Knappe Viertelmillion Euro Föerderzusage für Hochleistungsbeton

20.06.2016
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Bayerische Forschungsstiftung fördert Entwicklung eines Expertensystems zur Nachsteuerung von selbstverdichtendem Beton, leicht verarbeitbarem Beton und Fließestrich. Das Team um Prof. Dr. Wolfgang Kusterle, Fakultät Bauingenieurwesen der OTH Regensburg, erhält Förderbescheid über 232.600 Euro.

Förderbescheid über 232.600 Euro für die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker (Mitte) bei der Übergabe des Förderbescheids der Bayerischen Forschungsstiftung an Prof. Dr. Wolfgang Kusterle (2.v.r.), im Beisein von Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg (2.v.l), Dorothea Leonhardt, Geschäftsführerin der Bayerischen Forschungsstiftung (rechts) und Prof. Dr. Lothar Frey, Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat der Bayerischen Forschungsstiftung (links). (Foto: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat)

Ein Beton, der sich nach dem Verfüllen von selbst verdichtet, also nicht mehr mit dem Rüttler bearbeitet werden muss – das ist ein Stoff, der auf Baustellen Zeit, Manpower und damit Geld einspart. Dieser Hochleistungsbeton ist aber in der Herstellung mit Schwierigkeiten behaftet: Umweltbedingte Schwankungen zum Beispiel beim Wassergehalt, führen letztlich zu einem Ausschuss von rund 20 Prozent.

Im Projekt „SVBA - Selbstverdichtender Beton mit zeitnaher Aussteuerung der Mischungszusammensetzung im Betonmischer“ will ein Team der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) um Prof. Dr. Wolfgang Kusterle diese Quote auf zwei Prozent reduzieren. Aus den Händen von Staatssekretär Albert Füracker erhielt die OTH Regensburg dafür am 20. Juni 2016 einen Förderbescheid über 232.600 Euro aus Mitteln der Bayerischen Forschungsstiftung.

Als Forschungspartner ist neben der Fakultät Bauingenieurwesen die Fakultät Maschinenbau der OTH Regensburg an dem Projekt beteiligt. Von dort werden die nötigen Programmier- und Softwareentwicklungskenntnisse beigesteuert, um ein so genanntes Expertensystem für den Betonmischer zu entwickeln. Dieses soll ein Mess- und Steuergerät  zum Mischer sein, das zuverlässig die perfekte Mischung regelt und dabei schwankende Parameter wie zum Beispiel Sandfeuchtigkeit oder Außentemperatur berücksichtigt. Weiterhin sind fünf Partner aus der Industrie in das Projekt eingebunden. In ihren Fertigteilwerken soll das entwickelte Gerät versuchsweise zum Einsatz kommen. Prof. Dr. Wolfgang Kusterle rechnet mit einer großen Nachfrage nach dieser Innovation: In Deutschland existieren derzeit etwa 1.900 Transportbetonwerke und allein in Bayern rund 50 Fertigteilwerke.

Zwei weitere Förderzusagen übergab Staatssekretär Albert Füracker in diesem Rahmen an die Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg sowie an die Firma SiTOOLs Biotech GmbH, Martinsried und die Universität Hohenheim.

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