Mehr Wohn- und Lebensraum für Vögel und Insekten

07.08.2019
Von: Petra Faldum

Nachhaltigkeit lässt sich in vielen kleinen Schritten umsetzen. Das zeigen verschiedene Projekte, die 2019 für mehr Nachhaltigkeit auf dem Campus starteten: von Blühwiese bis Insektenhotel und Flachwasserstelle für Vögel.

Eines der Projekte für mehr Artenvielfalt und Nachhaltigkeit auf dem Campus der OTH Regensburg ist die Blühwiese.

Eines der Projekte für mehr Artenvielfalt und Nachhaltigkeit auf dem Campus der OTH Regensburg ist die Blühwiese.

Am See auf dem Campusgelände der OTH Regensburg wurde auch eine Flachwasserstelle für Vögel gebaut. So können die Vögel das Wasser auch bei wechselnden Wasserständen zum Trinken und Baden sicher erreichen.

Am See auf dem Campusgelände der OTH Regensburg wurde auch eine Flachwasserstelle für Vögel gebaut. So können die Vögel das Wasser auch bei wechselnden Wasserständen zum Trinken und Baden sicher erreichen. Fotos: Petra Faldum

Im Zeichen von mehr Nachhaltigkeit sind an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) inzwischen verschiedene Netzwerke aktiv: von Vereinen und Fachschaften bis zu Arbeitskreisen und engagierten Einzelpersonen.

Kleine Projekte für mehr Artenvielfalt

Nachhaltigkeit hat viele Gesichter, eine wichtige Säule ist die Ökologie. Die Dynamik hierzu ging vom Sprecherinnenrat der Studierendenvertretung aus: Im Fokus der Aktionen zur Nachhaltigkeit stehen Projekte zur Artenvielfalt am Campus. Die vielen Grünflächen auf dem Campus bieten sich an, diese Flächen aufzuwerten, etwa indem man regelmäßiges Mähen reduziert oder ganz darauf verzichtet.

Die Erfolgsbilanz kann sich hören und vor allem auch sehen lassen. Auf zirka 6.000 Quadratmetern Fläche haben Gräser viel Zeit zu blühen und auszusamen. Die Samen tragen zur Artenvielfalt im nächsten Jahr bei, leisten einen wichtigen Beitrag als Nahrungsquelle für Insekten und sind dazu eine Augenweide. Hier kann man stehen bleiben und dem Summen der Bienen und Hummeln lauschen. 

Eine aktive Blühwiesenaussaat wurde auf fast 3.000 Quadratmetern realisiert, im Juli 2019 konnte erstmals die Vielfalt der Blüten bewundert werden, die sich in den nächsten Jahren noch dichter und prachtvoller entwickeln wird. Bei der Samenauswahl wurde auf eine regionale und mehrjährige Wildkräuterzusammenstellung geachtet, die für Insekten ein reiches Nektar- und Pollenangebot von April bis November liefert.

Wohn- und Nistraum für Vögel

Im Juli 2019 wurden Nistkästen für Vögel installiert und somit Wohnraum für 40 Vogelfamilien wie Stare, Mauersegler, Kleiber, Zaunkönige, Kohl- und Blaumeisen, Garten- und Hausrotschwanz, wer auch immer den Kasten bezieht, geschaffen. Für die Brutsaison 2019 ist das zwar zu spät, aber ein Nistkasten ist nie sinnlos und auch im Winter nützlich. Zudem bieten sie nicht nur Vögeln, sondern auch kleinen Säugetieren wie Siebenschläfern, Haselmäusen und Insekten ein schützendes Heim und einen Unterschlupf in kalten Nächten.

Gleiches gilt für die Fledermauskästen: Hier können sich die nachtaktiven Tiere, die längst zu den geschützten Tieren zählen, tagsüber aufhalten und schlafen. Hier können sie ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen oder Winterschlaf halten.

Umsetzung mit vielen helfenden Händen

Bei der Umsetzung dieser nachhaltigen Projekte waren auch einige Helferinnen und Helfer engagiert am Werk. So hatte Karl Griesbeck von der Fakultät Bauingenieurwesen die Trink- und Badestelle für die Vögel im See gebaut, damit die Tiere auch bei wechselnden Wasserständen das Wasser zum Trinken und Baden sicher erreichen.

Gernot Maurer von der Abteilung Gebäude und Technik hatte den Dachboden nach versehentlich eingeflogenen Mauerseglern abgesucht. Eine sinnvolle Aktion, denn Mauersegler finden aus großen Räumen nicht mehr alleine hinaus, falls sie durch eine kleine Öffnung oder einen Spalt eingeflogen sind. Gekippte Fenster weisen eine ähnlich große Gefahr auf. Jürgen Schöner, ebenfalls von der Abteilung Gebäude und Technik, verschloss eine Lücke im Gitterrost am Gebäude, um zu verhindern, dass weitere Hausrotschwänzchen ins Gebäude einfliegen und den Weg nicht mehr hinausfinden.

Neue Insektenhotels für Oktober geplant

Für Oktober 2019 steht die Aufstellung mehrerer Insektenhotels auf der To-do-Liste. Diese werden maßgeblich von Martin Forster und Alois Bräu aus der Modellwerkstatt der OTH Regensburg, Standort Prüfeninger Straße, gefertigt. Das Füllen der Hotels mit Naturmaterialien ist unter anderem im Rahmen einer Bastelaktion mit den Kindern des Herbstferien-Programms der Familienfreundlichen Hochschule geplant.

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