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Summer School in Beirut zum Projekt „Der virtuelle Basar von Aleppo“

04.10.2019
Von: Tutku Topal

Bei der Summer School 2019 in Beirut ging es nicht nur ganz konkret um das virtuelle Modell des Basars von Aleppo, sondern auch um den interkulturellen Austausch der Architektur-Studierenden im Bereich Denkmalpflege.

Die Teilnehmenden der Summer School zum Projekt „Der virtuelle Basar von Aleppo“ mit Studierenden aus Aleppo und Beirut sowie Teilnehmenden aus Berlin und Regensburg im September 2019 während einer gemeinsamen Stadtführung durch Beirut.

Die Teilnehmenden der Summer School zum Projekt „Der virtuelle Basar von Aleppo“ mit Studierenden aus Aleppo und Beirut sowie Teilnehmenden aus Berlin und Regensburg im September 2019 während einer gemeinsamen Stadtführung durch Beirut.

Prof. Dr. Dietmar Kurapkat von der Fakultät Architektur der OTH Regensburg mit Studierenden der Universität Aleppo bei der Summer School 2019 in Beirut.

Prof. Dr. Dietmar Kurapkat von der Fakultät Architektur der OTH Regensburg mit Studierenden der Universität Aleppo bei der Summer School 2019 in Beirut.

Eine Architekturstudentin der Universität Aleppo mit einer 3-D-Brille bei ihrem virtuellen Gang durch den Basar von Aleppo.

Eine Architekturstudentin der Universität Aleppo mit einer 3-D-Brille bei ihrem virtuellen Gang durch den Basar von Aleppo. Fotos: Simon Stolz

Vom 9. bis 15. September 2019 führte eine Arbeitsgruppe der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) von der Fakultät Architektur mit Kolleginnen und Kollegen vom Deutschen Archäologischen Institut sowie mit zwölf Studierenden der Universität Aleppo und vier Studierenden der Libanesischen Universität eine Summer School zum Projekt „Der virtuelle Basar von Aleppo“ in Beirut durch. Die Summer School wurde vom Auswärtigen Amt aus Mitteln des Projekts „Stunde Null: Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“ gefördert.

Der Basar von Aleppo gehört zu den historisch bedeutsamsten Basaren der islamischen Welt. Er wurde nicht umsonst als Teil der Altstadt von Aleppo 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das Projekt „Der virtuelle Basar von Aleppo“, gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung und durchgeführt an der Regensburger Fakultät Architektur, verfolgt das Ziel, ein Modell des Basars in seinem Zustand im Jahr 2011 zu erstellen. Dieses Modell soll als eine wissenschaftlich fundierte Basis für die denkmalpflegerische Entscheidungsfindung bei den Planungen zu einem Wiederaufbau dienen.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Kurapkat arbeitet ein Team der OTH Regensburg bereits seit Februar 2017 an der Erstellung des virtuellen Modells des Basars. In Beirut konnten nun die Ergebnisse dieser Arbeit zum ersten Mal gemeinsam mit Studierenden aus der Region in Form von Anwendungsübungen und verschiedenen Rollenspielen getestet werden. Neben der Benutzung des 3D-Modells stand allerdings auch der interkulturelle Austausch von Kompetenzen im Bereich der Denkmalpflege im Vordergrund. Aufgrund ihres Schicksals diente die Stadt Beirut hierbei als ein besonders geeigneter Schauplatz für viele anregende Diskussionen rund um den Kulturerhalt.

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