Neue Wege der sozialen und beruflichen Integration

14.12.2022
Von: Prof. Dr. Nicolas Schöpf, Sonja Hildner

Das rehapro-Modellprojekt „punktgenau“ will mit einem innovativen Beratungskonzept langzeitarbeitslose Personen besser unterstützen.

Kooperationspartner*innen im Modellprojekt „punktgenau“.

Informierten über das Modellprojekt „punktgenau“ (v.li.): Christian Meier (Geschäftsführer Jobcenter Regensburg Land), Landrätin Tanja Schweiger, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Präsident Prof. Dr. Ralph Schneider, Brigitte Ehrl (Geschäftsführerin Jobcenter Regensburg Stadt) und Fred Gaida (Geschäftsführer Agentur für Arbeit Regensburg). Foto: Stadt Regensburg/Christian Kaister

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Rehapro“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert. In Kooperation der beiden Jobcenter Regensburg Stadt und Land sowie des Bezirks Oberpfalz werden seit April 2022 rund 50 Personen in Langzeitarbeitslosigkeit und mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen unterstützt.

An die Erwerbstätigkeit heranführen

Dabei geht es darum, einen Eintritt in die Erwerbsminderungsrente zu vermeiden, die Personen in ihren Lebenssituationen zu stabilisieren und sie wieder langsam an Erwerbstätigkeit heranzuführen. Dazu wird den Teilnehmenden in einem lebensweltbezogenen Fallmanagement individuelle und passgenaue Beratung angeboten, die zu einer Verbesserung der Lebensumstände beitragen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten soll. Die Vermittlung in Arbeit steht im Projekt nicht im Vordergrund.

Prof. Dr. Ralph Schneider, Präsident der OTH Regenburg, informierte jüngst auf einer Pressekonferenz mit Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Landrätin Tanja Schweiger, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Birgitt Ehrl (Geschäftsführerin Jobcenter Stadt Regensburg), Christian Meier (Geschäftsführer Jobcenter Landkreis Regensburg) sowie dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regensburg, Fred Gaida, über das Modellprojekt „punktgenau“.

Wissenschaftliche Begleitung durch die OTH Regensburg

Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts übernimmt die OTH Regensburg. Das Forschungsteam um Sonja Hildner, Veronika Lieb und Prof. Dr. Nicolas Schöpf (Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften) analysiert die Wirkung des Fallmanagements, begleitet den Aufbau innovativer Strukturen im regionalen Hilfesystem und unterstützt die Entwicklung von Prozessen und Verfahren im Projekt. In regelmäßigen Workshops werden in Kooperation mit dem Bezirk Oberpfalz Zwischenergebnisse und Feedback an die Fallmanager*innen der Jobcenter zurückgespiegelt. Ziel ist es, wirkungsvolle Ansätze nach Projektende verstetigen zu können und mit dem Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Betreuung von Personen in schwierigen Lebenslagen zu leisten.

Nähre Informationen zum Bundesprogramm und zu weiteren Modellprojekten.

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