Nachhaltigkeitsprojekt mit Bayernwerk AG

02.08.2022

Im Projektseminar des Zusatzstudiums SWIFT wurde ein interdisziplinäres Nachhaltigkeitsprojekt mit der Bayernwerk AG erfolgreich abgeschlossen. Thema war die Verwertung überschüssigen Stroms aus PV-Anlagen.

Der erste Jahrgang des Zusatzstudiums hat dieses erfolgreich abgeschlossen. Foto: Setenay Barasan

Der erste Jahrgang des Zusatzstudiums hat dieses erfolgreich abgeschlossen. Foto: Setenay Barasan

Besonders in den sonnenreichen Monaten wächst die Erkenntnis: wir produzieren mehr Strom durch Photovoltaik-Anlagen, als wir zeitgleich verbrauchen können. Es stellt sich also die Frage: Wie kann regionale Überkapazität in Form von Strom in einen Wert für nachhaltige Projekte umgewandelt werden, bevor PV-Anlagen abgeregelt werden müssen?
Mit dieser Fragestellung haben sich Studierende des Zusatzstudiums für interdisziplinäre Handlungskompetenz (SWIFT) im Rahmen ihres Projektseminars auseinandergesetzt. In zwei Projektgruppen wurden die technischen sowie die sozial-ethischen Aspekte eines solchen Projektes erörtert. Welche Optionen für eine Wertumwandlung von Strom gibt es? Wie vermeidet man in die Falle des Greenwashings zu tappen? Ist eine wirtschaftliche und zugleich nachhaltige Umsetzung des Projekts möglich?
Unterstützt wurden die Studierenden dabei von mehreren Experten, wie Prof. Dr. Oliver Brückl (OTH Regensburg) zum Thema Energiewirtschaft, Lukas Haupt von CryptoSupply zum Thema Cryptomining, sowie der Bayernwerk AG. 
Die Ergebnisse wurden in der Unternehmenszentrale des Bayernwerks im Rahmen einer Abschlusspräsentation in den „neuen Arbeitswelten“ vorgestellt. Im Anschluss an die Präsentation konnten die Studierenden den Stromspeicher „OSKAR II“ sowie die Ladestationen für bidirektionales Laden im Parkhaus des Bayernwerks besichtigen. 

Zukunftsthema Nachhaltigkeit

„Es ist großartig, mit welcher Detailtiefe und Motivation sich die Studierenden in die Forschungsfrage eingearbeitet haben,“ betonte Georg Wallaschek vom Bayernwerk. „Innovative und vor allem nachhaltige Lösungen für die Energiewende zu finden, bleibt weiterhin eine große Herausforderung“, ergänzte Wolfgang Wilhelm (Bayernwerk AG).
Dekanin Prof. Dr. Katherine Gürtler, Initiatorin des Zusatzstudiums, sagte: „Nachhaltigkeit ist das entscheidende Zukunftsthema, für dessen erfolgreiche Umsetzung alle Fachbereiche, Methodenkompetenzen und Arbeitskräfte erforderlich sind. Damit unsere Studierenden lernen, in inter- und transdisziplinären Teams zu arbeiten, haben wir für das Zusatzstudium SWIFT dieses Schnittstellenthema gewählt“.
„Das Zusatzstudium war ein Highlight meines Studiums“, bestätigte Frau Henriette Radecker, „Erst habe ich befürchtet, dass ich inhaltlich wenig mit meinen studiengangspezifischen Fachkenntnissen beitragen kann, habe aber schnell festgestellt, dass ich mein Methodenwissen und meine Erfahrungen einbringen kann. Ich habe gelernt, dass diese Kompetenzen in einem interdisziplinären Team genauso wichtig sind, wie fachliche Expertise “.
Mit diesem explorativen Projekt für die Verwertung von überschüssigem erneuerbarem Strom zur Förderung von regionalen nachhaltigen Projekten haben das Bayernwerk und die OTH Regensburg neue Impulse für innovative Zusammenarbeit gesetzt. Somit ist der erste Jahrgang des SWIFT-Studiums mit wertvollen, praxisnahen Erfahrungen erfolgreich zu Ende gegangen.

Über das Zusatzstudium
Das Zusatzstudium wurde auf Initiative des Allgemeinwissenschaftlichen Programms (AW-Programm) der OTH Regensburg in Zusammenarbeit mit der Regensburg School of Digital Sciences (RSDS) und dem GreenOffice der OTH Regensburg entwickelt: 
Ziel ist es, den Studierenden einen bewussten Blick über den eigenen fachlichen Tellerrand zu ermöglichen und zudem das Arbeiten in einem interdisziplinären Team praxisnah zu trainieren. Dafür besuchen die Studierenden im ersten Semester Kurse aus dem AW-Programm bzw. dem Kursangebot der RSDS, um eine fachliche Ergänzung zu ihrer eigenen Studiendisziplin zu erhalten. Im zweiten Semester erarbeiten die Studierenden in interdisziplinären Teams Lösungen für eine Nachhaltigkeitsfrage in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region. 
Anmeldungen für den nächsten Jahrgang des Zusatzstudiums sind jeweils von Ende Juli bis Mitte September über die Webseite des Zusatzstudiums möglich.

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