Doktorarbeit über Verringerung der Schadstoffbelastung durch Stickoxide

18.10.2019
Von: Institut für Angewandte Forschung und Wirtschaftskooperationen

Am 18. September 2019 hat Peter Braun, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Labor für Verbrennungsmotoren und Abgasnachbehandlung CEEC der OTH Regensburg, seine Promotion an der Universität Regensburg erfolgreich verteidigt.

Von links: Prof. Dr. Werner Kunz, Prof. Dr. Hans-Peter Rabl, Peter Braun, Prof. Dr. Frank-Michael Matysik und Prof. Dr. Alkwin Slenczka.

Von links: Prof. Dr. Werner Kunz, Prof. Dr. Hans-Peter Rabl, Peter Braun, Prof. Dr. Frank-Michael Matysik und Prof. Dr. Alkwin Slenczka. Foto: Lydia Braun

Das Thema der Arbeit von Peter Braun ist gerade sehr aktuell: Abgasnachbehandlung bei Fahrzeugen zur Senkung der Schadstoffbelastung in Innenstädten.

Seit mehreren Jahrzehnten werden bei Pkw und Lkw katalytische Abgasnachbehandlungssysteme äußerst wirkungsvoll eingesetzt, um die Konzentration der Schadstoffe zu verringern. In den letzten Jahren lag bei Dieselmotoren ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von Maßnahmen zur Verringerung des Stickstoff-Ausstoßes.

Gerade unter niedrigen Lasten des Verbrennungsmotors, wie diese im Stadtverkehr auftreten, wird nur eine geringe Temperatur des Abgasnachbehandlungssystems erreicht. Maßnahmen zur Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades führen in der Regel zu einer weiteren Verringerung dieses Temperaturniveaus, somit wird die erforderliche Temperatur für eine wirksame Emissionsminderung nicht erreicht.

Die Verbesserung der Tieftemperaturaktivität von Harnstoff-SCR-Systemen für die Anwendung in Fahrzeugen ist ein viel diskutiertes Thema. Verbesserungen auf diesem Gebiet leisten einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Schadstoffbelastung durch Stickoxide gerade in Städten.

Die theoretischen und experimentellen Untersuchungen des Promotionsvorhabens zielten darauf ab, geeignete Maßnahmen für dieses Problemfeld zu identifizieren und geeignete Lösungen zu entwickeln.

Peter Braun hat in seiner Arbeit ein sehr wichtiges Thema in der Abgasnachbehandlung von Fahrzeugen aufgegriffen und dabei bedeutsame wissenschaftliche Erkenntnisse in diesem interdisziplinären Gebiet zwischen ingenieurtechnischer Anwendung und chemischer Analytik erzielt.

Die Doktorarbeit wurde als kooperative Promotion zwischen dem Labor für Verbrennungsmotoren und Abgasnachbehandlung (CEEC) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Peter Rabl, und dem Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik der Universität Regensburg, unter Leitung von Prof. Dr. Frank-Michael Matysik, durchgeführt.

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