Take it easy, take it slow: Entschleunigt durch Studium und Alltag

22.11.2019
Von: Laura Sophie Ritter

Take it easy, take it slow – Entschleunigt durch Studium und Alltag: Das war das Motto des IRM network-Thementags des Studiengangs International Relations and Management (IRM) der Fakultät Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften.

Abschalten beim kreativen Mandela-Malen: Das war eine mögliche Methode, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „IRM network“-Thementags 2019 an der OTH Regensburg ausprobieren konnten.

Abschalten beim kreativen Mandela-Malen: Das war eine mögliche Methode, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „IRM network“-Thementags 2019 an der OTH Regensburg ausprobieren konnten.

Wer nur wenig Zeit für das Programm hatte, konnte trotzdem auf einen Snack und ein Erfrischungsgetränk im Studierendenhaus vorbeikommen.

Wer nur wenig Zeit für das Programm hatte, konnte trotzdem auf einen Snack und ein Erfrischungsgetränk im Studierendenhaus vorbeikommen. Fotos: Lina Jung, Jana Beier

Vorstand und Eventorganisationsteam des IRM network-Thementags 2019 an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) waren sich durchaus bewusst, dass man Entspannung nicht in der Vorteilspackung anbieten kann. Trotzdem sollte der Tag dazu genutzt werden, ein Thema in den Vordergrund zu stellen, das in Zeiten von Unistress, Beziehungsproblemen und sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen doch manchmal etwas untergeht: Der einzelne selbst und sein Wohlbefinden. 

Einmal über Entschleunigung im Alltag nachdenken

Man rennt im Hamsterrad tagein, tagaus, klagt über Stress, zu lange To-do-Listen und unmögliche Deadlines. Bei diversen Veranstaltungen wollte das Organisationsteam den Anstoß dazu geben, über Entschleunigung im Alltag nachzudenken, und dazu Möglichkeiten der Stressbewältigung aufzeigen. Ob bei Atem- und Rosinenübungen im Achtsamkeitstraining, bei der Selbstreflexion im Bewegungsworkshop oder beim Vortrag über Prozesse im Körper, die bei Stress auftauchen: Bei allen Angeboten der Veranstaltung lag der Fokus auf dem persönlichen Umgang mit Stress.

Der Thementag 2019 begann mit zwei Vorträgen am Vormittag, zu einer Zeit also, in der Kopf und Geist noch erholt sind (oder sein sollten). Dabei ging es um die körperlichen Anzeichen und Auswirkungen von Stress und bestimmte Übungen und Bewegungen, die dazu beitragen können, Stresssituationen zu bewältigen. Am Nachmittag stand die Selbstreflexion auf dem Programm, zudem setzten sich die Teilnehmenden in diversen Workshops mit unterschiedlichen Ansätzen zur Entschleunigung und Achtsamkeit auseinander. Abgerundet wurde der Tag mit einer Yogastunde für die innere Balance. 

Wer keine Zeit finden konnte, um an den Veranstaltungen teilzunehmen, konnte dennoch einen Snack und ein Erfrischungsgetränk im Studierendenhaus zu sich nehmen und beim kreativen Mandala-Malen einen kurzen Augenblick lang abschalten. Dieses Angebot wurde tatsächlich mehr in Anspruch genommen, als erwartet.

Der Blick von außen auf das Hamsterrad

Ein Erkenntnisgewinn, der von diesem entschleunigten Montag in Erinnerung blieb: dass die Gefahr des Perspektivenverlusts doch größer ist, als den meisten wahrscheinlich bewusst ist, ganz im Sinne eines Zitats, dessen Quelle nicht bekannt ist: „Von innen sieht das Hamsterrad aus wie eine Karriereleiter.“ Wer sich also nur in seiner Blase bewegt, in der alle um einen herum sich gleichermaßen stressen und stressen lassen, kann nur annehmen, dass das so schon richtig sein wird. Daher ist es ratsam, einen Moment innezuhalten und von außen einen Blick auf sich, die aktuelle Situation und die eigenen Empfindungen zu werfen.

Es ist die Selbstfürsorge, die man am schnellsten vergisst. Und so blieb zu hoffen, dass doch die eine oder der andere durch den Thementag dazu angeregt werden konnte, für sich selbst zu reflektieren: „Für wen mache ich das denn eigentlich alles? Was treibt mich an?“ 

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