Digitalisierung im Anlagen-Engineering und -betrieb

19.02.2019
Von: Michael Stemplinger

An der Fakultät Maschinenbau fand am 16. Januar 2019 das „13. Technik-Kolloquium Regensburg“ rund um die Digitalisierung im Anlagen-Engineering und –betrieb statt. Mit dabei: zwei Gastredner aus der Praxis.

Beim 13. Technik-Kolloquium im Januar 2019 an der OTH Regensburg. Von links: Prof. Dr. Thomas Lex, Prof. Dr. Ingo Ehrlich, Prof. Dr. Ulrich Briem und die Referenten Martin Rittmeister und Dr. Franz Malcher von der Firma Linde Engineering.

Beim 13. Technik-Kolloquium im Januar 2019 an der OTH Regensburg. Von links: Prof. Dr. Thomas Lex, Prof. Dr. Ingo Ehrlich, Prof. Dr. Ulrich Briem und die Referenten Martin Rittmeister und Dr. Franz Malcher von der Firma Linde Engineering. Foto: Daniela Stang

Unter der Organisation von Prof. Dr.-Ing. Thomas Lex, dem Leiter des Labors Kraft-Wärme-Kälte, fand am 16. Januar 2019 das 13. Technik-Kolloquium Regensburg statt. Die Veranstaltungsreihe der Fakultät Maschinenbau, zu der Prof. Dr.-Ing. Ulrich Briem, Dekan der Fakultät Maschinenbau, und Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich, Leiter des Labors Faserverbundtechnik, eingeladen hatten, fand 2019 bereits zum siebten Mal statt.

Die Digitalisierung ist ein großes und wichtiges Thema in der Industrie und nicht zuletzt Kerngedanke der Industrie 4.0. Passend dazu stand das 13. Technik-Kolloquium ganz im Zeichen der Digitalisierung. Die Zuhörerschaft, bestehend aus Studierenden, Mitarbeitenden der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und Gästen aus der Industrie, bekam zwei spannende und interessante Vorträge zum Thema Digitalisierung bei Linde Engineering im Bereich des Anlagen-Engineerings und -betriebs zu hören.

Vorträge mit Beispielen aus der Praxis

Martin Rittmeister, Head of IT for Engineering bei der Firma Linde, erläuterte im ersten Vortrag zunächst sehr anschaulich und allgemein den Begriff der Digitalisierung und welche Felder der Digitalisierung bei Linde Engineering verwirklicht werden. So setzt Linde bei der Digitalisierung beispielsweise unter anderem auf Cloud-Computing, Industrial Internet of Things (IIoT), Big Data und auf den Einsatz mobiler Geräte. Martin Rittmeister stellte Daten vor, die im Zuge von Big Data bei der Kommunikation in Projekten gewonnen wurden. Diese sollen zukünftig zum verbesserten Ablauf bei kleinen und großen Projekten herangezogen werden können.

Der zweite Referent Dr. Franz Malcher, Group Lead IT Systems for Basic und Detail Engineering bei Linde, bot im zweiten Vortrag einen genauen Einblick in die Software-Landschaft und die Schnittstellen der einzelnen Programme im Anlagen-Engineering. Dr. Malcher zeigte an einem Beispiel, wie das integrierte Datenbanksystem COMOS die Anlagenplanung unterstützt. In dieser Datenbanklösung laufen nicht nur alle Dokumente und Pläne wie etwa R&I-Fließschema, Datenblätter und CAD-Dateien einer Anlage zusammen, sondern diese sind zugleich auch miteinander verknüpft.

Eine solche integrierte Datenbanklösung erleichtert nicht nur das Zusammenarbeiten verschiedener Fachabteilungen beim Anlagen-Engineering, sondern sorgt auch beim Betrieb der Anlage dafür, dass alle Daten zentral immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden können. Mithilfe von Cloud-Computing lässt sich überall auf der Welt, mit jedem mobilen Endgerät, auf das System zugreifen, um etwa im Betrieb oder der Instandhaltung direkt an der Anlage Pläne und Zeichnungen sowie Datenblätter aufzurufen und gegebenenfalls zu berichtigen.

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