Leiter der AUDI Elektronikentwicklung spricht an OTH Regensburg

18.06.2014
Von: Prof. Georg Scharfenberg

Ricky Hudi, Leiter der Entwicklung Elektrik/Elektronik der AUDI AG in Ingolstadt hält Vortrag an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). Hudi ist Absolvent der ehemaligen Fachhochschule Regensburg.

Ricky Hudi im Vortrag.

Am Campus vor einem Audi RS5 Coupe: (von lnks) Prof. Georg Scharfenberg, Ricky Hudi und Dekan Prof. Dr. Thomas Fuhrmann.

Studierende im Stanglmeier Hörsaal.

Ricky Hudi referiert im vollen Stanglmeier Hörsaal ...

Prof. Scharfenberg, Ricky Hudi und Dekan Prof. Fuhrmann am Audi RS5 Coupe. Fotos: Sandra Dirnberger

... vor Studierenden der OTH Regensburg. Fotos: Sandra Dirnberger

Studierende und Professoren am AUDI A8. Foto: Lucasz Osinksky

Studierende und Professoren begutachten den ausgestellten AUDI A8. Foto: Lucasz Osinksky

In einem 60-minütigen Vortrag an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) zum Thema "Aktuelle Trends und Herausforderungen der E/E Entwicklung" stellte Ricky Hudi, der Leiter der Entwicklung Elektrik/Elektronik weltweit bei der AUDI AG in Ingolstadt, vor. 

Mehr als 200 Studierende und eine ganze Anzahl von Professoren und Professorinnen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus den Fakultäten Elektro- und Informationstechnik, Informatik und Mathematik sowie aus dem Maschinenbau waren zu dem Vortrag im Stanglmeier-Hörsaal erschienen.

Als Eye-catcher hatte das anwesende Team von AUDI zwei moderne Fahrzeuge, einen AUDI A8 sowie einen Audi RS5 Coupe vor dem Maschinenbaugebäude aufgestellt. Fahrzeuge, die nicht nur von außen, sondern auch unter der Motorhaube die Technik zeigten. An einem Stand konnten sich die Studierenden außerdem hinsichtlich aktueller Angebote zu Praktika, Abschlussarbeiten und über den Berufseinstieg informieren. Es gab reichlich Nachfrage!

Sicht auf das heutige Automobil

Ricky Hudi stellte in seinem Vortrag eine umfassende Sicht auf das heutige Automobil vor – und er schickte vorweg, dass die heutigen Fahrzeuge mit ihren Funktionen zu mehr als 90 Prozent durch elektronische Funktionen in Hardware- und Software bestimmt sind.

Diese Funktionen, beginnend bei der Motorsteuerung, über die gesamten Sicherheits- bis hin zu den Komfortfunktionen, sind "Embedded Systems" und damit fahrzeugnahe Elektronik, die heute zunehmend durch die Angebote der Internetwelt und den damit verbundenen Datenvolumina ganz neue Entwicklungsaufgaben erforderlich machen.

Mit den Gerätedemonstrationen und animierten Videos zeigte Ricky Hudi das Fahrzeug, wie es zukünftig an die weiter gestiegenen Sicherheitsanforderungen angepasst ist. Im Video konnte die neue Funktionalität des Fahrlichts mit dem LED-Matrixscheinwerfer demonstriert werden: der Scheinwerfer muss nicht mehr abgeblendet werden, da über Sensoren mögliche Ziele, deren Blendung vermieden werden muss, via Strahlsegmentierung automatisch ausgeblendet werden.

Autonomes Fahren und mediennahe Technologien

Das weitgehend autonome Fahren, bei AUDI "Pilotiertes Fahren" benannt, nimmt dem Fahrer bzw. der Fahrerin nicht den Spaß beim Fahren, sondern hat die Aufgabe, die Kontrolle an das Assistenzsystem mit Umfeldkontrolle dann zu übernehmen, wenn das Fahren zum Beispiel im Stau oder beim Parken abgegeben werden soll. Auch zu diesem Thema konnte ein Video zum AUDI TTS gezeigt werden, der 2009 einen Salzsee in Utah mit einer Geschwindigkeit von 210 Kilometer pro Stunde und nachfolgend eine 20 Kilometer lange Bergstrecke am Pike’s Peak mit 156 Kurven autonom gesteuert befuhr.

Neben vielen anderen Themen wurden insbesondere auch die mediennahen Technologien gezeigt. Die Einbindung des Fahrzeugs in die Welt des Internets, die hervorragende Musikqualität im Auto, die deutlich besser als im Wohnzimmer zuhause sein kann und vieles mehr, wodurch das Fahren und Navigieren im modernen Fahrzeug in Zukunft deutlich verbessert wird.

Dass der so umfassende Einsatz der Elektronik, insbesondere in der Sicherheitstechnik gerechtfertigt ist, zeigt die Statistik der Unfallzahlen. So konnte in Deutschland, wie in vielen anderen Ländern, trotz gestiegener Zahl der Fahrzeuge und des sehr viel schneller gewordenen Verkehrs die Anzahl tödlicher Unfälle in den letzten 20 Jahren um fast 70 Prozent gesenkt werden.

Ricky Hudi über sein Studium an der damaligen FH Regensburg

Ricky Hudi stellte auch seine Verbundenheit mit der OTH Regensburg dar, in dem er über sein erfolgreiches Studium an der ehemaligen FH Regensburg sprach, das er im Wintersemester 1987/88 aufnahm und als Ingenieur der Nachrichtentechnik 1992 abschloss. Er motivierte die anwesenden Studierenden, ein solides Studium als erforderliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere durchzuführen.

Zum Schluss stellte sich Ricky Hudi den Fragen des Auditoriums. Das Interesse der Zuhörerschaft war deutlich fachlich ausgeprägt und Ricky Hudi blieb keine Antwort schuldig. Es wurde aber auch mit Erstaunen nachgefragt, wie eine solche Karriere eines Fachhochschulabsolventen möglich ist.

Ricky Hudi erläuterte seinen Erfolg damit, dass das sehr gut betreute Studium in Regensburg ihm einen hervorragenden Absprung gegeben habe. Bei ihm war zudem sehr früh der Wunsch entstanden, sich hochreichenden Zielen zu stellen und er habe Glück gehabt, zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle gewesen zu sein.

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