Auszeichnung für Turbinenanalyse

11.11.2022

Am Donnerstagabend, 10. November 2022, war es soweit: Nicole Zöllner erhielt für ihre Masterarbeit im Studiengang Maschinenbau den mit 2.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis des Bayernwerks.

Preisträgerin Nicole Zöllner mit dem bayerischen Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume (l.) und Bayernwerk-Chef Dr. Egon Leo Westphal (r.). Foto: Alex Schelbert

Preisträgerin Nicole Zöllner mit dem bayerischen Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume (l.) und Bayernwerk-Chef Dr. Egon Leo Westphal (r.). Foto: Alex Schelbert/Bayernwerk AG

Die Preisverleihung hat im Rahmen eines Festakts mit rund 250 Gästen in den Münchener Eisbach Studios stattgefunden. Gemeinsam mit 32 weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bayerischer Hochschulen und Universitäten erhielt Nicole Zöllner den begehrten Preis aus den Händen von Bayerns Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume. Den Bayerischen Kulturpreis verleiht die Bayernwerk AG (Bayernwerk) zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Neben den Wissenschaftspreisen wurden auch Preise in der Sparte Kunst sowie ein Sonderpreis vergeben.

Moderatorin Nina Sonnenberg führte durch den Abend. Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, betonte, wie wichtig es sei, sich die Leistung der Wissenschaft bewusst zu machen: „Die Menschen in Wissenschaft und Forschung leisten unverzichtbare Beiträge für das tägliche Leben und die Zukunftsgestaltung unserer Gesellschaft. Der Kulturpreis Bayern ist immer auch ein Zeichen großen Respekts vor besonderen Leistungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der bayerischen Hochschullandschaft.“

Staatsminister Markus Blume betonte: „Wissenschaft und Forschung sind die Schlüssel, um auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb zu brillieren. Mit der Hightech Agenda investieren wir in ein attraktives und breit aufgestelltes Ökosystem aus Spitzenforschungseinrichtungen und innovativem Unternehmertum. Der wissenschaftliche und kreative Ideenreichtum der Preisträgerinnen und Preisträger ist beeindruckend! Hier zeigt sich: In Bayern ist der Boden für Wissenschaft und Forschung äußerst fruchtbar!“

Präsident Prof. Dr. Ralph Schneider war bei der Preisverleihung dabei und gratulierte der Preisträgerin der OTH Regensburg: "Ich habe Frau Zöllner während ihres Studiums persönlich kennengelernt und freue mich sehr, dass ihr hohes Engagement mit dem Kulturpreis Bayern gewürdigt wird."

Weniger ist mehr? Nicht bei Turbinen

Nicole Zöllner wurde für ihre Masterarbeit im Studienfach Maschinenbau geehrt. In ihrer Arbeit untersucht Nicole Zöllner, ob eine bestimmte Art von Turbinen im Simulationsmodell vereinfacht dargestellt werden kann, um Rechenleistung zu sparen. Aufbauend auf Strömungsmechanik, Numerik und Thermodynamik analysierte sie zunächst die Vor- und Nachteile der Turbinenform. Anschließend wurden mehrere verschiedene Simulationsmodelle untersucht, die die Turbinengeometrie auf bestimmte Bauteile begrenzen. Dabei ergab sich in der Simulation ein ungewünschter Druckgradient, der die Ergebnisse verfälscht. Nicole Zöllner hat deshalb verschiedene Faktoren umfassend analysiert, die Einfluss auf den Druckgradienten haben. Letztlich kam sie zu dem Ergebnis, dass die Vereinfachung des Turbinenmodells zur Verfälschung der Ergebnisse führt. Somit ist die Optimierung mit diesem Aufbau nicht möglich. „Meine Arbeit liefert Erkenntnisse für die Entwicklungsweise von speziellen Turbinenarten, die zur dezentralen Energiebereitstellung genutzt werden können“, fasst Nicole Zöllner die Einsichten aus ihrer Arbeit zusammen. Betreut wurde ihre Masterarbeit von Prof. Dr.-Ing. Andreas Lesser. "Mein Dank gilt allen, die mich seit dem ersten Semester bis zum Ende meines Studiums in irgendeiner Art und Weise begleitet haben und natürlich meinem betreuenden Professor", sagte Nicole Zöllner in einer Videobotschaft. Inzwischen arbeitet Nicole Zöllner  bei der Regensburger Firma Vitesco Technologies als Simulationsingeneurin.

Mehrere regionale Fernsehsender haben das 100-minütige Programm mit verschiedenen Show-Acts live übertragen. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier nachträglich sehen. Dort sind auch die Steckbriefe aller Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger zu finden.

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