Kulturpreis Bayern für HS.R-Student

21.10.2011
Von: Peter Wendler, E.ON Bayern AG

E.ON Bayern würdigt Maschinenbauabsolvent Martin Arbesmeier von der Hochschule Regensburg (HS.R) für seine exzellente wissenschaftliche Leistung.

Gemeinsam bei der Preisverleihung: HS.R-Preisträger Martin Arbesmeier (Mitte) mit HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein (links) und Betreuer, Prof. Dr. Thomas Schlegl von der Fakultät Maschinenbau der HS.R. Foto: Hochschule Regensburg

Martin Arbesmeier, Absolvent des Studienganges Maschinenbau an der Hochschule Regensburg (HS.R), wurde für seine Bachelorarbeit „Weiterentwicklung und Implementierung eines Kalibrierverfahrens für die Winkelsensoren eines SCARA-Roboters“ mit dem Kulturpreis Bayern der E.ON Bayern AG ausgezeichnet.

Moderne Fertigungs- und Produktionsverfahren erfordern aufgrund stetig steigender Qualitätsanforderungen an die Endprodukte auch immer genauere Produktionsprozesse und -anlagen. Dies zeichnet sich auch in der Robotikbranche durch eine deutliche Steigerung der Präzisionsanforderung ab. Ein für die Positionierungsgenauigkeit sehr wichtiger Aspekt ist dabei die Kalibration seiner Winkelsensoren. Der Begriff „Kalibration“ bezeichnet Verfahren der Messtechnik, die Fehler zwischen den von einem Sensor gemessen Werten und den tatsächlich an der betrachteten Anlage vorhandenen Werten minimieren. Im Fall der Winkelmessung an einem Robotersystem sind vor allem konstante Abweichungen im Messwert zu kompensieren. Die Winkelsensoren müssen genau auf eine gezielte Ausgangslage ausgerichtet sein, damit die künstliche Arbeitskraft hochpräzise betrieben werden kann.

Die Bachelorarbeit des Maschinenbauers befasst sich mit der Genauigkeitssteigerung eines Robotersystems, welches im Labor für Materialflusstechnik und Robotik der Hochschule Regensburg entwickelt und aufgebaut wurde. Es wurde ein Verfahren für die teilautomatisierte Kalibrierung der Winkelsensoren entwickelt, indem die vorhandene Hardware konstruktiv optimiert wurde. Als weitere Aufgabe der Abschlussarbeit wurde ein weitgehend automatisierter Programmablauf erstellt. Dieser soll es auch ungeschulten Anwendern ermöglichen, schnell und unkompliziert Bewegungsinformationen aus beispielsweise Simulationen am Roboter in das jeweilige System einzulesen und Animationen des Bewegungsablaufs zu erstellen. Das Experimentalsystem wurde dem Industriestandard näher gebracht und es zeigt, wie ein weiterentwickelter und verbesserter Prototyp des Robotersystems gestaltet werden kann.

Martin Arbesmeier aus Hagenhill gehört zu den 17 Preisträgern der Kategorie „Hochschule für angewandten Wissenschaften/Fachhochschule“; für seine hervorragende Bachelorarbeit wurde er mit einem Preisgeld von 3.000 Euro gewürdigt.

Den jährlich ausgelobten Kulturpreis Bayern erhalten außerdem Künstler aus den sieben bayerischen Regierungsbezirken, die besten Absolventen von zehn Universitäten wie auch die herausragendsten der fünf Kunsthochschulen im Freistaat. Die mit insgesamt 176.000 Euro dotierten Ehrungen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst heuer zum siebten Mal verliehen. Mit dieser Auszeichnung leistet der Netzbetreiber E.ON Bayern einen Impuls zum Erhalt der kulturellen Vielfalt und bietet zugleich eine Bühne für Kunst und Wissenschaft in der Region.

Zurück