Nachrichten aus der Fakultät

Promotion im Bereich Software Engineering

11.05.2017
Von: Christine Wirth, IAFW

"Summa cum laude" für Mitchell Joblin: Der Promovend von Prof. Dr. Wolfgang Mauerer hat in seiner Doktorarbeit untersucht, wie das Zusammenspiel von Softwaresystem und Mensch in weltweiten Großprojekten optimiert werden kann.

Mitchell Joblin bei seiner Verteidigung vor der Promotionskommission. Foto: Andreas Stahlbauer

Mitchell Joblin bei seiner Verteidigung vor der Promotionskommission. Foto: Andreas Stahlbauer

Die Dissertation zum Thema „Structural and Evolutionary Analysis of Developer Networks“ entstand an der Universität Passau in Zusammenarbeit mit Siemens Corporate Research und der OTH Regensburg. In seiner Arbeit untersuchte Mitchell Joblin, wie das Zusammenspiel von Technik und menschlicher Zusammenarbeit bei großangelegten Softwareprojekten quantitativ zu betrachten ist. Der neuartige und interdisziplinäre Ansatz lieferte wesentliche Erkenntnisse für das Verständnis der Evolution von Softwareprojekten.

"Hoher Anwenderbezug"

„Die Erkenntnisse dieser Arbeit haben neben ihrer hohen wissenschaftlichen Expertise einen starken Anwenderbezug", lobt Prof. Dr. Wolfgang Mauerer die Dissertation. "Durch die Veröffentlichung des Codes als Open Source-Software leistet Joblin darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung dieses Forschungsthemas."

Joblin hat für seine Untersuchungen quantitative Techniken aus der mathematischen Soziologie herangezogen, um das Zusammenspiel von Entwicklern (wer arbeitet mit wem zusammen, welche Rollen werden effektiv ausgefüllt, welche Abhängigkeitsverhältnisse ergeben sich daraus etc.) genau zu quantifizieren. Die Ergebnisse, die mit modernen maschinellen Lernverfahren erzielt wurden, sind sowohl durch statistische Techniken wie auch durch soziologisch begleitete Umfragen unter den beteiligten Entwicklern selbst verifiziert.

Auf renommierten Konferenzen vorgestellt 

Auch von Seiten des betreuenden Professors an der Universität Passau, Prof. Dr. Sven Apel vom Lehrstuhl für Software-Engineering, gab es viel Lob: „Die Arbeit von Herrn Joblin wurde in wissenschaftlichen Journals und auf sehr renommierten, internationalen Konferenzen vorgestellt, u.a. auf der ICSE, einer der führenden Konferenzen für Software Engineering“. Veröffentlichungen mit hohem Impact sind wichtig, um Forschenden und Praktikern zu ermöglichen, die neuesten Innovationen, Trends und Erfahrungen im Bereich Software Engineering zu präsentieren und zu diskutieren.

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