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In den Straßen von Berlin

13.11.2018
Von: Prof. Dr. Wolfram Backert

Für eine mehrtägige Exkursion und ein breites Spektrum an Erfahrungen und Eindrücken waren Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit Inklusion und Exklusion mit Prof. Dr. Wolfram Backert im Oktober 2018 nach Berlin gereist.

Studierende des Masterstudiengangs Inklusion-Exklusion der Fakultät Gesundheits- und Sozialwissenschaften besuchten im Oktober 2018 im Rahmen einer mehrtägigen Exkursion auch das Kanzleramt in Berlin.

Studierende des Musterstudiengangs Inklusion und Exklusion der Fakultät Gesundheits- und Sozialwissenschaften besuchten im Oktober 2018 im Rahmen einer mehrtägigen Exkursion auch das Kanzleramt in Berlin.

Bei der Exkursion stand auch ein einstündiges Treffen mit dem Regensburger Abgeordneten, Stefan Schmidt MdB (ganz links im Bild), im Paul-Löbe-Haus auf dem Programm.

Bei der Exkursion stand auch ein einstündiges Treffen mit dem Regensburger Abgeordneten, Stefan Schmidt MdB (ganz links im Bild), im Paul-Löbe-Haus auf dem Programm.

Neben dem Besuch einer Plenarsitzung im Deutschen Bundestag hatten die Studierenden aus Regensburg zusammen mit Prof. Dr. Wolfram Backert auch Gelegenheit, die Kuppel des Reichstags zu besichtigen.

Neben dem Besuch einer Plenarsitzung im Deutschen Bundestag hatten die Studierenden aus Regensburg zusammen mit Prof. Dr. Wolfram Backert auch Gelegenheit, die Kuppel des Reichstags zu besichtigen. Fotos: Prof. Dr. Wolfram Backert

Vom 16. bis 19. Oktober 2018 besuchten die Studierenden des Masterstudiengangs Inklusion und Exklusion der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) zusammen mit Prof. Dr. Wolfram Backert die Hauptstadt. Auch die diesjährige Exkursion bot ein breites Spektrum an Erfahrungen und Eindrücken. Wie schon im Vorjahr stand am Anreisetag eine Stadtführung der etwas anderen Art auf dem Programm: Klaus Seilwinder, Stadtführer von querstadtein, vermittelte aus erster Hand die Erfahrungen eines ehemaligen Obdachlosen in den Straßen von Berlin. Alltägliche Herausforderungen, Überlebensstrategien, Gefahren und Risiken des Lebens auf der Straße wurden hier aus erster Hand erfahrbar.

Am 17. Oktober 2018 besuchte die Gruppe die „Stiftung barrierefrei kommunizieren“, die sich mit der Nutzung von Computern und modernster Technik durch Behinderte befasst. Im „Parcours“ der Stiftung konnten die Studierenden verschiedenste Möglichkeiten der Computersteuerung, zum Beispiel mit den Füßen, den Augen oder mit dem Mund, ausprobieren oder sich im Simulator mit der Steuerung eines Elektrorollstuhls vertraut machen. Hier wurde sehr deutlich, welchen Beitrag zur Inklusion Technik leisten kann.

Im Anschluss wurde der „Tränenpalast“, ein Mahnmal für die Trennung Berlins, am Bahnhof Friedrichstraße besichtigt. In der Berlinischen Galerie konnten sich die Studierenden mit einer barrierefreien Ausstellungskonzeption für Blinde und Sehbehinderte vertraut machen. Am Beispiel der Sammlungspräsentation „Kunst in Berlin: 1880–1980“ wurden vielfältige Möglichkeiten, die sich mit Inklusion und Kunst verbinden, deutlich. Neben Audioguides und Bodenleitsystemen waren es besonders die Tastobjekte zu den Bildern, die Kunst im wahrsten Sinn des Wortes begreifbar machen. Die Führung durch zwei sehbehinderte Referentinnen beziehungsweise Referenten des Museumsdienstes Berlin gab faszinierende Einblicke in die Herausforderungen bei der Gestaltung einer solchen Ausstellung.

Einladung in den Bundestag

Am Tag darauf besuchten die Studierenden das „T4 Mahnmal“ zur Erinnerung an die Opfer der „Euthanasie“-Morde des NS-Regimes. Das Mahnmal erinnert an die Ermordung von kranken und behinderten Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Anschluss daran führte der Weg durch das Regierungsviertel und zum Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, bevor der weitere Tag ganz dem Deutschen Bundestag gehörte. 

Auf Einladung des Regensburger Abgeordneten, Stefan Schmidt MdB, konnten die Studierenden den Deutschen Bundestag kennenlernen. Die Gruppe traf sich zu einem einstündigen Gespräch mit Stefan Schmidt und hatte ausführlich Gelegenheit, sich mit dem Abgeordneten auszutauschen und Informationen zum Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten zu erhalten.

Nach diesem Treffen konnten die Studierenden noch interessante Einblicke in die Arbeit von „Bundestags TV“ gewinnen und den Internetauftritt des Bundestages sowie die Programme Kuppelkucker und mitmischen.de näher kennenlernen. Die Tour durch den Bundestag beinhaltete zudem den Besuch einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages sowie die Kuppel des Reichstags.

Einblicke in erfolgreiche Sozialraumarbeit und Street-Work

Fast schon traditionell war der Abschluss der Exkursion: Am 19. Oktober 2018 fand noch ein Treffen mit der Mediatorin und Ethnologin Dr. Franziska Becker statt. Am Leopold-Platz in Berlin-Wedding gab die Streetworkerin hoch interessante Einblicke in erfolgreiche Sozialraumarbeit und Street-Work in einem der sozialen Brennpunkte Berlins. Mit einer entspannten Tasse Kaffee im Café von „himmelbeet e. V.“, einem der großen Gemeinschaftsgartenprojekte in Berlin, endete die Exkursion.

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