EMZ-Hanauer spendet der Fakultät Maschinenbau

01.12.2010
Von: Prof. Dr. Thomas Schaeffer, Prof. Dr. Georg Rill, Diana Feuerer

Innovative Produktentwicklung im Mehrkörpersimulations-Labor an der Hochschule Regensburg (HS.R) ist auch künftig gesichert.

Bei der Scheckübergabe: (von links) HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein, Dipl.-Ing. Thomas Hanauer, Geschäftsführer der EMZ-Hanauer GmbH, Dr.-Ing. Thomas Schaeffer, Leiter des MKS-Labors der Fakultät Maschinenbau, Dipl.-Ing. Albert Dirnberger von der Fa. EMZ-Hanauer und Prof. Dr. Georg Rill, Dekan der Fakultät Maschinenbau. Foto: Hilde Wagner

Den stolzen Betrag von 15.000 Euro hat aktuell die Fa. EMZ-Hanauer GmbH & Co. KgaA der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Regensburg (HS.R) gespendet. Die symbolische Scheckübergabe fand gestern, Dienstag, 30. November 2010, im Mehrkörpersimulations-Labor (MKS-Labor) der Fakultät Maschinenbau statt. Anwesend waren unter anderen HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein, Prof. Dr. Georg Rill, Dekan der Fakultät Maschinenbau, Dr.-Ing. Thomas Schaeffer, Leiter des MKS-Labors der Fakultät Maschinenbau und Dipl.-Ing. Thomas Hanauer, Geschäftsführer der EMZ-Hanauer GmbH. Das gespendete Geld kommt der weiterhin hochwertigen Lehre der Fakultät zugute. Für den Bereich Produktentwicklung können damit 25 Lizenzen der Software RecurDyn der Fa. FunctionBay finanziert werden. Außerdem sichert das Geld eine Weiterbildungs-Kooperation im Bereich Mehrkörpersimulation.

Der HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein und der Dekan der Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Georg Rill begrüßten die Gäste. Präsident Prof. Dr. Eckstein verband seinen Dank mit dem Hinweis, dass sich die Hochschule durch hoch qualifizierte Absolventen, deren Ausbildung sich insbesondere auch an die spezifischen Erfordernisse der regionalen Wirtschaft orientiert, letztendlich für das entgegengebrachte Vertrauen der Spender revanchieren werde.

Danach sprach der Geschäftsführer der EMZ-Hanauer GmbH & Co. KgaA Thomas Hanauer – der auch Mitglied des Hochschulrates der HS.R ist – zu den Anwesenden. Er bedankte sich für die Einladung und erläuterte nach einer kurzen Firmenvorstellung die Intention dieser Spende. Er wies insbesondere auf die sehr gute Zusammenarbeit mit der HS.R hin.

Der Leiter des Labors für Mehrkörpersimulation Prof. Dr. Thomas Schaeffer bedankte sich im Anschluss im Namen der HS.R für die großzügige Spende und erläuterte, dass die Spende zur Verbesserung der Lehre im Bereich der Produktentwicklung eingesetzt wird.  Danach referierte Prof. Dr. Schaeffer, der die Betreuung und Schulung der Software an der HS.R übernimmt, über den Einsatz von MKS-Software bei der Produktentwicklung.

Mit Mehrkörpersimulations-Programmen (kurz MKS-Programme) werden mechanische Systeme (Maschinen, Baugruppen, Fahrzeuge) als virtuelle Prototypen abgebildet, mit dem Ziel, deren Bewegungsverhalten genauer zu untersuchen. Vom MKS-Programm werden dazu die notwendigen Bewegungsgleichungen automatisch erstellt und Simulationsrechnungen für die gewünschten Betriebsbedingungen durchgeführt. Als Ergebnis erhält man neben den Bewegungen der Bauteile (Positions-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerte) unter anderem auch die notwendigen Antriebsmomente und die Belastungen in den Gelenken und Kontaktflächen. So kann der Entwicklungsingenieur zum Beispiel anhand von Kollisionsuntersuchungen nicht nur die Funktion seiner Konstruktion prüfen, sondern er erhält zudem die für das Auslegen der Bauteile und der Antriebe notwendigen Belastungen. Der große Nutzen solcher Programme liegt im frühzeitigen Ermitteln der Produkteigenschaften, lange bevor reale Prototypen gebaut werden. Damit lassen sich in kürzeren Entwicklungszeiten qualitativ höherwertigere Produkte bei gleichzeitiger Kosteneinsparung auf den Markt bringen.

Im Anschluss zeigte Dipl.-Ing. Björn Pucher von der Fa. EMZ-Hanauer erste Ergebnisse einer Untersuchung an einem Verschlussmechanismus einer Spülmaschine mit dem MKS-Programm RecurDyn. Mit einem kleinen Imbiss und angeregten Fachdiskussionen endete die Veranstaltung.

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