Pionierin der Pflegeforschung ist neue Hochschulrätin

23.05.2016
Von: Prof. Dr. Christa Mohr

Die emeritierte Professorin und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Witten/Herdecke, Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik, bringt ihre fachliche Expertise in die Weitereinwicklung der Gesundheitsstudiengänge an der OTH Regensburg ein.

An der OTH Regensburg. Foto: Heubach

An der OTH Regensburg: (von links) Prof. Dr. Christa Mohr, Prof. Dr. Klaudia Winkler, Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik, Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, Prof. Dr. anette Meussling-Sentpali. Foto: Heubach

Von den langjährigen Erfahrungen der neuen Hochschulrätin Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik profitierten vor kurzem die Verantwortlichen der Gesundheitsstudiengänge an der OTH Regensburg. Die emeritierte Professorin besuchte die Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, um sich über die laufenden Aktivitäten ein Bild zu machen und ihre fachliche Expertise einzubringen.

Die gelernte Krankenschwester, habilitierte Soziologin und emeritierte Lehrstuhlinhaberin für "Epidemiologie-Pflegewissenschaft" am Institut für Pflegewissenschaft, an der Medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke ist bereits seit 1974 in der Pflegeforschung aktiv und hat die Entwicklung der Pflegewissenschaft, Pflegeforschung, aber auch die Berufspolitik in Deutschland maßgeblich beeinflusst.

Die Studiengangverantwortlichen der Gesundheitsstudiengänge der OTH Regensburg, Vizepräsidentin Prof. Dr. Klaudia Winkler, Entwicklung Gesundheitsberufe; Prof. Dr. Schroll-Decker, Dekanin der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften; Prof. Dr. Meussling-Sentpali, Studiengangleiterin Pflegemanagement (berufsbegleitend), und Prof. Dr. Mohr, Studiengangleiterin Pflege (dual), nutzen die Gelegenheit aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Zentrale Themen waren die (künftigen) Aufgabenbereiche der Absolventen/innen; die Frage nach den notwendigen Kompetenzen die Pflegewissenschaftler/innen und Pflegemanager/innen mitbringen müssen sowie die Möglichkeiten einer gelingenden Berufseinmündung für das akademisierte Personal, dessen Berufsbild in den meisten Bereichen und Kliniken noch weitgehend neu ist.

„Gerade für Pflegemanager/innen ist die pflegewissenschaftliche Fundierung unerlässlich“

Besondere Anerkennung zollte die Expertin der Konzeption des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Pflegemanagement für dessen eindeutig pflegewissenschaftliche Orientierung. „Gerade für Pflegemanager/innen ist die pflegewissenschaftliche Fundierung unerlässlich“ so Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik. „Managementkompetenz ist in Leitungspositionen wichtig, kann ihre Wirkung aber nur auf der Basis der fundierten Kenntnis der Pflege entfalten. Nur so ist ein Verständnis zwischen Pflegemanagement und Pflegewissenschaft gegeben und eine zielführende Zusammenarbeit möglich.“
Es käme ja auch beispielsweise niemand auf die Idee, die Stelle des ärztlichen Leiters statt mit einem Mediziner mit einem Betriebswirt zu besetzen.

Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik wird weiterhin mit der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften im Gespräch bleiben. Besonders erfreulich für die Verantwortlichen ist es, dass sie auch für die geplante Entwicklung eines Masterstudiengangs „Klinischer Master in Pflege“ ihre fachliche Beratung und Unterstützung zugesagt hat.

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