Studiengang Pflege goes international

10.06.2022

Für Praxiseinsätze ins Ausland – das steht ab sofort auch den Pflege-Studierenden offen: Die erste internationale Kooperation wurde mit dem Landeskrankenhaus im österreichischen Hall in Tirol geschlossen.  

„Die Österreicher*innen sind uns in puncto Akademisierung der Pflege ein gutes Stück voraus“, sagt Prof. Dr. Dorothea Thieme (li.). Dass Studierende der OTH Regensburg davon nun in Tirol lernen können, freut auch Andrea Wallner (re.), Praxiskoordinatorin in den Studiengängen Pflege und Hebammenkunde. Foto: OTH Regensburg/Michael Hitzek

„Die Österreicher*innen sind uns in puncto Akademisierung der Pflege ein gutes Stück voraus“, sagt Prof. Dr. Dorothea Thieme (li.). Dass Studierende der OTH Regensburg davon nun in Tirol lernen können, freut auch Andrea Wallner (re.), Praxiskoordinatorin in den Studiengängen Pflege und Hebammenkunde. Foto: OTH Regensburg/Michael Hitzek

Es ist die erste internationale Kooperationsvereinbarung für den Bachelorstudiengang Pflege an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg): Ab sofort können Studierende ihre verpflichtenden Praxiseinsätze auch im österreichischen Hall in Tirol im dortigen Landeskrankenhaus ableisten. Prof. Dr. Dorothea Thieme, die seit Oktober 2021 an der OTH Regensburg lehrt, hat die Zusammenarbeit eingefädelt: „Die Österreicher sind uns in puncto Akademisierung der Pflege ein gutes Stück voraus. Unsere Studierenden können da extrem viel lernen, wie Pflege anderswo funktioniert“, sagt sie. Als Praxisbeauftragte für den Bachelorstudiengang Pflege hat sich Prof. Thieme insbesondere der Internationalisierung verschrieben – sie ist bereits dabei, mit Einrichtungen in der Schweiz Kontakte zu knüpfen. Und auch im skandinavischen bzw. angelsächsischen Raum soll es bald Kooperationen im Bereich Pflegewissenschaften geben. 

„Dass nun auch Studierende der OTH Regensburg die Möglichkeit haben, während des Pflegestudiums Einblicke in Organisation und Arbeitsweisen in einem unserer Nachbarländer zu gewinnen und persönliche Erfahrungen zu sammeln, bedeutet einen immensen Gewinn“, sagt Prof. Dr. Klaudia Winkler, die als Vizepräsidentin an der OTH Regensburg auch den Entwicklungsbereich Gesundheit verantwortet. Sie begrüßt die Öffnung des Studiengangs in Richtung Ausland ausdrücklich und freut sich über die Kooperation mit Hall insbesondere auch deshalb, weil die Hürden für Auslandsaufenthalte in den stark reglementierten Pflegestudiengängen besonders hoch seien.

Bayernweit spitze in der akademischen Ausbildung von Pflegekräften

Den grundständigen Studiengang Pflege bietet die OTH Regensburg seit dem Wintersemester 2020/2021 an. Derzeit sind 33 Studierende eingeschrieben; zum kommenden Wintersemester sollen 25 neue Studienplätze vergeben werden. Mit diesen Zahlen liegt die OTH Regensburg  bayernweit an der Spitze in der akademischen Ausbildung von Pflegekräften. Das Studium umfasst die hochschulische und die pflegepraktische Ausbildung, d.h. dass die Studierenden mit Studienabschluss sowohl den Bachelorgrad, als auch den Abschluss als staatlich anerkannte Pflegefachmänner bzw.- frauen erhalten. Die im Curriculum festgelegten Praxiseinsätze finden zum Beispiel in Einrichtungen der ambulanten und Langzeitpflege oder in pädiatrischen Einrichtungen statt. Andrea Wallner, Praxiskoordinatorin in den Studiengängen Pflege und Hebammenkunde, sieht die erste internationale Kooperation als enorme Chance für die Studierenden: „Mit einem Praxiseinsatz im Ausland können die Studierenden einen Eindruck davon erhalten, wohin sich das Berufsbild und auch der Pflegebereich insgesamt in Deutschland noch entwickeln sollte und müsste“, sagt sie. Sie hält vor allem die im sechsten und siebten Semester vorgesehenen Vertiefungseinsätze, die neun bzw. vier Wochen umfassen, als prädestiniert für einen Aufenthalt im Ausland.

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