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Margaret (Hamilton) und die Mission zum Mond

10.12.2020
Von: Marina Almanstötter

Mit einem digitalen Projekt, das aus einer Bachelorarbeit im Industriedesign entstanden ist und das 2019 mit dem Genderpreis ausgezeichnet wurde, möchte Marina Almanstötter die Informatik für Mädchen attraktiver machen.

Das digitale Projekt "Margaret und die Mission zum Mond" soll Mädchen für Informatik begeistern und entstand im Rahmen der Bachelorarbeit von Marina Almanstötter, die mit dem "Genderpreis 2019" der OTH Regensburg ausgezeichnet worden war.

Das digitale Projekt "Margaret und die Mission zum Mond" soll Mädchen für Informatik begeistern und entstand im Rahmen der Bachelorarbeit von Marina Almanstötter, die mit dem "Genderpreis 2019" der OTH Regensburg ausgezeichnet worden war. Foto: Marina Almanstötter; Illustration: Victor Janin

„Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.“ – Der Astronaut Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Mond und wurde dadurch zum Helden und Vorbild vieler Kinder. Hinter dem ersten Menschen auf dem Mond standen jedoch rund 400.000 Personen in wissenschaftlichen, Ingenieurs- und Technikteams, die dieses geschichtliche Ereignis erst ermöglichten.

Eine davon ist Margaret Hamilton: eine Mathematikerin und Software-Entwicklerin, die für die Flugsoftware der Apollo-Missionen der NASA zuständig war und somit maßgeblich zum Erfolg und zur Sicherheit der Astronauten dieser ersten bemannten Mondlandung beitrug.

Geschichte einer Heldin in digitaler Form

„Margaret und die Mission zum Mond“ illustriert die Geschichte von Margaret Hamilton in digitaler Form und stellt jungen Kindern und insbesondere Mädchen eine außergewöhnliche Heldin vor. Die Storytelling-Website beinhaltet zudem ein kurzes Spiel, das den Leser*innen grundlegende Programmierkonzepte näherbringt.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Jungen Hochschule im Rahmen einer Bachelorarbeit im Fach Industriedesign an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). Die Absolventin Marina Almanstötter untersuchte die Einflussfaktoren, die das Feld der Informatik für viele Mädchen und Frauen unattraktiv erscheinen lassen, die sozialen Strukturen der Disziplin und die Ursachen für die ungleiche Geschlechterverteilung.

Mädchen gezielt für Informatik begeistern

Diese Faktoren lassen sich weitgehend auf die Entwicklung des Berufsfeldes und das daraus resultierende und aufrechterhaltene Image der Informatik heute zurückführen. Die Anfänge der Disziplin als eine typische „Frauenarbeit“ und besonders die gezielte Entwicklung in ein männlich dominiertes Feld prägen die geschlechtsspezifische Zusammensetzung der Branche. Das Resultat der Arbeit ist ein Konzept zur Verbesserung der Wahrnehmung unterrepräsentierter Gruppen, insbesondere von Mädchen, gegenüber der Informatik.

Mit Unterstützung der Bachelor-Betreuerin Prof. Dr. Rosan Chow von der Fakultät Architektur, Armin Gardeia von der Jungen Hochschule und mit dem Preisgeld des "Genderpreises 2019" entstand aus dem Konzept ein digitales Produkt, das in Zusammenarbeit mit dem UX-Designer Victor Janin realisiert wurde.

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