Aktuelles

Projekt "Raum schaffen" an der HS.R ARCH

01.10.2012

Studieren an der HS.R ARCH:

Hier Studierende des 3. Semesters Industriedesign

Fotos: Matthew Burger

„Shared Desk“  ist das Rezept, mit dem aus wenig Raum mehr gemacht werden soll – ein Konzept, das auf Rücksichtnahme und Mitverantwortung der Raumnutzer ebenso basiert wie auf flexibler und dauerhafter Raumausstattung auf einfachstem Niveau. Und so ging es in der vorlesungsfreien Zeit in der Fakultät Architektur ungewöhnlich geschäftig zu:  Räume wurden mit Unterstützung des technischen Betriebs renoviert und unter Beteiligung vieler Helfer neu möbliert, (ur)alte Möbel entsorgt. Möglich wurde dies durch die Bewilligung des Antrags „Raum schaffen“ der Fakultät durch die Hochschulleitung unter Beteiligung des Gremiums zur Genehmigung von Projektfinanzierungen aus dem 15%-Topf der Studiengebühren sowie dem tatkräftigen Einsatz vieler Helfer, besonders aber unserer Werkmeister Alois Bräu, Josef Brunner und Peter Pilz sowie unseres Laboringenieurs Michael Salberg und etlicher Studierender aus allen Studiengängen der Fakultät Architektur.

Das Konzept des Teaching Office, ein mit Zustimmung der Hochschulleitung vom ehemaligen Dekan der Fakultät Architektur, Prof. Dr. Hierl seit dem WS 2007/ 2008 kontinuierlich mit den Studierenden und Lehrenden der HS.R ARCH umgesetztes Raum- und Lehrkonzept, ist ein tragendes Element des Studiums der Architektur, des Industriedesigns, der Gebäudeklimatik sowie der Historischen Bauforschung an der HS.R., mit seinen umfangreichen Gruppen-Projektarbeiten in den Bereichen Analysieren, Entwerfen und Konstruieren.

Es beinhaltet, dass die Studierenden jahrgangsweise einen ihnen zugewiesenen Raum sowohl als Vorlesungs-, Übungs- als auch als Arbeitsraum verwenden können. So wird ihnen qualifizierter Arbeitsraum an der Hochschule zur Verfügung gestellt, der die Möglichkeit bietet, sich mit den notwendigen Arbeitsmaterialien wie großformatigen Planunterlagen, Modellen, Skizzenpapier und Laptops zusammenzusetzen und ihre Projekte im Dialog untereinander und mit den Lehrenden gemeinsam zu entwickeln.  Mit einer größeren Raumnutzungseffizienz entsteht gleichzeitig ein breiteres Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe, zum Studiengang und zur Fakultät.

Das Konzept hatte  sich in den letzten Jahren in Lehre und Selbststudium sehr bewährt. Durch den Ausbau der Fakultät mit der Einführung der neuen Studiengänge Gebäudeklimatik, Industriedesign und Historische Bauforschung stieß die Fakultät jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen, kreative Lösungen mussten gefunden werden, um Lehr- und Arbeitsbedingungen zu erhalten, ohne der HS.R budgetäre Belastungen für die Anmietung zusätzlicher externer Räume zumuten zu müssen.

Die Mittel für dieses Projekt stammen überwiegend aus dem 15%-Topf der Studiengebühren, ein Beweis dafür, wie mit Geldern aus Studienbeiträgen entgegen jeglicher derzeit im politischen Raum kursierender Behauptungen die Bedingungen von Studium und Lehre auf einfachste Weise unter Beteiligung der Studierenden grundlegend verbessert werden können.

Die „Teaching Offices“, frisch geweißelt und neu möbliert, motivieren mit ihrer Studioatmosphäre nun die Studierenden zum intensiven Projektstudium und – so die Hoffnung – sowohl zur Rücksicht auf ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger am Arbeitsplatz wie auch zum pfleglichen, verantwortungsvollen Umgang mit Raum und Inventar. Denn neu an dem Konzept des“ Shared Desk“ ist, dass es keine festen, persönlichen Arbeitsplätze mehr gibt: die Studierenden teilen sich die verfügbaren Arbeitsplätze, müssen daher ihre Materialien nach der Arbeit in bereitgestellte Kisten einräumen und dem Nächsten einen gereinigten Arbeitsplatz hinterlassen. So wird aus wenig (Platz) mehr.

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