Nachrichten aus der Weiterbildung

Planspiel einer internationalen Zusammenarbeit

04.06.2019
Von: Clara Lehnert, Sonja Offinger

META Globe ist ein Planspiel mit der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg und internationalen Partnern, das auf dem Szenario einer humanitären Hilfsmission basiert.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „META Globe“-Übung im Sommersemester 2019 vor dem Bus der Staatlichen Feuerwehr Regensburg.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „META Globe“-Übung im Sommersemester 2019 vor dem Bus der Staatlichen Feuerwehr Regensburg.

Studierende während der „META Globe“-Übung, die im Sommersemester 2019 an der OTH Regensburg im Studiengang International Relations and Management durchgeführt wurde.

Studierende während der „META Globe“-Übung, die im Sommersemester 2019 an der OTH Regensburg im Studiengang International Relations and Management durchgeführt wurde. Fotos: Clara Lehnert und Sonja Offinger, OTH Regensburg

Im Kern simulieren die Globe-Übungen eine humanitäre Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan und sind seit 2013 Teil des Studiengangs International Relations and Management an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). 

Die Übung wurde von Prof. Dr. Markus Bresinsky konzipiert. Unter Anleitung von Florian Reusner organisierten auch im Sommersemester 2019 Studierende für Studierende die Übung „META Globe“. Neu war, dass Studierende aller Fakultäten daran teilnehmen konnten und die Staatliche Feuerwehrschule (SFS) Regensburg als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. Auch aus diesem Grund fand META Globe vom 4. bis 8. Mai 2019 in den Räumlichkeiten der SFS Regensburg statt.

Realitätsnahes Szenario, vielseitiges Training

Das realitätsnahe Szenario von META Globe orientierte sich an der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA). Zu den übergeordneten Aufgaben der teilnehmenden Studierenden zählten unter anderem die Erstellung eines Verhandlungsplans für den Friedensprozess im Land und einer Lagekarte, auf der alle in Afghanistan aktiven Nichtregierungsorganisationen (NGOs) vermerkt sind. 

Daneben wurden vielfältige weitere Aufgaben gestellt, mit dem Ziel, die Teilnehmenden bewusst in Stresssituationen zu versetzen, damit sie ihre Resilienz aufbauen oder ihre Analysefähigkeit trainieren können. Außerdem lernen die Studierenden eine Auf- und Ablauforganisation einer multinationalen Mission kennen und die Fähigkeit, zielorientiert unter Zeitdruck in verteilten Teams zu arbeiten. Durch den virtuellen Ablauf und die Kommunikation auf Englisch werden zudem Fremdsprachenkenntnisse, digitale Fertigkeiten und Soft Skills vertieft.

Wichtige Kompetenz „Situationsbewusstsein“

Um die Übung möglichst praxisnah abzubilden, erhalten Studierende sachlichen Input und Denkanstöße von internationalen Expertinnen und Experten sowie vor allem von den Partnern der Feuerwehr. Ziel dieser Auftritte ist es, dass die Hörerschaft die Erkenntnisse, die sie aus den Gesprächen gewinnt, miteinander verknüpft und nutzt, um sie auf die entsprechende Situation anzuwenden. Damit sollen die Teilnehmenden die wichtige Kompetenz „Situationsbewusstsein“ trainieren. 

Einen erheblichen Mehrwert für META Globe leistete die SFS Regensburg durch ihr Know-how und Fachwissen, was sie in mehreren Vorträgen in die Übung einbrachte. Des Weiteren unterstützte die SFS Regensburg META Globe sowohl logistisch durch einen Fahrdienst als auch mit neuesten technischen Mitteln wie digitalen Whiteboards.

Zudem konnten Studierende der Hochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung in Mannheim, der Babes-Bolyai Universität in Rumänien und des Technological Educational Institut von Kreta als virtuelle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Übung gewonnen werden. Neben den Partnern der SFS Regensburg und internationalen Fachleuten aus der Praxis traten Professorinnen und Professoren der Libertas Universität in Dubrovnik sowie der Universität von Glasgow als Expertinnen und Experten auf. 

Schulung im Bereich Beobachtung, Analyse und Feedback

Eine weitere Neuerung: Im Sommersemester 2019 ergänzten zwei Pädagogikstudierende der Universität Regensburg das Organisationsteam. Sie schulten einen Teil des Teams im Bereich Beobachtung, Analyse und Feedback und beobachteten gemeinsam mit diesen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den gesamten Verlauf der Übung. 

Nach Abschluss der Übung erhalten alle Teilnehmenden sowohl ein Gruppenfeedback als auch ein individuelles Feedback. Dies soll ihnen dabei helfen, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und sich gezielt weiterzuentwickeln, vor allem aber Wissenslücken zu schließen.

Anfang November 2019 gibt es die nächste Möglichkeit, das Wintersemester 2019/2020 über an einer Globe-Übung teilzunehmen. Die Vorbereitungen dafür sind bereits angelaufen. Bei Interesse an einer Teilnahme oder bei Fragen kann man sich an Florian Reusner wenden.

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