Internationales Studierendenteam meistert Forschung im HS.R-Schweißlabor

25.06.2012
Von: Michael Winderl

Gemeinsam mit Gaststudierenden der Pamukkale University haben angehende Maschinenbauer der Hochschule Regensburg (HS.R) den Schutzgasschweiß-Prozess verbessert.

An der Hochschule Regensburg: Die türkische Besuchergruppe mit Vertretern der Fakultät Maschinenbau und Hochschulleitung.

Die Studierenden der HS.R und die Gäste aus der Türkei erarbeiteten das Forschungsprojekt im Schweißlabor an der Fakulät Maschinenbau. Fotos: Fakultät Maschinenbau

Geschwindigkeit und Qualität eines Schutzgasschweiß-Prozesses zu verbessern - dieser Herausforderung stellte sich an der Fakultät Maschinenbau der HS.R ein international gemischtes Studierendenteam. Die Regensburger Teilnehmer waren eine zehnköpfige Gruppe der Studiengänge Maschinenbau und Produktions- und Automatisierungstechnik zusammen mit drei ERASMUS Studentinnen aus Modena (Italien) und Sibiu (Hermannstadt, Rumänien). Das schlagkräftige Team wurde komplettiert durch eine Delegation der Partnerhochschule Pamukkale University in Denizli (Türkei). Das Projekt haben  Dr. rer. nat. Wörner, Dipl.-Ing. Hüttner von der HS.R sowie ihre Kollegen Prof. Dr. Meran und Herrn Prof.Dr. Sekercioglu initiiert und betreut.

Zu Beginn des Sommersemesters 2012 erarbeiteten sich die Studierenden, aufgeteilt in kleine Gruppen, die theoretischen Grundlagen des Metall-Schutzgasschweißens. Die überwältigende Informationsfülle des betrachteten Fachgebietes sowie die durchgehende Projektsprache Englisch – in Wort und Schrift - bereiteten anfangs durchaus Probleme. Jedoch konnten die Kommilitonen stets auf fachliche als auch sprachliche Hilfe der Projektbetreuer vertrauen. Die türkischen Studierenden trafen zusammen mit Prof. Dr. Meran und Prof.Dr. Sekercioglu am Nachmittag des 2. Juni 2012 im Hotel Regensburger Hof ein und schon kurze Zeit später wurden sie freudig an der HS.R begrüßt. Da die Regensburger Studierenden bereits mit dem Versuchsstand im Labor vertraut waren, wurde den Gästen zügig die praktische Handhabung des Aufbaus erklärt und die ersten Schweißproben ließen nicht lange auf sich warten.

In der nun folgenden Projektwoche verbesserten die Studierenden einen automatisierten Schweißprozess, insbesondere in Hinblick auf gesteigerte Geschwindigkeit bei gleichbleibender Qualität. Dabei wurden mit Hilfe der erarbeiteten Theorie gezielt verschiedene Parameter wie Schweißspannung, Stromstärke und Drahtvorschub justiert. Die einzelnen Versuche wurden mit Hilfe eines Hochgeschwindigkeits-Kamerasystems festgehalten und anschließend mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen zur Analyse aufbereitet. Ein Teil der Gruppe beschäftigte sich mit diversen Schweißnahtprüfungen, deren Ergebnisse wiederum zu Verbesserungen des Fügeprozesses führten.

Am 8. Juni 2012 fand das Projekt seinen erfolgreichen Abschluss und die Studierenden zeigten ihre Ergebnisse in mehreren Präsentationen und Videovorführungen. Außerdem folgte das internationale Team den Einladungen der Firmen Krones AG in Neutraubling und Eurocopter in Donauwörth und bekam dadurch interessante Einblicke in das Betriebsleben zweier deutscher Global Player.Zum Abschiedsessen hatte der Deutsche Verband für Schweißen e.V in das Kolpinghaus eingeladen. Bei dieser Gelegenheit dankte Prof. Dr. Wörner stellvertretend allen Teilnehmern für ihr Engagement und den Sponsoren für die Finanzierung des Projektes. Zudem betonte er, dass es dem deutschen Team eine Freude war, Gastgeber zu sein und äußerte seine Zuversicht auf eine auch zukünftig fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Hochschulen.

Das Projekt wurde gefördert durch
• den DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes
• die Hochschule Regensburg (HS.R)
• den Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.
• den türkischen Honorarkonsul in Regensburg, Herrn Hanns Huber

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