Stärkung von Ehrenamt und Engagement

10.12.2019
Von: Dr. Kerstin Pschibl

Wie kann man sich in Regensburg ehrenamtlich einbringen? Welche Möglichkeiten gibt es für alle, die sich engagieren wollen? – Die Leiterin der FreiwilligenAgentur Regensburg stellt ausgewählte Projekte und neue Ideen vor.

Von links: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker begrüßt die Leiterin der FreiwilligenAgentur Regensburg, Maria Simon, zum Gastvortrag an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der OTH Regensburg.

Von links: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker begrüßt die Leiterin der FreiwilligenAgentur Regensburg, Maria Simon, zum Gastvortrag an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der OTH Regensburg. Foto: Dr. Kerstin Pschibl

Die FreiwilligenAgentur Regensburg unterstützt Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Diplom-Sozialpädagogin (FH) Maria Simon stellte die Arbeit dieser Einrichtung am 4. Dezember 2019 an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) vor.

„Wir haben momentan 668 Ehrenamtliche, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren“, betonte Maria Simon, die Leiterin der FreiwilligenAgentur Regensburg. Die „Freiwilligen“ geben Nachhilfe, besuchen Menschen in Altersheimen oder unterstützen Flüchtlinge. „Freiwilligenarbeit ist ein Zusatzangebot“, betonte Maria Simon. „Es können mit Ehrenamtlichen keine Stellen eingespart werden.“

Die Bedeutung der Freiwilligenarbeit ist dennoch nicht zu unterschätzen. Maria Simon nennt als Beispiel das erfolgreiche Projekt „MENTOR Regensburg – Die Leselernhelfer“,  bei dem mit ca. 60 „Lesepatenkindern“ einmal wöchentlich gelesen wird. Es geht dabei um die Förderung von Lesekompetenz, aber auch um die individuellen sozialen Kontakte.

Engagement wird inklusiv

„Ehrenamtliche Arbeit ist sinnerfüllte Arbeit“, betonte die Referentin. „Bei uns engagieren sich alle Altersgruppen; Studierende, Berufstätige und Menschen im Ruhestand.“ Die FreiwilligenAgentur initiierte unter anderem gemeinsam mit dem Stadtjugendring Regensburg das Projekt "Youngagement", an dem sich jährlich 80 Regensburger Schülerinnen und Schüler beteiligen. Die Ehrenamtlichen werden von Mentorinnen und Mentoren begleitet, darunter auch eine Studentin im Publikum des Gastvortrags.

Der nächste Schritt ist die verstärkte Einbindung von Jugendlichen mit Handicap als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. „Youngagement wird inklusiv“ sagte die Referentin. Maria Simon stellte noch weitere Projekte der FreiwilligenAgentur vor, beispielsweise „Kochkulturen im Dialog – Kochen und Kommunikation mit Geflüchteten“ sowie „Jung hilft Alt bei Umgang mit dem PC“.

Schwerpunkt der Arbeit in der FreiwilligenAgentur Regensburg ist aber die Vermittlung von interessierten Freiwilligen an „passende Organisationen“. Es gibt eine Datenbank mit etwa 300 gemeinnützigen Organisationen und 900 Angeboten.

Vortrag im Studienschwerpunkt „Erwachsenenbildung/Intergeneratives Arbeiten“

Maria Simon war von Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker als Gastreferentin in die Lehrveranstaltung „Ordnungsgrundsätze und Institutionen“ im Studienschwerpunkt „Erwachsenenbildung/Intergeneratives Arbeiten“ (Bachelor Soziale Arbeit) eingeladen worden. Inhaltlich knüpfen die Aufgaben der FreiwilligenAgentur an die erhöhte Bereitschaft der über 65-Jährigen an, Weiterbildungsaktivitäten bevorzugt aus privaten Gründen zu besuchen, unter anderem zur Vorbereitung auf und die Qualifizierung für ein Ehrenamt.

Die FreiwilligenAgentur Regensburg ist eine Einrichtung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Landesverband Bayern e. V., zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Sie informiert, berät und vermittelt an alle, die an einer freiwilligen Tätigkeit interessiert sind – unabhängig und unentgeltlich. Seit 1998 schon unterstützt diese Initiative gemeinnützige Organisationen, die mit Freiwilligen zusammenarbeiten möchten.

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