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Ausstellung "The Wheel of Life" zeigt Treppenmodelle

14.01.2019
Von: Sophie Schlosser

Leitmotiv Treppe: Die Ausstellung "The Wheel of Life" im Kunstverein Braunschweig e. V. mit Arbeiten der Künstlerin Jasmin Werner zeigt auch Treppenmodelle aus der Regensburger Sammlung des Friedrich-Mielke-Instituts für Scalalogie. Dort sind die Modelle noch bis zum 17. Februar zu sehen.

Von links: Die Künstlerin Jasmin Werner zusammen mit Kuratorin Miriam Bettin im Kunstverein Braunschweig e. V.

Von links: Die Künstlerin Jasmin Werner zusammen mit Kuratorin Miriam Bettin im Kunstverein Braunschweig e. V., wo die Ausstellung “The Wheel of Life" auch verschiedene Treppenmodelle zeigte.

Arbeiten der Künstlerin Jasmin Werner wie zum Beispiel die Installation „Ambivalent Escalator (Beim Laufen die Schuhe besohlen)“ haben Treppen als Leitmotiv.

Arbeiten der Künstlerin Jasmin Werner wie zum Beispiel die hier dargestellte Installation „Ambivalent Escalator (Beim Laufen die Schuhe besohlen)“ haben Treppen als Leitmotiv. Fotos: Sophie Schlosser

Elf Modelle aus der Sammlung des Friedrich-Mielke-Instituts für Scalalogie (FMI) an der Fakultät Architektur der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) bereichern die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin Jasmin Werner, deren Leitmotiv seit etwa drei Jahren die Treppe ist. Die Ausstellung wurde am 8. Dezember 2018 in den Räumen des Kunstvereins Braunschweig e. V. eröffnet. Dort sind die Modelle noch bis zum 17. Februar 2019 ausgestellt.

Scalalogie: die Wissenschaft der Treppen

„The Wheel of Life“ ist eine Ausstellung, die sich mit dem weiten Themenspektrum der Scalalogie befasst. Scalalogie ist die Wissenschaft von den Eigenarten und Wirkungen der Treppen. Im Nachlass des Scalalogen Prof. Dr.-Ing. Friedrich Mielke, der seine Sammlung zum Thema Treppen der OTH Regensburg vermachte, finden sich zahlreiche Treppenmodelle verschiedenster Bauweise. 

In der Ausstellung im Braunschweiger Kunstverein werden diese architektonisch und typologisch verfassten Treppenmodelle aus der Sammlung des FMI mit von Jasmin Werner entworfenen Rollbändern und Stufenkonstruktionen aller Art kombiniert. Durch die Fusion dieser beiden bildnerischen Betrachtungsweisen von Treppe wird nicht nur die Aufmerksamkeit auf unsere tägliche Interaktion mit Treppen gelenkt, es werden hier ganz besonders die symbolischen Aspekte des Themas auf neue Weise beleuchtet. 

Treppe als künstlerisches Leitmotiv

Der Künstlerin Jasmin Werner dient die ikonografisch aufgeladene Treppe als Leitmotiv: Ihre modularen Systeme versinnbildlichen wackelige Karriereleitern, individuelle Lebensentwürfe und sozialen Status. Akustisch ergänzt wird die Ausstellung durch die Soundarbeit „Stepping Sequence“ von Bradley Davies. Damit verdeutlicht die Ausstellung die Mannigfaltigkeit der Aspekte, die das Thema Treppe zu bieten hat und die scalalogisch von Interesse sind.

Nach einer Preview für Mitglieder des Kunstvereins und geladene Gäste fand am 8. Dezember 2018 die Vernissage statt, zu der zahlreiche Gäste aus Braunschweig und Umgebung, aus Berlin und sogar aus Neuseeland gekommen waren. Tobias Hoffmann, Vorsitzender des Kunstvereins Braunschweig e. V., und Miriam Bettin, Kuratorin, drückten in ihren Reden ihre Freude über die einzigartige Zusammenarbeit mit einer wissenschaftlichen Institution aus.

Bogomir Ecker vom Vorstand der Stiftung Kunstfonds, welcher die Ausstellung unterstützt, erinnerte zudem an die Biennale in Venedig 2014, bei der die Sammlung des FMI umfassend präsentiert worden war und das erste Mal seine Begeisterung geweckt hatte.

Publikation zur Ausstellung

Bis zum 17. Februar 2019 kann man zu der Ausstellung mehrere Führungen sowie ein ausführliches Künstlergespräch besuchen. Zur Ausstellung wird zudem eine Publikation im Verlag Walther König erscheinen, die in Kooperation mit dem FMI entstanden ist. Diese wird Installations- und Werkansichten sowie kunst- und architekturwissenschaftliche Texte zu den Arbeiten von Jasmin Werner enthalten, darunter auch einen Beitrag des FMI über die Treppe als Bauteil, Designobjekt und Gegenstand der Kunst. Außerdem werden darin Abbildungen und Beschreibungen der ausgestellten Modelle von Friedrich Mielke zu finden sein. 

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