Stadtrat besucht OTH Regensburg und Technologie-Campus Parsberg/Lupburg

07.10.2021
Von: Anna Afanasev, Dr. Andreas Kastenmeier

Die Verhandlungen über den Bau des Technologie-Campus Neustadt an der Donau gehen in die entscheidende Phase über. Aus diesem Anlass besuchte der Stadtrat von Neustadt an der Donau die OTH Regensburg und den Technologie-Campus Parsberg/Lupburg.

Anton Schmailzl begrüßt die Gäste am Technologie-Campus Parsberg/Lupburg.

Anton Schmailzl begrüßt die Gäste am Technologie-Campus Parsberg/Lupburg. Foto: Prof. Dr. Ingo Ehrlich

Marco Siegl stellt die im Labor Faserverbundtechnik hergestellten Probekörper vor.

Marco Siegl stellt die im Labor Faserverbundtechnik hergestellten Probekörper vor. Foto: Anna Afanasev

Die Besucher*innen erhalten vor Ort einen Einblick in die Endanwendung von faserverstärkten Kunststoffen. Im Bild begutachtet Thomas Reimer einen Seitenspiegel aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff.

Die Besucher*innen erhalten vor Ort einen Einblick in die Endanwendung von faserverstärkten Kunststoffen. Im Bild begutachtet Thomas Reimer einen Seitenspiegel aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Foto: Anna Afanasev

Marco Siegl erklärt die Vorzüge der Kombination additiver Fertigungstechnologie mit Faser-Kunststoff-Verbunden.

Marco Siegl erklärt die Vorzüge der Kombination additiver Fertigungstechnologie mit Faser-Kunststoff-Verbunden. Foto: Anna Afanasev

Die Mitglieder des Stadtrates, darunter der amtierende Bürgermeister Thomas Memmel (CSU) und sein Vorgänger Thomas Reimer (SPD), besichtigten zunächst den Technologie-Campus (TC) Parsberg/Lupburg, um das Konzept einer solchen Einrichtung vor Ort kennenzulernen sowie die Anforderungen an die Räumlichkeiten zu begutachten. Im Anschluss folgte ein Besuch in Regensburg am Standort Galgenbergstraße der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). Dabei erhielten die Mitglieder des Stadtrates Einblicke in die Tätigkeit der am Aufbau des TC in Neustadt an der Donau beteiligten Labore Faserverbundtechnik und Numerische Werkstoffmechanik und besichtigten die Räumlichkeiten der beiden Labore, die aktuell noch an der OTH Regensburg angesiedelt sind. Im Anschluss wurde das spezifische Konzept des geplanten TC mit Schwerpunkt auf Leichtbau und Werkstoffsimulation vorgestellt und diskutiert, wobei die Dringlichkeit des zügigen Baubeginns besprochen wurde. Der Baubeginn des Gebäudes musste mehrfach aufgrund politischer, wirtschaftlicher und pandemischer Gründe verschoben werden und soll nun von allen Beteiligten mit höchster Priorisierung vorangetrieben werden.

Zu Beginn der Veranstaltung trafen sich die Beteiligten am TC Parsberg/Lupburg, dessen Schwerpunkt auf der Digitalen Fertigung liegt. Für die Errichtung des Hochschulstandortes in Parsberg/Lupburg, als Kooperationsprojekt der OTH Regensburg und der Technischen Hochschule Deggendorf, gab es im Frühjahr 2017 grünes Licht und im November 2019 wurde das Gebäude feierlich eröffnet. Bei Getränken und schönem Wetter stellte der Operative Leiter, Anton Schmailzl, die Vorzüge eines TC vor. Dabei beschrieb er in einer enthusiastischen Rede im Speziellen die bereits erzielten Erfolge des TC Parsberg/Lupburg im Hinblick auf die Vielzahl der laufenden Forschungs- und Industrieprojekte mit örtlichen Unternehmen. Insbesondere wurden auch die positive Zusammenarbeit und enge Verzahnung mit der Stadt Parsberg erwähnt. Insgesamt ist ein TC die nachhaltigste Form der Wirtschaftsförderung, so Schmailzl. Ein besonders bemerkenswertes Beispiel dafür ist, das ebenfalls am TC ansässige Digitale Gründerzentrum unter der Leitung von Thomas Brandl. Die Kapazität der Büroflächen für StartUps und Gründer ist dabei bereits nach zwei Jahren nahezu ausgeschöpft und zwölf neu gegründete Firmen sind am Gründerzentrum beheimatet. Junge Firmen, die es ohne die Unterstützung des Gründerzentrums nicht geschafft oder sich aufgrund vorhandener Angebote in großen Ballungsräumen wie München niedergelassen hätten. So ist auch bereits eine Erweiterung des Digitalen Gründerzentrums vor Ort in Planung. Im Anschluss an die beiden Reden führten der Leiter des Gründerzentrums, der Operative Leiter des TC Parsberg/Lupburg, sowie einer der insgesamt vier Wissenschaftlichen Leiter, Prof. Dr. Ulf Noster, durch die 2.200 m² großen und modern ausgestatteten Labor-, Büro- sowie Schulungsräume.

In Begleitung des Geschäftsführers des TC Neustadt an der Donau, Dr. Andreas Kastenmeier und der beiden Wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Ingo Ehrlich und Prof. Dr. Aida Nonn ging es anschließend nach Regensburg zum Standort der OTH Regensburg in der Galgenbergstraße. Nach einer Begrüßung und Vorstellung der OTH Regensburg durch den Vizepräsidenten, Prof. Dr. Oliver Steffens, folgte die Vorstellung der Fakultät Maschinenbau durch deren Dekan, Prof. Dr. Ulrich Briem. Der Leiter des Labors Faserverbundtechnik, Prof. Dr. Ehrlich, und die Leiterin des Labors Numerische Werkstoffmechanik, Prof. Dr. Nonn, stellten die von Ihnen geführten Labore und aktuelle Forschungsschwerpunkte vor. Bei dem nachfolgenden Rundgang durch die Räumlichkeiten der Labore Faserverbundtechnik und Numerische Werkstoffmechanik hatten die Mitglieder des Stadtrates die Gelegenheit, sich einen Eindruck über die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte der beiden Labore zu verschaffen sowie die derzeitigen Räumlichkeiten und die verfügbaren Anlagen zu besichtigen. Interessiert erkundigten sich die Teilnehmer nach fachlichen Details der vorgestellten Projekte und zeigten sich beeindruckt von vielfältigen Forschungsthemen. Anschließend folgte die Vorstellung des Konzeptes des Technologie-Campus in Neustadt an der Donau durch den Geschäftsführer des TC Neustadt an der Donau, Dr. Andreas Kastenmeier, wobei auch die wirtschaftliche und politische Historie des Projektes mit aktuellen Herausforderungen und Chancen dargestellt wurde. So sollen die Verhandlungen des Baubeginns zeitnah in die Vollendung gehen, sodass die beiden Labore Faserverbundtechnik und Numerische Werkstoffmechanik nach der Fertigstellung des geplanten Gebäudekomplexes in die Räumlichkeiten einziehen und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie vor Ort nachhaltig festigen können.

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