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Lösungen für benutzerfreundliche Toiletten

23.01.2018
Von: Sarah Sophie Ruppert

Mehr Verständnis für körperlich Eingeschränkte: Industriedesigner der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) beschäftigen sich mit Verbesserungen bei öffentlichen Toiletten.

(von links) Prof. Matthew Burger, Fakultät Architektur, Prof. Dr. Ulrike Phleps, Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Rosan Chow, Fakultät Architektur.

(von links) Prof. Matthew Burger, Fakultät Architektur, Prof. Dr. Ulrike Phleps, Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Rosan Chow, Fakultät Architektur, Peter Endres, Kanzler der OTH Regensburg, Prof. Dr. Joachim Hammer, Fakultät Maschinenbau, und Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Frauenbeauftragte der OTH Regensburg.

Auch im Publikum: (erste Reihe, von links) Peter Endres, Kanzler der OTH Regensburg, Prof. Dr. Joachim Hammer, Fakultät Maschinenbau, und Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Frauenbeauftragte der OTH Regensburg.

Auch im Publikum: (erste Reihe, von links) Peter Endres, Kanzler der OTH Regensburg, Prof. Dr. Joachim Hammer, Fakultät Maschinenbau, und Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Frauenbeauftragte der OTH Regensburg.

Durch LEDs und Geräusche zum Klo finden: lumigado stellt eine Lösung für Sehbehinderte dar.

Durch LEDs und Geräusche zum Klo finden: lumigado stellt eine Lösung für Sehbehinderte dar.

Das höhenverstellbare Frauenurinal Xpeerience

Das höhenverstellbare Frauenurinal Xpeerience

Kipp, ohne Hände Türen öffnen. Gerade auf öffentlichen Toiletten ein überzeugendes Tool. Fotos: Sarah Sophie Ruppert

Kipp, ohne Hände Türen öffnen. Gerade auf öffentlichen Toiletten ein überzeugendes Tool. Fotos: Sarah Sophie Ruppert

Am 12. Januar stellten die Regensburger Nachwuchsdesigner der Fakultät Architektur der OTH Regensburg unter dem Motto „Toilette und Diversity“ ihre Lösungen für eine benutzerfreundliche Toilette vor. Die Ergebnisse reichten von der Sensibilisierung für das Thema bis zum Pissoir für Frauen. 

Für die letzte große Arbeit vor ihrem Praxissemester mussten sich die Industriedesigner der OTH Regensburg anstrengen: Die komplexe Aufgabe erhielten die Studierenden von Prof. Dr. Joachim Hammer, Fakultät Maschinenbau der OTH Regensburg, und von Dr. Bernd Sorcan, Leiter des Archäologischen Museums Kelheim. Auch die Frauenbeauftragte der OTH Regensburg Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard und der Kanzler der OTH Regensburg Peter Endres interessierten sich für die Aufgabenstellung und besuchten die Veranstaltung. 

Ausgangspunkt Archäologisches Museum in Kelheim

Ausgangspunkt für den komplexen Studienauftrag war die Führung der Studierenden durch das Archäologische Museum in Kelheim. Dr. Sorcan zeigte dabei auch die Missstände der öffentlichen Toilette im Museum: dunkel, räumlich sehr beschränkt und im Kellergeschoss. Gerade für ältere und beeinträchtige Besucher ein großes Problem. Als Touristenmagnet ist Kelheim deshalb auf der Suche nach guten Lösungen für öffentliche Toiletten. Die Studierenden erhielten von Prof. Dr. Hammer und Dr. Sorcan die Aufgabe, das Potenzial bei öffentlichen Toiletten für physisch Behinderte und ältere Menschen auszuschöpfen. 

Prof. Matthew Burger und Prof. Dr. Rosan Chow von der Fakultät Architektur sowie Prof. Dr. Ulrike Phleps von der Fakultät Maschinenbau leiteten die Vorstellung souverän ein. Das Besondere an den Ergebnispräsentationen: Die vier Studierendengruppen referierten in Englisch. Ganz bewusst wurde in jede Gruppe mindestens ein fremdsprachlicher Student aus Afrika oder Mexiko gewählt, um den internationalen Charakter der OTH Regensburg zu unterstreichen.

Den Anfang machte die Gruppe um das Projekt lumigado. Ein Wegsystem, dass Sehbehinderten durch LEDs und Geräusche den Pfad zur Toilette anzeigt. Gruppe zwei setzte sich mit dem Projekt Xpeerience mit der weiblichen Warteschlange und den Möglichkeiten ihrer Verkürzung auseinander. Die Lösung fand sich in einem Frauenurinal. Der nachfolgenden Gruppe war es wichtig, mit einem Kurzfilm das Verständnis in der Gesellschaft für körperlich Beeinträchtige Menschen zu wecken: That Way weist konkret auf die Nöte dieser Personengruppen hin. Die letzte Vorstellung behandelte das Schließsystem Kipp, das lediglich mit dem Fuß bedient wird. Dem Verbreiten von Keimen und Bakterien wird vorgebeugt.

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