FLÜGGE-Stipendium "LipoPro" an der OTH Regensburg

01.07.2020
Von: Brigitte Kauer

Doktorand Andreas Eigenberger entwickelt ein Produkt zur Eigenfetttransplantation. Für sein Projekt, das in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Regensburg durchgeführt wird, erhält er ein FLÜGGE-Stipendium.

Von links: Doktorand und Stipendiat Andreas Eigenberger von der OTH Regensburg mit Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl und Dr. Thomas Felthaus vom Klinikum der Universität Regensburg.

Von links: Doktorand und Stipendiat Andreas Eigenberger von der OTH Regensburg mit Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl und Dr. Thomas Felthaus vom Klinikum der Universität Regensburg. Foto: Monika Lerchenberger, Uniklinikum Regensburg

In Kooperation mit der Abteilung für Plastische Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Regensburg konnte das start-up center der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) für das Sommersemester 2020 erfolgreich ein FLÜGGE-Stipendium einwerben. Im Mittelpunkt des Stipendiums LipoPro steht die Entwicklung eines Komplettsystems zur mechanischen Aufbereitung von Eigenfetttransplantaten. Dieses Projekt führt der Stipendiat Andreas Eigenberger derzeit durch – mit dem Ziel einer späteren Unternehmensgründung.

Stipendiat Andreas Eigenberger hat an der OTH Regensburg Medizintechnik an der Fakultät Maschinenbau studiert und arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit im Bereich „autologer Fetttransfer mit mechanischer Aufbereitung“. „Ich habe schon mehrere Gründungsideen beim start-up center vorgestellt und wurde dabei immer bestmöglich unterstützt. Umso mehr freut es mich, dass die Zusammenarbeit im Rahmen des FLÜGGE-Stipendiums LipoPro weitergeht“, so Eigenberger. Als Doktorand der Plastischen Chirurgie unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl am Universitätsklinikum Regensburg ist er für die Versuchsplanung zu autologen Fetttransfers zuständig.

Behandlung mit körpereigenen Stoffen im Trend

In der modernen Medizin liegt diese Behandlung mit körpereigenen Stoffen im Trend. Dieses Verfahren, auch Lipofilling genannt, kann man zur Behandlung von krankheitsbedingten Volumendefekten als auch zur Behandlung von Arthrose befallenen Gelenken einsetzen. Obwohl eine der häufigsten plastischen Operationen, benötigt Lipofilling eine Vielzahl an Arbeitsschritten, bis das entnommene Fettgewebe intraoperativ aufbereitet erneut in die Patientin oder in den Patienten injiziert werden kann. 

Diese Aufbereitung möchte das Team, bestehend aus Prof. Dr. Dr. Lukas Prantl, Dr. Thomas Felthaus und Andreas Eigenberger, optimieren. Dabei legen sie den Fokus nicht nur auf das Verkürzen der Aufbereitungszeit, sondern auch auf eine maximale Transplantatqualität.

Bereits 2019 „start-up Ideenpreis“ für diese Gründungsidee

Das bayerische Förderprogramm FLÜGGE – kurz für „Förderung des leichteren Übergangs in eine Gründerexistenz“ – ist bei dem geplanten Ausgründungsvorhaben ein wichtiger Schritt. Im start-up center hatte man das Potenzial der Gründungsidee LipoPro schon vor Längerem erkannt und 2019 dafür einen "start-up Ideenpreis" verliehen. 

„Im Rahmen der finanziellen Förderung des Projekts werden jetzt schutzrechtliche Fragen geklärt und die Produktidee weiter vorangebracht“, so Brigitte Kauer vom start-up center, die das FLÜGGE-Programm betreut. Fachlicher Mentor ist bei diesem Projekt Prof. Dr. Thomas Schratzenstaller von der Fakultät Maschinenbau der OTH Regensburg.

Genauere Informationen rund um das Förderprogramm FLÜGGE kann man auf der Website von „Bayern innovativ“ in Erfahrung bringen. Der aktuelle Förderaufruf ist noch bis zum 19. August 2020 geöffnet. Bis dahin ist eine Bewerbung möglich. Ein Förderbeginn ist dann voraussichtlich ab dem 1. März 2021 möglich.

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