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Virtuelle Fotoausstellung zum Thema Obdachlosigkeit jetzt online

11.02.2021
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Die Ausstellung mit dem Titel "Die Welt, wie ich sie sehe" ist das Ergebnis eines Projekts von Studierenden der OTH Regensburg und obdachlosen Menschen.

Studierende der OTH Regensburg konzipierten eine virtuelle Fotoausstellung zum Thema Obdachlosigkeit.

Studierende der OTH Regensburg konzipierten eine virtuelle Fotoausstellung zum Thema Obdachlosigkeit. Foto: Max (Pseudonym)

Mit der Hilfe von Streetworker*innen wurden Einwegkameras an Obdachlose verteilt, die ihren Alltag dokumentieren.

Mit der Hilfe von Streetworker*innen wurden Einwegkameras an Obdachlose verteilt, die ihren Alltag dokumentieren. Foto: Axel und Nadine (Pseudonym)

Die Fotoausstellung, die im Rahmen eines Projektseminars entstand, soll auf das Thema Obdachlosigkeit aufmerksam machen.

Die Fotoausstellung, die im Rahmen eines Projektseminars entstand, soll auf das Thema Obdachlosigkeit aufmerksam machen. Foto: Tim (Pseudonym)

Wie nehmen Menschen, die auf der Straße leben, ihre Umwelt wahr? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer virtuellen Fotoausstellung mit dem Titel "Die Welt, wie ich sie sehe", in der obdachlose Menschen ihr Leben auf der Straße fotografieren. Entstanden ist die Idee zur Ausstellung im Anschluss an ein Projektseminar zum Thema "Sozialraum Albertstraße", das Prof. Dr. Gabriele Scheffler, Professorin für Soziale Arbeit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), im Sommersemester 2020 durchgeführt hat. Coronabedingt musste diese Lehrveranstaltung der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften neue Wege gehen, da die ursprünglich geplanten Forschungsprojekte nicht im "freien Feld" stattfinden konnten. So haben die Studierenden via Zoom und Telefon Interviews mit Expert*innen verschiedener Hilfseinrichtungen geführt und mit Unterstützung der Regensburger Streetworker*innen Melanie Tomaschko und Ben Peter Einwegkameras an obdachlose Menschen in Regensburg verteilt, mit der Bitte, das, was sie sehen, zu fotografieren.

Da diese Fotos sehr eindrücklich zeigen, wie Menschen auf der Straße ihre Umwelt wahrnehmen, ist die Idee entstanden, diese Bilder – mit Einverständnis der Fotograf*innen – im Rahmen einer Ausstellung zu zeigen, die nun in einem virtuellen Format realisiert werden konnte. Auf der dazugehörigen Website sind die Fotos der einzelnen Fotograf*innen zu sehen, die sich selbst einen Nickname – ein Pseudonym – gegeben haben und ihren Tag auf der Straße fotografisch festhalten. Ergänzt werden die Fotos durch kurze Statements der interviewten Expert*innen, die beschreiben, wie sie in ihrem Hilfefeld die Situation der Betroffenen in Zeiten von Corona erlebt haben. So dramatisieren die sinkende Spendenbereitschaft aus Kontaktangst, schwer erreichbare Behörden und die Vertreibung aus dem öffentlichen Raum die ohnehin schon schwierige Situation der Betroffenen nochmals. Deshalb ist es das Ziel der Ausstellung, Menschen ohne Obdach, die selbst kaum gesehen werden, über das, was sie sehen, sichtbar zu machen, so die Initiator*innen.

Die Website der virtuellen Fotoausstellung ist online abrufbar.

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