Digitale Transformation in der Prozessplanung

02.01.2020
Von: Prof. Stefan Galka

Wie sehen die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine digitale Prozessplanung aus? – Darüber sprach Gastdozent Tobias Traurig von der Zollner Elektronik AG, den Prof. Stefan Galka in seine Vorlesung eingeladen hatte.

In einem Gastvortrag an der OTH Regensburg erläuterte Tobias Traurig die Herausforderungen der digitalen Transformation in der Prozessplanung bei einem EMS-Dienstleister.

In einem Gastvortrag an der OTH Regensburg erläuterte Tobias Traurig die Herausforderungen der digitalen Transformation in der Prozessplanung bei einem EMS-Dienstleister. Foto: Prof. Stefan Galka

Am 25. November 2019 diskutierte Tobias Traurig von der Zollner Elektronik AG im Rahmen der Vorlesung „Digitale Fabrikplanung“ von Prof. Stefan Galka über die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine digitale Prozessplanung.

Die Zollner Elektronik AG mit Sitz in Zandt gehört zu den Top 15 EMS-Dienstleister (Electronics Manufacturing Services) weltweit. Von Zollner hergestellte Produkte finden sich in vielen Bereichen – so etwa in Flugzeugen, Autos und Medizinprodukten. Zollner produziert und entwickelt elektronische Produkte für verschiedene Unternehmen und ist deshalb den Nutzerinnen und Nutzern elektronischer Produkte oft kein Begriff. 

Dienstleister im Bereich Electronics Manufacturing Services (EMS)

Ein EMS-Dienstleister ist für diverse Kundinnen und Kunden tätig und betreut Produkte in den unterschiedlichsten Lebenszyklen: von den ersten Prototypen bis zum Ersatzteilgeschäft. Daraus resultieren sehr hohe Anforderungen an das Produkt-Lebenszyklusmanagement. Zollner setzt hierbei auf eine durchgängige Digitalisierung. Diese beginnt beim Management der Produktdaten, umfasst die digitale Planung der Produktionsprozesse und endet bei der Datenerfassung in der Produktion, um jederzeit die Nachverfolgbarkeit von Komponenten in den Produkten sicherzustellen.

Tobias Traurig ist Director Industrial Engineering und Global Engineering im Hause Zollner und verantwortet einige wichtige Projekte im Bereich der digitalen Transformation. Um über seine Erfahrungen zu berichten, kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück: Er hatte an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) Industrial Engineering im Masterstudiengang studiert. 

Digitale Transformation als Werkzeugkasten

In seinem Vortrag sagte er, dass die digitale Transformation ein Werkzeugkasten sei und aus vielen unterschiedlichen Ansätzen bestehe, die sinnvoll kombiniert werden müssen. Ein Erfolgsfaktor sei die Verknüpfung von einem Produkt, einem Produktionsprozess und Produktionsressourcen. Dabei setzt Zollner auf Konzepte wie den „digitalen Zwilling“ und auf ein umfangreiches Produktdatenmanagement. 

Der Gastvortrag von Tobias Traurig unterstützt die praxisnahe Ausbildung an der OTH Regensburg. Auch in Zukunft sollen Expertinnen und Experten aus der Praxis ihre Erfahrungen im Bereich digitale Fabrikplanung in die gleichnamige Vorlesung einbringen. Die OTH Regensburg dankt dem Referenten und der Zollner Elektronik AG für das Engagement und freut sich auf eine Wiederholung der Veranstaltung im Wintersemester 2020/2021.

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