Überwältigender Andrang beim Girls`Day an der Hochschule Regensburg

04/29/2008
By: Armin Gardaia

Beim diesjährigen Girls’ Day am 24.04.2008 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Regensburg war der Andrang überwältigend. 352 Schülerinnen aus dem ostbayerischen Raum nutzten die Gelegenheit, sich über die technisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge zu informieren.

Die Hochschule Regensburg bot dieses Jahr wieder ein sehr abwechslungs- und umfangreiches Programm an diesem Tag. Allen technischen Fakultäten ist es gelungen, gerade jungen Frauen das Studieren attraktiv zu präsentieren. Die mit einem Hochschulquiz durchgeführte Evaluation ergab, dass gerade die praxisnahen Attraktionen bei den Schülerinnen sehr ankamen. Genannt wurden hierbei überdurchschnittlich häufig die Laborführungen, die Experimente mit den Studentinnen sowie der Schreiwettbewerb und das zum ersten Mal durchgeführte Betongießen des überaus engagierten Betonmarketing-Teams.

Nach der anfänglichen Begrüßung zum Girls’ Day durch den Präsidenten der Hochschule Regensburg, Prof. Dr. Josef Eckstein, führten die Organisatorinnen des „girls4tech“-Teams in den Tag ein und erklärte das Programm.

Neu war dieses Jahr auch die „Herzblattstudienwahl-Show“. In Anlehnung an die Fernsehshow wählte hier eine junge Dame unter sechs anwesenden Professoren ihren Herzblattstudiengang. Wie beim großen Vorbild aus dem Fernsehen wurden die sechs Kandidaten der verschiedenen Studien-gänge beispielsweise über die späteren Berufschancen und die Inhalte des Studiums befragt. Alle Kandidaten überreichten der Dame – nicht wie beim Herzblatt im Fernsehen eine Rose – sondern ein typisches Präsent ihres Studiengangs. Gewonnen hat Prof. Dr. Wild der Fakultät Mikrosystemtechnik der einen Waver der Chipproduktion überreichte und als Gewinn mit der Dame ein Drei-Gänge-Menü in der Hochschulmensa erhielt.

Ebenfalls neu war auch die Verbindung des Girls’ Day der Hochschule mit dem von Infineon Technologies. Gab in der Vergangenheit immer nur eine Videokonferenzschaltung zwischen beiden Organisationen einen Einblick in das Reinraumlabor und die Chipherstellung der Fakultät Mikrosystemtechnik, so konnten dieses Jahr 15 junge Frauen begrüßt werden, die eine exklusive Führung durch die Labore erhielten. Diese gelungene Kooperation soll auch bei den kommenden Girls’ Days beibehalten werden.

„Gerade die technisch-naturwissenschaftlichen Berufe und Studiengänge sind es, bei denen es nach wie vor unüberwindbare Barrieren für Frauen zu geben scheint. Obwohl junge Frauen noch nie so gut ausgebildet waren wie heute, ergreifen sie immer noch sehr wenig technische Berufe. Das Projekt „girls4tech“ und der „Girls’ Day“ möchten dem entgegen wirken und gerade diese Studiengänge auch für junge Frauen attraktiv machen,“ erklärte der Projektleiter Armin Gardeia.

Vorrangiges Ziel der Projekte ist es deshalb, Mädchen und junge Frauen über die Studienmöglichkeiten und Studieninhalte dieser relevanten Studiengebiete an der Hochschule Regensburg zu informieren. Besonders die Studienfächer mit geringem Frauenanteil stehen hierbei im Mittelpunkt. Besonders hervorgehoben werden dabei die Inhalte der einzelnen Studiengänge, sowie die beruflichen Möglichkeiten im jeweiligen Studiengebiet.

Die Projekte tragen bereits erste Früchte. So steigerte sich der Frauenanteil z. B. im Studiengang Bauingenieurwesen von 16 auf 33 %. Diese sehr erfreuliche Tendenz versucht die Hochschule in der nächsten Zeit durch die Projekte „girls4tech“ und dem „Girls’ Day weiterhin auszubauen.

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