seite der RSDS ausführlichere Informationen.

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news-14461 Fri, 04 Sep 2020 08:41:00 +0200 Innovative Lehre an der OTH Regensburg https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/maschinenbau/nachrichten/einzelansicht/news/innovative-lehre-an-der-oth-regensburg-2.html Beim fakultätsübergreifenden Treffen „InnovativeLehre@OTH Regensburg“ wurde zum ersten Mal ein Förderpreis für Innovation und Qualität in der Lehre verliehen. Bei der zehnten Sitzung des fakultätsübergreifenden Forums „InnovativeLehre@OTH Regensburg“ der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) verlieh Prof. Dr. Ralph Schneider, Vizepräsident für Studium und Lehre, zum ersten Mal den Förderpreis für Innovation und Qualität in der Lehre. „Mit dem Förderpreis unterstützt die OTH Regensburg das Engagement der Lehrenden für die Hochschullehre und macht den Stellenwert und die Qualität der Lehre an der OTH Regensburg sichtbar“, sagt Prof. Dr. Schneider. Bei dem Treffen, das regelmäßig von der Servicestelle Lehre und Didaktik veranstaltet wird, kamen die knapp 100 Teilnehmenden dieses Mal per Zoom zusammen, um sich zu Good-Practice-Beispielen und innovativen Möglichkeiten in der Lehre auszutauschen.

Der Förderpreis, der am 23. Juni 2020 verliehen wurde, ging an Dr. Doris Augustin, Dozentin für Mathematik, und Prof. Dr. Jürgen Frikel, Professor für Angewandte Mathematik. Beide lehren an der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg und überzeugten mit ihrem Projekt „MATHE DIGITAL: Grundlagen und Vertiefungen der Ingenieurmathematik“. Im Rahmen des Projekts erstellen die beiden ein digitales Lehrangebot für die Vorlesung „Ingenieurmathematik 1“ des Studiengangs Maschinenbau, bei dem mithilfe eines Blended-Learning-Formats die Grundlagen in der Studieneingangsphase vertieft und die Hauptinhalte der Vorlesung im Sinne des Inverted Classroom besprochen werden. Bei diesen Methoden werden klassischer Unterricht mit virtuellen Formaten kombiniert bzw. die Studierenden dazu motiviert, sich selbständig die Inhalte anzueignen; die Vorlesung dient dann der Vertiefung des Gelernten. Das entwickelte Konzept unterstützt und ergänzt aktuell die Vorlesungen der Ingenieurmathematik, ist jedoch auch als Inspiration für weitere Module gedacht.

Förderpreis für Innovation und Qualität in der Lehre

Die Hochschulleitung der OTH Regensburg fördert Projekte, die eine Weiterentwicklung und Verbesserung der studentischen Ausbildung zum Ziel haben. Es sollen innovative Angebote sowohl im Bereich der Lehre als auch der Prüfungsmethoden erprobt und umgesetzt werden. Die Projektförderung unterstützt das Engagement der Lehrenden für die Hochschullehre und macht den Stellenwert und die Qualität der Lehre an der OTH Regensburg im Sinne des Leitbilds Lehre sichtbar. Dabei werden primär Projekte gefördert, die auf langfristige Wirkungen ausgelegt und prinzipiell auf andere Module oder Studiengänge anderer Fakultäten übertragbar sind.

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