Fachforum Bildung als Perspektive für junge Flüchtlinge

11.06.2014
Von: Vera Wölfl, Maria Kircher

Fachforum der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) in Zusammenarbeit mit dem Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung fand großen Anklang.

Prof. Dr. Philip Anderson, Migrationsforscher und Dozent an der OTH Regensburg, stellte Ergebnisse seiner Forschungsarbeit vor.

Prof. Dr. Philip Anderson, Migrationsforscher und Dozent an der OTH Regensburg, stellte Ergebnisse seiner Forschungsarbeit vor.

Die Teilnehmer nutzten das Fachforum zum Austausch.

Die Teilnehmer nutzten das Fachforum zum Austausch. Fotos: OTH Regensburg

"Viele Wege zum Ziel? Bildung als Zukunftsperspektive für junge Flüchtlinge in Bayern" - so lautet der Titel des Fachforums, das am 19. Mai 2014 in der evangelischen Stadtakademie in München stattfand. Von der OTH Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung ins Leben gerufen fand es großen Anklang.

Zahlreiche Interessierte, Experten und Expertinnen aus der praktischen Arbeit mit jungen Flüchtlingen sowie aus der Forschung nutzten die Fachtagung um sich zu informieren und auszutauschen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Moderatorin Alina Fuchs, BayernForum Friedrich-Ebert-Stiftung, und Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regenburg, folgten fünf fachliche Inputs aus Praxis und Forschung.

Zu Anfang stellte Sven Meyer-Huppmann vom bayerischen Kultusministerium rechtliche Grundlagen sowie Zahlen und Fakten zu berufsvorbereitenden Klassen für junge Flüchtlinge dar. Maria Prem vom Amt für Wohnen und Migration in München stellte die aktuelle Lage und die Netzwerke in München vor und plädierte für eine Willkommens- und Anerkennungskultur für Flüchtlinge.

Es folgte ein Vortag von Eric Frincks und Kollegen und Kolleginnen von der Städtischen Berufsschule zur Berufsvorbereitung am Bogenhauser Kirchplatz München (BoKi). Der Vortrag beeindruckte durch das Plädoyer für eine "ganzheitliche Berufsvorbereitung" und rückte den pädagogischen Aspekt der Beschulung junger Flüchtlinge in den Fordergrund.

Prof. Dr. Philip Anderson, Migrationsforscher und Dozent an der OTH Regensburg stellte Ergebnisse seiner Forschungsarbeit (Evaluierung der berufsvorbereitenden Klassen an der BoKi) vor und zeigte Erfolgsfaktoren und Stolpersteine auf. Nach einer kurzen Mittagspause verglich Annette Korntheuer die Teilhabe junger Flüchtlinge am Bildungssystem in München, Deutschland mit Toronto, Kanada.

Im Anschluss an die vielseitigen Vorträge wurde das World-Café eingeleitet. An sieben runden Tischen gab es die Möglichkeit, direkt mit den einzelnen Akteuren ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen. Mit einem Politik-Talk, bei dem die Ergebnisse des Tages, Fragen und Forderungen diskutiert wurden, wurde die Fachtagung abgerundet.

Zusammenfassend kam es unter den Teilnehmern an der Tagung zu dem Konsens, dass nach den ersten zögerlichen Schritten der Öffnung von Bildungssystem und Arbeitsmarkt für junge Flüchtlinge diese Öffnung nun flächendeckend vorangetrieben werden sollte. Nur so kann der humanitäre Anspruch, echte Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen, umgesetzt werden. 

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