Maschinenbau-Studierende prüfen 3D-Drucker auf Herz und Nieren

14.05.2013
Von: Prof. Dr. Stefan Hierl

Computergesteuerte 3D-Drucker ermöglichen es, beliebige dreidimensionale Bauteile ohne Umwege, direkt vom PC aus, zu drucken. Studierende im sechsten Semester Maschinenbau der Hochschule Regensburg (HS.R) führen in einer Projektarbeit ausführliche Tests an 3D-Home-Printer durch.

Studierende bei der Projektarbeit über 3D-Drucker.

Studierende testen in einer Projektarbeit 3D-Drucker im Labor für Laser-Materialbearbeitung in der Fakultät Maschinenbau. Foto: Hochschule Regensburg

VIDEO 3D-Drucker

Individualisierte Fertigung rückt in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund. Seit Langem werden Verfahren wie die Stereolithographie zur Herstellung von Prototypen aus UV-aushärtbarem Harz eingesetzt. 

Auch aus Metall können solche Prototypen, beispielsweise durch Laserstrahl-Sintern, angefertigt werden. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Fertigungstechnologien werden die erzeugten Bauteile inzwischen nicht nur als Prototypen sondern bereits im Dauereinsatz, zum Beispiel als Komponenten in Pumpen oder Turbinen, verwendet.

Eine kostengünstige Alternative im Vergleich zu den genannten lasergestützten Verfahren besteht darin, Kunststoff zu extrudieren, um daraus schichtweise räumliche Objekte aufzubauen. Mittlerweile wird diese Technologie schon in Form von kostengünstigen 3D-Home-Printern für unter 2.000 Euro im Handel angeboten.

Im Rahmen einer Projektarbeit beschäftigt sich eine Gruppe von Maschinenbau-Studierenden im sechsten Semester damit, herauszufinden was den Home-Printern zuzutrauen ist. Die Projektarbeit findet im Labor für Laser-Materialbearbeitung der Fakultät Maschinenbau unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Hierl statt.

Es wurden drei Drucker der Firma Sintermask aus Parsberg - zwei davon wurden leihweise zur Verfügung gestellt - aufgebaut und in Betrieb genommen. Mittlerweile sind die Studierenden dabei, die Geräte zu charakterisieren. 

So soll zum Beispiel herausgefunden werden, welche Maßgenauigkeit oder welche Oberflächengüte zu erreichen ist, von welchen Parametern diese Qualitätsmerkmale abhängen und was die Teile bei Belastung aushalten. Parallel zur praktischen Arbeit erarbeiten sich die Studierenden auch die Grundlagen zur additiven Fertigung.

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