Ein Sommer im Labor und eine WZ-Nominierung

21.09.2018
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

In ihrer Masterarbeit im Studiengang Applied Research befasst sich Anna Rieger mit der Weiterentwicklung psychoakustischer Analysen. Dafür wurde sie für den Studentenpreis 2017 der "Wirtschaftszeitung" (WZ) nominiert.

(von links) Dipl.-Ing. (TU) Andreas Weigand, Continental; Anna Rieger; Dipl.-Ing. (FH) Rainer Weber, Continental; Prof. Dr. Hans-Peter Rabl, OTH Regensburg. Foto: Attila Henning

(von links) Dipl.-Ing. (TU) Andreas Weigand, Continental; Anna Rieger; Dipl.-Ing. (FH) Rainer Weber, Continental; Prof. Dr. Hans-Peter Rabl, OTH Regensburg. Foto: Attila Henning

Bei heißem Wetter ist Anna Rieger schon ab 6 Uhr morgens im Maschinenbautrakt der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). Was nach schöner Beschäftigung klingt, ist nämlich akribische Laborarbeit: Anna Rieger befasst sich in ihrer Masterarbeit des Studiengangs Applied Research mit der Weiterentwicklung psychoakustischer Analysen. Wie die Motoren perfekter Weise röhren müssen und wie das Warnsignal eines Elektro-Busses so klingt, damit es Menschen zwar hören, jedoch nicht davon erschreckt werden, das sind Teilaspekte ihrer Forschung. 

Und so wertet die 23-Jährige bereits in aller Herrgottsfrühe Testschalle im Labor für Verbrennungsmotoren und Abgasnachbehandlung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Rabl aus. Schon ihre Bachelorarbeit hat sie hier absolviert; in Kooperation mit Continental Regensburg. Damals ging es um die Berechnung der Lästigkeit von Schallen. Es galt, psychoakustische Parameter in die Software Matlab zu implementieren. Ein Thema mit Potenzial, nicht nur für eine darauf aufbauende Masterarbeit, sondern auch für eine Nominierung zum Studentenpreis 2017 der „Wirtschaftszeitung“. Obwohl Anna Rieger in die Endrunde der ausgewählten Preisanwärterinnen und -anwärter kam, hat sie den Sprung aufs Siegertreppchen nicht geschafft.

Vom Faktor Tonalität bis zur Validierung per Hörtests

Ihrem Enthusiasmus für das, was sie tut, hat das nicht geschadet. „Zurzeit beschäftige ich mich mit dem Parameter Tonalität“, sagt sie. „Dabei geht es zum Beispiel darum, wie der pfeifende Ton bei EMIL, dem Stadtbus, optimal charakterisiert werden kann.“ Bis es so weit ist, muss sie jedoch ihre Ansätze dazu in Programmsprachen überführen. Und dann steht auch noch die Validierung durch Hörtests an Probandinnen und Probanden an.

Was Anna Rieger nach dem Abschluss ihres Masterstudiums nach dem Wintersemester 2018/2019 machen will, darüber ist sie sich noch nicht ganz im Klaren. Einen Wunsch jedenfalls hat sie bereits jetzt: Egal, ob bei einem Unternehmen oder weiter in der Forschung – sie möchte in der Region bleiben. „Ich komme aus Sinzing und habe über den Technikzweig der FOS an die OTH Regensburg gefunden. Das war eine gute Entscheidung“, sagt sie.

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