Erfolgreicher Abschluss des Bavaria Israel Partnership Accelerators

01/13/2021
By: Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Wolfgang Voigt

2020 nahm die OTH Regensburg erstmals am Bavaria Israel Partnership Accelerator (BIPA) teil. Zusammen mit anderen Studierenden aus Bayern und Israel haben die interdisziplinären Teams visionäre Aufgaben erfolgreich bearbeitet.

In jedem der verschiedenen interdisziplinären Teams, bestehend aus bayerischen und israelischen Studierenden, wird eine visionäre Aufgabe erarbeitet, eine sogenannte "Innovation Challenge", die von einem teilnehmenden Unternehmen der Region gestellt wird.

In jedem der verschiedenen interdisziplinären Teams, bestehend aus bayerischen und israelischen Studierenden, wird eine visionäre Aufgabe erarbeitet, eine sogenannte "Innovation Challenge", die von einem teilnehmenden Unternehmen der Region gestellt wird. Foto: OTH Regensburg/Wolfgang Voigt

Im Rahmen des Bavaria Israel Partnership Accelerators (BIPA) bearbeiten studentische Teams aus Bayern und Israel gemeinsam visionäre Fragestellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Das dient nicht nur der angewandten Wissensvermittlung und der Förderung einer innovativen, unternehmerischen Einstellung. Vielmehr sollen auch studentische Kontakte zwischen Bayern und Israel gestärkt werden. 

2020 nahmen neben der Hochschule München zum ersten Mal auch die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und die Technische Hochschule Deggendorf (TH Deggendorf) daran teil. Am 16. Dezember 2020 präsentierten die Studierenden aus Bayern und Israel gemeinsam ihre Ergebnisse bei der virtuellen Abschlussveranstaltung des Programms.

Innovation Challenge für die interdisziplinären Teams 

Jede der drei Hochschulen betreute im Rahmen von BIPA drei interdisziplinäre Teams, die sich aus israelischen und bayerischen Studierenden zusammensetzten. Diese bearbeiteten innerhalb von acht intensiven Wochen jeweils eine visionäre Aufgabe, eine sogenannte "Innovation Challenge", die von Unternehmen der Region gestellt wurde. Daneben nahmen die Studierenden an speziell auf das Projekt abgestimmten Seminaren teil, zum Beispiel zur sogenannten Design-Thinking-Methode. 

Betreut wurde jedes Team durch einen erfahrenen Coach aus der Hochschule; an der OTH Regensburg waren das namentlich Prof. Dr. Rosan Chow von der Fakultät Architektur sowie durch Katrin Hößl und Wolfgang Voigt von der Fakultät Betriebswirtschaft. Die Teams der OTH Regensburg setzten sich mit Fragestellungen für die Osram Opto Semiconductors GmbH, die Johanniter Unfallhilfe e. V. und die Monastic Distillery GmbH auseinander. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Programm ausschließlich virtuell durchgeführt.

Förderung des internationalen Dialogs durch BIPA

Bei der Online-Abschlussveranstaltung dankte der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle, den Studierenden. Er betonte, dass durch BIPA der Dialog zwischen israelischen und bayerischen Studierenden auf studentischer, wirtschaftlicher, technischer, kultureller und sozialer Ebene gefördert würde. Auch der stellvertretende israelische Konsul, Liran Sahar, würdigte die bayerisch-israelische Zusammenarbeit und zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen, die die Teams erarbeitet hatten.

An der OTH Regensburg ist das Projekt BIPA am start-up center der Hochschule verankert. „BIPA bietet den Studierenden eine spannende, internationale Komponente in ihrem Studium. Besonders die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Freunden in Israel liegt uns dabei sehr am Herzen. Zugleich werden eine innovative Problemlösungsorientierung und ein unternehmerischer Mindset vermittelt“, erklärte Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Professor für Entrepreneurship, Leiter des start-up centers der OTH Regensburg und Verantwortlicher für BIPA an der OTH Regensburg. 

Frische Ideen für die teilnehmenden Unternehmen

Auf der anderen Seite profitierten aber auch die teilnehmenden Unternehmen davon: „Die Studierenden brachten frische Ideen in die Geschäftsbereiche. Sie suchten und fanden innovative Lösungen für die beteiligten Firmen“, freute sich Prof. Dr. Saßmannshausen, der auch im Jahr 2021 wieder am BIPA-Programm teilnehmen möchte: „Idealerweise entstehen durch BIPA Freundschaften zwischen unseren Studierenden und Studierenden in Israel, die über das eigentliche Seminar fortdauern.“

Hintergrund: Das BIPA-Programm

Das BIPA-Programm wird vom Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) an der Hochschule München bereits seit acht Jahren im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie durchgeführt. Im Jahr 2020 wurde das Programm erstmalig auf zwei weitere Hochschulen in Bayern ausgeweitet: auf die OTH Regensburg und die TH Deggendorf. 

Neben dem Ministerium beteiligen sich auch bayerische Unternehmen regelmäßig an den Kosten des Programms.

Weitere Informationen finden sich auf der Website des BIPA-Programms.

Back