Tüfteln am Werkstoff der Zukunft - faserverstärkte Kunststoffe

02.04.2013
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Das Forschungsprojekt "UniPreg" der Hochschule Regensburg (HS.R) erhält über 110.000 Euro an finanzieller Förderung. Das Projekt der Fakultät Maschinenbau forscht an der Entwicklung von faserverstärkten Kunststoffen – ein Werkstoff für Automobilindustrie und Luftfahrt.

Labor für Faserverbundtechnik

Archivbild: Vorführung im Labor für Faserverbundtechnik an der HS.R. Foto: Hochschule Regensburg

Leicht wie eine Feder, hart wie Stahl: So sieht der Werkstoff aus, von dem Autokonstrukteure und Luftfahrtingenieure träumen. Mit der Entwicklung von faserverstärkten Kunststoffen ist dieser Traum ein wenig näher gerückt – und ein neues Forschungsprojekt der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Regensburg soll ihn noch greifbarer machen: Für ihr Projekt "UniPreg" hat das HS.R-Labor für Faserverbundtechnik unter Leitung von Prof. Dr. Ingo Ehrlich für das gesamte Jahr 2013 von der Bayerischen Forschungsstiftung 50.000 Euro Fördermittel bewilligt bekommen. Unterstützt wird das Vorhaben außerdem von den Unternehmen SK Carbon Roding GmbH und Mühlmeier GmbH & Co. KG in Bärnau. Sie stellen Personal und Material im Wert von über 62.000 Euro. 

"UniPreg" steht für unidirektionale Prepregs. Prepregs sind mit Harz vorimprägnierte Fasern etwa aus Kohlenstoff oder Basalt, die in ausgehärteter Form beispielsweise zur Herstellung von Rotorblättern in Hubschraubern verwendet werden. Marco Romano, wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem HS.R-Projekt, erklärt, worin das Forschungsvorhaben von "UniPreg" besteht: "Wir arbeiten daran, Prepregs serienmäßig herstellen zu können.

Dazu testen wir zum Beispiel, wie sich die Temperatur des Harzes auf den Prozess und das Material auswirkt. Oder, welchen Einfluss die Geschwindigkeit hat, mit der die Faser durch das Harz gezogen wird." Ziel der Forschung ist es, die Eigenschaften der unterschiedlichen Fasern unter gleichen Bedingungen zu definieren. Es soll ein Verfahren entwickelt werden, welches zum Beispiel der Leichtbau-Industrie erlaubt, Prepregs je nach den erforderlichen Anforderungen in großer Stückzahl herzustellen. 

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