Innovative Ansätze zur Steuerung innerbetrieblicher Routenzüge

23.09.2019
Von: Prof. Stefan Galka

Welche innovativen Ansätze für die Steuerung innerbetrieblicher Routenzüge gibt es? - Ihre gemeinsame Forschungsarbeit zu diesem Thema stellten Prof. Stefan Galka und Dr. Eva Klenk auf einer Konferenz in Berlin vor.

Von links: Dr. Eva Klenk von SALT Solutions AG und Prof. Stefan Galka von der OTH Regensburg auf der „9. IFAC Conference on Manufacturing Modelling, Management and Control“ (MIM) in Berlin.

Von links: Dr. Eva Klenk von SALT Solutions AG und Prof. Stefan Galka von der OTH Regensburg auf der „9. IFAC Conference on Manufacturing Modelling, Management and Control“ (MIM) in Berlin. Foto: Prof. Stefan Galka (Selbstauslöser)

Über 750 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutierten ihre Forschungsergebnisse vom 28. bis zum 30. August 2019 auf der 9. IFAC Conference on Manufacturing Modelling, Management and Control (MIM) in Berlin. Mit dabei auch Dr. Eva Klenk von SALT Solutions AG und Prof. Stefan Galka von der Fakultät Maschinenbau der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), die auf der MIM ihre gemeinsame Forschungsarbeit zum Thema Steuerungskonzepte für innerbetriebliche Routenzugsysteme vorstellten. 

Dreitägige Konferenz in Berlin

Für drei Tage trafen sich Forscherinnen und Forscher aus aller Welt an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, um Forschungsergebnisse vorzustellen und zu diskutieren. Das Themenspektrum ist weit gespannt und reicht von Fragen der Bestandsplanung, Produktionssteuerung bis hin zu Themen aus der technischen Logistik. Dabei werden viele der Forschungsthemen durch Aspekte der Industrie 4.0, des Internets der Dinge (IoT) und einer allgemein stärkeren Digitalisierung beeinflusst.

In ihrem gemeinsamen Beitrag beschäftigten sich Dr. Klenk und Prof. Galka mit Routenzugsystemen. Routenzugsysteme werden in vielen Unternehmen für den innerbetrieblichen Transport und dabei insbesondere für die Versorgung der Produktion mit Materialien eingesetzt. Die Herausforderung bei der Planung und Auslegung dieser Systeme ist, dass die Transportbedarfe über den Tag sehr unterschiedlich und zumeist erst kurzfristig bekannt sind. Damit die Versorgung zu keiner Zeit gefährdet ist, wird bei der Auslegung der Systeme meist eine Reservekapazität vorgesehen. Dies stellt in bestimmten Grenzen zwar die Versorgung sicher, führt aber auch zu geringerer Effizienz des Routenzugsystems. 

Beitrag über innovative Steuerungsstrategien

Die Frage, die Dr. Klenk und Prof. Galka mit ihrem Forschungsbeitrag beantworten wollen, lautet: Können innovative Steuerungsstrategien gleichzeitig die Versorgungssicherheit und die Effizienz des Systems verbessern? Bei diesen innovativen Steuerungsstrategien wird auf Grundlage der aktuell vorliegenden Transportaufträge entschieden, welche Transporte zuerst ausgeliefert werden müssen, wann der Routenzug spätestens losfahren muss und welchen Weg er nehmen soll. Im Rahmen der Forschungsarbeit wurden verschiedene Algorithmen entwickelt, die dann mithilfe eines Simulationsmodells getestet wurden.

Für Fragen rund um das Thema Routenzug, Intralogistik und Simulation steht Prof. Stefan Galka gerne per E-Mail bereit.

Zurück