Förderpreis der Barmherzigen Brüder verliehen

23.11.2022

Sechs herausragende Bachelorarbeiten aus der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften wurden bei der 18. Verleihung im 400. Ordensjahr der Barmherzigen Brüder in Bayern ausgezeichnet.

Freuten sich über ihre Preise: Thobias Thoß, Simone Möcking, Lisa Wimmer, Ramona Pöschl, Nicole Walter, Lena Murr; es gratulierten Provinzial Frater Rudolf Knopp (li.) sowie Dekan Prof. Dr. Carl Heese (re.). Foto: Tanja Rexhepaj 

Freuten sich über ihre Preise: Thobias Thoß, Simone Möcking, Lisa Wimmer, Ramona Pöschl, Nicole Walter, Lena Murr; es gratulierten Provinzial Frater Rudolf Knopp (li.) sowie Dekan Prof. Dr. Carl Heese (re.). Foto: Tanja Rexhepaj 

Forschung für Enttabuisierung und Entstigmatisierung: Ob Alleinerziehende mit behinderten Kindern, psychisch Erkrankte, Inkontinenzbetroffene, traumatisierte Kinder, Menschen mit Stimmstörungen oder delirierende Patientinnen und Patienten – all diese Personengruppen standen im Mittelpunkt der Bachelorarbeiten von sechs Absolventinnen und Absolventen der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, die jetzt an der OTH Regensburg ausgezeichnet wurden. Die Abschlussarbeiten aus der Logopädie, der Pflege, der Sozialen Arbeit und aus der Musik- und bewegungsorientierten Sozialen Arbeit wurden mit dem Förderpreis 2022 der Barmherzigen Brüder Bayerische Ordensprovinz mit einem Preisgeld von insgesamt 5000 Euro prämiert. 

Prof. Dr. Ralph Schneider, Präsident der OTH Regensburg, dankte für das langjährige Engagement der Barmherzigen Brüder, das Ausdruck der guten und kontinuierlichen Partnerschaft zwischen den beiden Einrichtungen sei. Die prämierten Arbeiten zeigten, dass diejenigen, die sich in Studiengänge der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften einschreiben, Empathie mitbringen und bereit seien, einen Dienst am Menschen zu leisten. „Wie notwendig und wichtig diese Eigenschaften sind, haben wir gerade in der Pandemie zu schätzen gelernt“, sagte Prof. Schneider.

Provinzial Frater Rudolf Knopp unterstrich die Bedeutung von Empathie verbunden mit Fachlichkeit. „Es braucht Empathie zum Menschen, gepaart mit Bildungs- und Forschungsarbeit, das gehört ganz wesentlich zum Selbstverständnis unseres Ordens“, sagte der Provinzial. Er freue sich, dass die Arbeiten der Absolvent*innen im 400. Jahr der Präsenz der Barmherzigen Brüder in Bayern bereits zum 18. Mal mit dem Förderpreis eine Anerkennung erhielten. Prof. Dr. Carl Heese, Dekan der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, hob die Besonderheit des Förderpreises der Barmherzigen Brüder hervor, gerade weil er von einer Institution kommt, deren Wurzeln bis in Zeiten des 30-jährigen Krieg (1618-1648) zurückreichten. Studiendekanin Prof. Renate Kühnel, die die Veranstaltung moderierte, schloss sich diesem Dank an und unterstrich die herausragende Stellung der 18. Verleihung wegen der „Volljährigkeit“ des Preises. 

Der abschließende Dank der beiden Preisträgerinnen Ramona Pöschl und Lisa Wimmer galt nicht nur dem Orden der Barmherzigen Brüder, sondern insbesondere auch den Betreuerinnen und Betreuern der Bachelorarbeiten.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem Duo Sarah Zschörner und Luna Halbig, Studentinnen des Bachelorstudiengangs Musik- und bewegungsorientierte Soziale Arbeit. 

Die Preisträger*innen 2022:

  • 1. Preis (Preisgeld 1500 Euro): Tobias Thoß (B.Sc., Pflege). Thema: Welche Screeninginstrumente sind dazu geeignet, ein Delir in der Notaufnahme eines Akutkrankenhauses zuverlässig zu erkennen? Betreuung: Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali
  • 2. Preis (Preisgeld 1000 Euro): Ramona Pöschl (B.A., Musik- und bewegungsorientierte Soziale Arbeit). Thema: Musik und Bewegung in der Traumapädagogik – Entwicklung eines Gruppenangebots für traumatisierte Kinder. Betreuung: Prof. Dr. Carl Heese
  • 2. Preis (Preisgeld 1000 Euro): Lisa Wimmer (B.Sc., Logopädie). Thema: Die Anwendbarkeit von Screencasts zur Vermittlung der computerunterstützten akustischen Stimmbeurteilung mittels der Software Praat – eine qualitative Studie. Betreuung: Prof. Dr. Norina Lauer
  • 3. Preis (Preisgeld 500 Euro): Simone Möcking (B.A., Soziale Arbeit). Thema: Einelternfamilien mit Kindern mit Behinderung. Betreuung: Prof. Dr. Gabriele Scheffler
  • 3. Preis (Preisgeld 500 Euro): Lena Murr (B.Sc., Pflege). Thema: Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Literaturübersicht zur Situation im Gesundheitswesen. Betreuung: Prof. Dr. Christa Mohr
  • 3. Preis (Preisgeld 500 Euro): Nicole Walter (B.Sc., Pflege). Thema: Evidenzbasierte Diagnostik/Kategorisierung, Behandlung und Prävention der inkontinenzassoziierten Dermatitis im Setting der akutstationären Pflege. Betreuung: Prof. Dr. Christa Mohr
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