Cross-kulturelle Betrachtungen 

14.06.2022

Soziale Ungleichheit und globale Armut – das sind die Themen von Gastprofessorin Vishanthie Sewpaul. Im Rahmen ihres Aufenthalts an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften stand auch ein Besuch beim Stadtteilprojekt Süd auf dem Programm.

Prof. Dr. Vishanthie Sewpaul (rechts) informierte sich bei Dipl.-Sozialpäd. (FH) Inga Ehrenberg über ein „Community Social Work Projekt“ im Stadtteilbüro Süd. Foto: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker

Prof. Dr. Vishanthie Sewpaul (rechts) informierte sich bei Dipl.-Sozialpäd. (FH) Inga Ehrenberg über ein „Community Social Work Projekt“ im Stadtteilbüro Süd. Foto: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker

Prof. Dr. Vishanthie Sewpaul, Emerita der University of KwaZulu-Natal (UKZN) referierte im Mai 2022 an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften zu Aspekten sozialer Ungleichheit und globaler Armut. Außerdem berichtete sie von den Aufgaben Sozialer Arbeit während und in der Nach-Apartheids-Ära. Prof. Dr. Vishanthie Sewpaul, die inzwischen Adjunct Professorin der University of Stavanger in Norwegen ist, war bereits im Wintersemester 2021/2022 Gastdozentin an der OTH Regensburg. Auf Einladung von Prof. Dr. Ina Schildbach bot sie die virtuelle Lehrveranstaltung „Emancipatory Social Work“ an. Die Studierenden der Sozialen Arbeit sowie Erasmus-Studierende aus dem Kosovo diskutierten mit Prof. Dr. Vishanthie Sewpaul unter anderem über das Thema Intersektionalität.

Führungsfunktion in internationalen Gremien der Sozialen Arbeit

Im Sommersemester 2022 war Prof. Dr. Sewpaul mit ihrer engagierten und lebhaften Art zu lehren, Gastreferentin an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften. Sie berichtete in Lehrveranstaltungen bei Prof. Dr. Ina Schildbach, Prof. Dr. Michael Görtler und Prof. Dr. Philip Anderson aus ihrem breiten Forschungs- und Lehrgebiet. Dabei flossen immer wieder ihre Erfahrungen aus Führungsfunktionen in regionalen, nationalen und internationalen Gremien der Sozialen Arbeit ein. Gerade aus ihrer Tätigkeit in der International Association of Schools of Social Work (IASSW), als Vorsitzende der Association of Schools of Social Work in Africa sowie als Präsidentin der National Association of Social Workers South Africa konnte sie viele unmittelbare Eindrücke aus dem Arbeitsprozess weitergeben, z.B. wie es zur Formulierung des Global Social Work Ethic Code kam. 

Gastkurs „Urbanisierung und Gentrifizierung in der Türkei“

Die Urbanisierung in Metropolen wie Istanbul und ihre Auswirkungen auf ärmere Bevölkerungsschichten war Thema der Lehrveranstaltung „Urbanization: The Relationship between Urban Poverty and Daily Life“ der Gastdozentin Albeniz Tuğçe Ezme Gürlek von der Mimar Sinan Fine Arts University Turkey. Die Wissenschaftlerin ist Mitglied im Young Urban Researchers Network, das aus dem Research Committee on Urban and Regional Development (RC21) entstanden ist. Sie hat den Master of Community Planning an der University of Cincinnati absolviert. An zwei Wochenenden führte Albeniz Gürlek an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften eine Blockveranstaltung durch, an der u.a. Studierende der University of Pristhina und Studierende aus dem United Kingdom teilnahmen. 

Community Social Work im internationalen Vergleich

Anlässlich der Bedeutung der Community Social Work, die in der akademischen Auseinandersetzung der beiden Wissenschaftlerinnen eine gravierende Rolle einnimmt, fand auch ein Besuch im Stadtteilprojekt Süd in Regensburg statt. Inga Ehrenberg, Mitarbeiterin im Stadtteilprojekt und Absolventin des Studiengangs Soziale Arbeit der OTH Regensburg, gab Einblick in die Problemlagen und das Handlungsfeld. Bei einem Gang durch das Quartier zeigte sich der analytische Blick der Expertinnen.

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