Regensburg Center of Biomedical Engineering im Biopark eröffnet

23.10.2013
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) hat seine Labore und die Geschäftsstelle der Öffentlichkeit vorgestellt.

Laborbesuch

Im Labor für Biomechanik: Dr. Rainer Penzkofer (rechts) vom Regensburg Center of Biomedical Engineering erklärt Besuchern den Forschungsstand rund um medizinische Implantate, hier am Beispiel eines Unterschenkelimplantats.

Prof. Dr. Wolfgang Baier

Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg dankte den Wegbereitern und Unterstützern.

Dieter Daminger

Dieter Daminger, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent der Stadt Regensburg, begrüßt das RCBE im Biopark.

Prof. Dr. Sebastian Dendorfer

Prof. Dr. Sebastian Dendorfer, einer der Direktoren des RCBE lobt die fakultäts- und hochschulübergreifende Zusammenarbeit.

Labor

In den Laboren wurden die Forschungsprojekte vorgestellt.

Labor

Dr. Rainer Penzkofer (mitte) informiert die Labor- Besucher. Fotos: OTH Regensburg

In der interdisziplinären Forschungseinrichtung der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg arbeiten die Disziplinen Informatik, Ingenieurwesen und Medizin zusammen. Etwa 80 Gäste informierten sich am 18. Oktober 2013 bei den Laborleitern, Mitarbeitern und Doktoranden direkt vor Ort über die Forschungsaktivitäten des Centers.

Im März dieses Jahres wurden die Flächen im Biopark I von vier Professoren aus der Informatik und dem Maschinenbau mit ihren Laboren bezogen. Es ist das Ziel des RCBE, Medizintechnik und Medizinische Informatik in der Region voranzubringen. Im RCBE arbeiten deshalb im Kern die Fakultäten Informatik und Mathematik sowie Maschinenbau zusammen, Partner aus anderen Fakultäten der OTH Regensburg kooperieren. Der wichtigste externe Partner für das RCBE ist die medizinische Fakultät der Universität Regensburg, die – neben der Universitätsleitung – daher auch in die Verwaltungsstruktur des RCBE integriert ist. Im Rahmen der OTH leistet das RCBE komplementäre Arbeit zum Verbundpartner OTH Amberg-Weiden, so dass sich die beiden Hochschulen hervorragend ergänzen.

Für Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, leistet das RCBE „zukunftsweisende“ Forschung. Er dankte den Wegbereitern und Unterstützern, darunter Prof. Dr. Josef Eckstein, Präsident a.D. der OTH Regensburg, der Stadt Regensburg und dem Geschäftsführer des Bioparks, Dr. Thomas Diefenthal, außerdem der Scheubeck-Jansen Stiftung. Die Stiftung unterstützt das Engagement der OTH Regensburg im Bereich der Medizintechnik mit einer Stiftungsprofessur und einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle. Präsident Prof. Dr. Baier hob in seinen Worten die fakultäts- und hochschulübergreifende Vernetzung der Einrichtung hervor, die so nur an wenigen Orten existiert. Auch für Regensburgs Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent Dieter Daminger den – als Geschäftsführer des Bioparks und Hochschulratsmitglied der OTH Regensburg – gleich mehrere Bande mit dem RCBE verbinden, ist gerade diese Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen etwas ganz Besonderes, und, „typisch für den Standort Regensburg“. „Ich freue mich als Vermieter ganz besonders, dass das RCBE im Biopark seinen Platz gefunden hat“, so Daminger.

Prof. Dr. Sebastian Dendorfer, einer der Direktoren des RCBE, nannte stellvertretend für seine Laborkollegen die Ziele des RCBE: Das Center soll zentrale Anlaufstelle für Forschungsthemen der Medizintechnik und der Medizinischen Informatik werden. Es wird ein eigenes Forschungsprofil entwickeln und – gemeinsam mit akademischen Partnern und der Industrie – Grundlagenforschung betreiben und anwendungsnahe Entwicklungen umsetzen. „Die fakultäts- und hochschulübergreifende Zusammenarbeit klappt hervorragend“, sagte Prof. Dr. Dendorfer.

Nach der Begrüßung erfuhren die Anwesenden direkt in den Laboren mehr über die Forschungsprojekte: das Labor „Regensburg – Medical Image Computing (Re-MIC)“ von Prof. Dr. Christoph Palm zeigte eindrucksvolle „Flüge durch den Körper“ – 3D Visualisierungen, die aus CT Daten gewonnen wurden und in die die Besucher dank 3D-Brillen eintauchen konnten. Das Labor für „Medizinprodukte – Medical Devices“ von Prof. Dr. Thomas Schratzenstaller demonstrierte einen Versuchsstand, der die lebensnahe Testung von Stents (Metallgeflechte zum Offenhalten von Gefäßen) ermöglicht. Das Labor für „Software in der Medizintechnik“ von Prof. Dr. Axel Doering zeigte eindrucksvolle Bildgewinnung mit einem „Ultraschall CT“ und innovative Messung der Körperhaltung durch Beschleunigungssensoren mit positivem Feedback bei guter Körperhaltung. Das Labor für Biomechanik von Prof. Dr. Sebastian Dendorfer demonstrierte neben Simulationen im Bereich von Wirbelsäule und Hüfte auch die praktische Anwendung der hochpräzisen technischen Ausstattung des Labors für die Untersuchung von Knocheneigenschaften.

Mit einem interdisziplinären Analytiklabor und einem Elektronikarbeitsplatz werden zwei von mehreren Kompetenzfeldern abgedeckt, die das RCBE in Zukunft ausbauen will. Neu mit im Team ist außerdem Prof. Dr. Lars Krenkel, Stiftungsprofessor für Biofluidmechanik. Als Geschäftsführer des RCBE kümmert sich Dr. Alexander Leis um die Einrichtung.

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