Neue Anlage zur Entwicklung zukünftiger grüner Energiesysteme

28.05.2020
Von: Ludwig Langwieder

Volle Kraft voraus mit FEsMo-Tec: Mit der neuen Forschungsanlage sollen an der OTH Regensburg bald alternative Energiespeicher- und Mobilitätstechnologien entwickelt werden. Geplante Inbetriebnahme ist Anfang 2021.

Der bisherige Versuchsstand zur Entwicklung neuer Wasserstoffspeicher wird um mehrere Teilsysteme erweitert. Damit kann an der OTH Regensburg noch besser als bisher an den Energiesystemen der Zukunft geforscht und gearbeitet werden.

Der bisherige Versuchsstand zur Entwicklung neuer Wasserstoffspeicher wird um mehrere Teilsysteme erweitert. Damit kann an der OTH Regensburg noch besser als bisher an den Energiesystemen der Zukunft geforscht und gearbeitet werden. Foto: Bernd Gamisch

Stärkung des Forschungsprofils: Die OTH Regensburg kann sich mit der neuen Forschungsanlage in ihrem Leitthema „Energie und Mobilität“ sowie in den Kernthemen der Hightech-Strategie 2025 „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energie“ sowie „Mobilität“ weiter verstärken.

Stärkung des Forschungsprofils: Die OTH Regensburg kann sich mit der neuen Forschungsanlage in ihrem Leitthema „Energie und Mobilität“ sowie in den Kernthemen der Hightech-Strategie 2025 „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energie“ sowie „Mobilität“ weiter verstärken. Grafik: Anna Tommek

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Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) erhält eine neue „Forschungsanlage zur Entwicklung alternativer Energiespeicher- und Mobilitätstechnologien“, kurz „FEsMo-Tec“. Damit kann die OTH Regensburg ihr Forschungsprofil im zukunftsträchtigen Leitthemabereich „Energie und Mobilität“ weiter schärfen. Ermöglicht wird die Errichtung der Anlage durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Richtlinie FH-Invest 2020.

Nach der Fertigstellung der Anlage in rund neun Monaten wird diese den Forschenden und Studierenden wie auch den Unternehmen einzigartige und umfassende Möglichkeiten bieten, um Prozesse bestehender, aber auch neuer Speicher- und Mobilitätstechnologien zu untersuchen. Am Ende der Forschungen könnten beispielsweise „neue Energiespeichersysteme für eine dezentrale Stromversorgung, aber auch innovative Antriebskonzepte für den Transportsektor, welche als Energieträger Wasserstoff verwenden, stehen“, erklären Prof. Dr. Belal Dawoud, Leiter des Labors Sorptionsprozesse, und Prof. Dr. Hans-Peter Rabl, Leiter des Labors Verbrennungsmotoren und Abgasnachbehandlung.

Da eine Anlage in der gewünschten Form und Größe auf dem Markt nicht erhältlich ist, hatten die beteiligten Wissenschaftlerinnen beziehungsweise Wissenschaftler den Plan gefasst, die Forschungsanlage selbst zu konzipieren, aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Die langjährigen Erfahrungen im Bereich der Versuchsstandaufbauten der Antragstellenden selbst und die seiner industriellen und akademischen Partner werden dafür die notwendigen Kompetenzen liefern. Von dem Vorhaben und der Vorgehensweise zeigte sich letztlich auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als Fördermittelgeber überzeugt. Das BMBF unterstützt das Projekt mit knapp 600.000 Euro.

Einsatz von Wasserstoff für verschiedene Energiesektoren relevant

Die Forschungsanlage bietet regionalen wie auch überregionalen Partnern eine Anlaufstelle , um unter der Leitung von Prof. Rabl und Prof. Dawoud bestehende wie auch neue Technologien für eine dekarbonisierte, sektorübergreifende Energieversorgung untersuchen und weiterentwickeln zu können. Der Einsatz von Wasserstoff eröffnet hierbei eine Vielzahl an Technologien, die in sämtlichen Energiesektoren zum Einsatz kommen können. 

Zudem wird es an der Anlage möglich sein, das Brennverhalten verschiedener Gasgemische und das Einspritzverhalten synthetischer und CO2-neutraler Brennstoffe zu analysieren. Zuletzt können aufgrund der Daten, die im Versuchsstand der Anlage erfasst werden, validierte Aussagen zu verschiedensten Kenndaten von Energiespeicher- und Mobilitätstechnologien getroffen werden. Dabei geht es beispielsweise um die Speicherdichte, die Abwärmenutzung oder die Lebensdauer.

Forschungs- und Entwicklungsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft

Durch das Projekt wird eine Forschungs- und Entwicklungsplattform geschaffen, die gleichermaßen wissenschaftlich wie wirtschaftlich genutzt werden wird. Nachwuchsforscherinnen und -forscher können hier ihr Wissen im Bereich Wasserstofftechnologien vertiefen, während Dritte, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, mithilfe der Ergebnisse aus der Forschungsanlage neue Produkte entwickeln können.

So trägt die FEsMo-Tec auf umfassende Weise dazu bei, dem Ziel einer CO2-armen Energiewirtschaft näherzukommen.

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